Ticketautomat nimmt keine angegebenen Geldscheine an

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    • Ticketautomat nimmt keine angegebenen Geldscheine an

      Hallo,

      Beizeiten muss ich berufsbedingt von einem kleinen Bahnhof bei Mönchengladbach nach Köln fahren - da es zu selten ist, dass ein Monatsticket sich lohnen würde, bin ich auf Einzeltickets angewiesen. An meinem Abfahrtsbahnhof steht nur ein Ticketautomat, der schon des öfteren mehrere Anläufe braucht, bis er einen gültigen Geldschein akzeptiert.

      In einem konkreten Falle morgens nahm er mehrere als akzeptiert aufgeführte Geldscheine nicht an (5-, 10- und einen 20-Euro Schein mehrmals eingeführt). Der Ticketkontrolleur, den ich aufsuchte, merkte an, dass laut seinem Handy an besagtem Automaten keine Störung vorliegen würde. Auf meine Reklamation der Fahrpreisnacherhebung erhielt ich folgende Erklärung:
      Mit der Erklärung, dass ein Automat online geprüft worden sei, müsse ich mich zufrieden geben, einen Einblick, was geprüft worden sei, sei nicht möglich. Desweiteren sei es mir zuzumuten, den nächsten Bahnhof aufzusuchen, um dort ein Ticket zu kaufen.

      Ich finde diese Haltung unverschämt: Da ich kein eigenes Auto habe, müsste ich auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen, was meine morgendliche Anfahrt zur Arbeit erheblich verlängert (etwa 30 min, wenn direkt ein Bus kommt, was morgens um 6 Uhr nicht selbstverständlich ist), mal abgesehen vom finanziellen Mehraufwand, um das Busticket zu bezahlen. Nicht nachvollziehbar ist mir auch diese "Online-Prüfung" der Automaten ohne nähere Angabe. Was wird da geprüft? Die grundsätzliche Funktionsfähigkeit? Die Sauberkeit des Scanners? Letzteres mag ich nicht so recht glauben, da ich wie schon erwähnt auch schon zuvor Geldscheine hatte, die erst nach 3. oder 4. Einschieben akzeptiert wurden - handelsübliche Zahlungsmittel, die anderswo ohne weiteres akzeptiert werden.
      Wenn es eine derartige "Online-Prüfung der Funktionalität" gibt, warum erhält man als Fahrgast keinen Zugriff darauf, damit man schon von vorneherein Haltestellen meiden kann, deren Automaten nicht funktionieren?

      Was haltet ihr von der Geschichte? Wie soll ich mich verhalten? Ich wäre hier für einen Rat dankbar, da es mir sehr willkürlich erscheint, nach welchen Kriterien hier Rechte und Pflichten eines DB-Fahrgastes ausgelegt werden.

      Vielen Dank im Voraus!
    • AHOI AHOI

      Ja, der liebe Automat und das liebe Geld. Es gibt einen Unterschied ob es sich um Automaten für den NV oder einem Verkehrsverbund handelt oder ob es sich um Automaten der deutschen Bahn handelt.
      Bei DB Automaten ist das relativ einfach. Die Automatennummer notieren oder z.b. Handyfoto machen und dann rein in den Zug zum Zugbegleiter und darauf hinweisen das der Automat defekt ist. Alternativ kannst du auch die Hotline anrufen und dieses Automaten melden. Die Nummer dazu lautet: 0800 288 66 44

      Normalerweise musst du dann nur den regulären Preis zahlen. Ja der Zugbegleiter kann tatsächlich online prüfen lassen ob der Automat funktioniert.
      Grundsätzlich muss man aber sagen, dass du als Fahrgast verpflichtet bist einen gültigen Fahrschein zu besitzen. Wenn der Automat kein Papiergeld annimmt heißt das nicht, dass der Automat defekt ist. Da du ja immer noch mit Hartgeld bzw. mit EC Karte zahlen kannst. Das erhöhte Beförderungsentgelt ist dann tatsächlich zu zahlen.
      Hast du versucht mit alternativ zu zahlen. Vielleicht funktioniert das auch nicht, dann ist die Erhebung nicht rechtmäßig.

      Die Prüfung der Automaten erfolgt per Störungsabfrage. Die kann aber nicht alle Fehler erkennen. Ein Beispiel: Wenn der Geldeinwurfschlitz mit Kaugummi zugeklebt ist aber nicht weit genug reingedrückt worden ist bis zur Verriegelung ist der Automat nicht defekt bei einer Onlineabfrage. Deswegen bei solchen Sachen immer mal ein Bild machen.

      Ich persönlich hatte auch schon öfters das Problem das ich ohne Fahrschein in den RE gesprungen bin. Und ich bin dann immer nett und freundlich zum Zugbegleiter gegangen und habe höflich nach nem Ticket gefragt und ich musste bis jetzt noch nie was nachzahlen.

      Nun du kannst dich natürlich an die Schlichtungsstelle wenden. Ich glaube es gibt eine speziell für den Nahverkehr??! Da musst du dann mal googlen.
      Hmm.....einen Rat geben ist schwierig... Das kommt ja immer auf die Situation an. Ich würde versuchen erstmal alternativ zu zahlen. EC Karte Kreditkarte oder Münzen. Und sonst wie gesagt nett und freundlich zum Zugbegleiter und ihm das schildern. Wenn er sieht das du Geld dabei hast und zu ihm kommst ist es sehr unwahrscheinlich das du schwarz fahren möchtest.

      Hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.
    • Ich hatte auch schon so oft Ärger mit den Scheinen. Einmal hatte ich nur einen 20er und den wollte der Automat nicht haben. Im Zug wollte ich mir dann ein Ticket holen und schon habe ich die Strafe kassiert. Dann habe ich mich schriftlich bei der Bahn beschwert mit einem Foto von 20er und der Automatennummer. Anschließend musste ich nicht mehr zahlen.
    • wenn ich diese "Ratschläge" hier lese sträuben sich mir die Nackenhaare.
      Sind das alle Theoretiker die hier antworten?
      Noch nie mit der Bahn gefahren?
      Schonmal am frühen Morgen oder späten Abend gefahren, wenn Du keine Chance hast,
      im Dunkeln zu erkennen ob da ein Kaugummi reingedrückt wurde,
      wenn hinter einem einige Leute stehen, die auch noch nen Schein ziehen wollen.
      Soll ich noch mehr solche Gemeinheiten aufzählen?
      Da stehst da und hast kaum Zeit zu überlegen ob Du den Anschiss von Deinem Chef rikieren sollst,
      oder darauf wartest ob der Zugbegleiter gut gelaunt ist
      oder gerne demonstrieren möchte, dass er in diesem Zug der liebe Gott ist
      und dem Menschlein Fahrgast die Rote Karte zeigt.
      Ich war oft genug Zeuge bei solchen Geschehen
      bei denen der Fahrgast das nicht durch Unhöflichkeit herausgefordert hat.
      Alle anderen Fahrgäste, die auch mal Zeuge bei soetwas gewesen sind,
      haben keinen Grund mehr zu glauben
      dass es bei der Bahn und deren Mitarbeitern sowas wie "beide Augen zudrücken" gibt.

      Jetzt kann wieder jemand für den Menschen Zugbegleiter etwas in die Waagschale werfen.
    • bahnmode schrieb:

      Ich hatte auch schon so oft Ärger mit den Scheinen. Einmal hatte ich nur einen 20er und den wollte der Automat nicht haben. Im Zug wollte ich mir dann ein Ticket holen und schon habe ich die Strafe kassiert. Dann habe ich mich schriftlich bei der Bahn beschwert mit einem Foto von 20er und der Automatennummer. Anschließend musste ich nicht mehr zahlen.
      Die Tatsache, dass die Beschwerde gefruchtet hat, ist für mich der Beweis, dass der Zugbegleiter auch anders hätte handeln sollen.