FlixTrain - Neue Verbindungen zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin

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  • Der Flixtrain ist bereits seit einigen Monaten auf dem Markt und stellt neben dem Flixbus einen weiteren Konkurrenten der Deutschen Bahn dar. Zu Beginn waren die verfügbaren Bahnhöfe und Strecken noch sehr begrenzt, sodass vor allem Kunden in großen Ballungsgebieten das Angebot nutzen konnten. Nun ist eine Erweiterung des Streckennetzes geplant. Damit sollen vor allem neue Kunden gewonnen werden und der Konkurrenzdruck hinsichtlich der Preise auf die DB erhöht werden. Wir wollen im Folgenden zeigen, welche Erweiterungen geplant sind, welche Probleme es im Zuge des Streckenausbaus gibt und welchen Status die Flixmobility GmbH gegenüber der DB auf der Schiene hat.


    Welche neuen Verbindungen wird es bei Flixtrain geben?

    Schon im Frühjahr soll eine Verbindung zwischen Berlin und dem Ruhrgebiet ins Programm aufgenommen werden. Die grünen Züge sollen künftig die Städte Berlin und Köln miteinander verbinden und schaffen damit eine wichtige Strecke innerhalb Deutschlands. Nicht nur für Studenten und Reisenden, sondern auch für Pendler dürfte die neue Verbindung interessant sein. Es entsteht damit erstmals eine günstige Alternative zur DB auf der Schiene. Auf der Strecke sollen vor allem die Städte Essen, Düsseldorf, Hannover und Dortmund angefahren werden. Somit möchte das Unternehmen viele neue Kunden erreichen. Bislang gibt es noch keinen genauen Termin wann die Strecke Köln-Berlin offiziell eröffnet werden soll. Die Premierenfahrt wird aber vermutlich groß angekündigt und mit Tickets zum Sonderpreis buchbar sein. Zum Streckennetz soll in Kürze auch noch Hamburg hinzukommen, um die Nordausrichtung zu erweitern. Zudem werden verschiedene Bahnhöfe im Rheinland angesteuert. Auch im Ruhrgebiet soll das Streckennetz auf Verbindungen nach Essen, Dortmund und Düsseldorf ausgebaut werden. Für das Jahr 2020 sollen auch erste Zugverbindung in einige Länder in Europa möglich sein. Damit will die Flixmobility GmbH ein ähnliches Angebot wie beim erfolgreichen Flixbus schaffen. Diese Fahren bereits in 28 Ländern. Dieses Ziel soll auch auf der Schiene erreicht werden.


    Streckennetz noch sehr lückenhaft

    Bei einem Blick auf das Streckennetz und die kommenden Erweiterungen fällt auf, dass Flixtrain bislang nur auf bestimmten Strecken als eine Konkurrenz zur DB angesehen werden kann. Einige Bundesländer wie Thüringen, Bayern oder Sachsen sind bisher nicht im Streckennetz zu finden. Damit sind die Züge der Flixmobility GmbH nur von einem geringen Teil der möglichen Kunden nutzbar. Es bleibt also zu hoffen, dass das Streckennetz in Zukunft auf alle Bundesländer ausgeweitet wird, sodass zumindest die Landeshauptstädte miteinander verbunden sind. So könnte die Flixmobility GmbH auch neue Kunden gewinnen und vor allem an neue Standorte vordringen, die von der DB nicht mehr angefahren werden oder zu hoch frequentiert sind.


    Probleme bei Streckenausbau

    Die Gründe für den verzögerten Ausbau der Strecken liegen vor allem an der Suche nach geeigneten Transportmitteln. Bislang hat Flixtrain nicht das geeignete Wagenmaterial gefunden, um die Gäste entsprechend komfortabel transportieren zu können. Auf den bisher verfügbaren Strecken verkehren nur zwei- bis dreimal am Tag Züge. Eine spontane Fahrt mit den Zügen der Flixmobility GmbH ist deshalb ist eher schwierig. Die Senkung der Kosten für die Schienennutzung durch die Bundesnetzagentur dürften für das Unternehmen aber nun ein klares Zeichen in Richtung Ausbau darstellen. Ein weiteres Problem, welches den Streckenausbau verzögert, könnte das Fehlen von Schnellzügen darstellen. Bisher verkehrt die Flixmobility GmbH nur mit Regionalzügen und bedient eher kurze Strecken. Aus diesem Grund kann auch die Zugstrecke von Berlin nach München nicht genutzt werden. Die DB wiederum verkehrt auf dieser Verbindung mit Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h.


    So günstig ist Flixtrain wirklich

    Bei einem Blick auf die Kosten für ein Zugticket zeigen sich kaum Unterschiede zur Deutschen Bahn. In der Regel kostet ein Ticket für eine Fahrt quer durch Deutschland zwischen 29,99 und 39,99 Euro. Laut Werbung beginnen die Preise ab 9,99 Euro. Dieser Preis gilt jedoch eher für kurze Strecken. Die DB bietet Sparpreistickets ab 19,99 bzw. 29,99 Euro an. Bei der Suche nach einem günstigen Zugticket ist der Preisvergleich also in jedem Fall lohnenswert. Ebenso sollte auf bestimmte Aktionen geachtet werden. Hin und wieder gibt es bei den Bussen und Zügen der Flixmobility GmbH auch immer wieder günstige Angebote zu finden insbesondere, wenn es sich um Restplätze handelt.


    Wie es weitergeht

    Nachdem die Züge der Flixmobility GmbH nun seit einem Jahr erfolgreich auf der Schiene sind, wird es auch langsam Zeit für einen Streckenausbau. Die Züge sind stets gut gefüllt und der Ticketverkauf läuft auch besser als es Verantwortlichen zunächst gedacht hätten. Nun bleibt es also abzuwarten wann oder vor allem wie die grünen Züge ihren Status ausbauen, um irgendwann einmal zu einem ernsthaften Konkurrenten der DB aufsteigen zu können. Die neue Streckenöffnung Berlin-Köln stellt in diesem Jahr das Highlight der Flixmobility GmbH dar. Ob es im Zuge dessen in diesem Jahr noch zu einem weiteren Streckenausbau kommt, bleibt erstmal abzuwarten. Die neue Verbindung dürfte sich letzten Endes auch auf die Preispolitik der Bahn auswirken. Die Preise dürfen nicht weiter ansteigen, sondern müssen bezahlbar bleiben. Andernfalls verliert die DB weiter Kunden an die Flixmobility GmbH.

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