Fahrkarte nicht erhalten, Onlinebuchung, Sprachprobleme

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Fahrkarte nicht erhalten, Onlinebuchung, Sprachprobleme

      Hallo zusammen!

      Es gibt ja schon einige Einträge zu diesem Thema, aber die Situation hier ist nochmal ein bisschen besonders.

      Ich schreibe hier für eine brasilianische Freundin, die in Paris wohnt und nicht so gut Englisch (und gar nicht Deutsch) spricht.

      Sie hat online ein Ticket für Bratislava nach Berlin bestellt und Postzustellung gewählt, der Kauf wurde ihr bestätigt. Das ist mittlerweile schon länger her und es ist noch nichts angekommen. Langsam wird die Zeit knapp und sie hat sich mit dem Kundenservice in Verbindung gesetzt. Über die Servicenummer war es unmöglich etwas zu erfahren wegen schlechtem Englisch von beiden Seiten. Also hat sie es nochmal mit eMails versucht mit den gleichen Problemen und immer unfreundlicher werdenden Antworten.

      In den eMails der Bahn wurde mal geschrieben, dass die Tickets am 23. Januar und mal, dass sie am 22. März verschickt wurden. Schon mal sehr seltsam.
      Dann wurde geschrieben, wenn die Tickets nicht rechtzeitig ankommen, soll sie sich vor der Fahrt am Schalter neue kaufen und bei der Rückkehr mit den dann angekommenen alten Tickets zurückschicken. Die neuen Tickets würden dann erstattet.
      Da stellen sich für sie schon mal drei Fragen: (ich nummeriere mal, damit euch das Antworten leichter fällt)

      1) Es handelt sich um einen Nachtzug. Kann man da so einfach Tickets am Schalter bekommen?
      2) Was passiert, wenn die alten Tickets gar nicht mehr ankommen? Dann kann sie sie ja auch nicht hinschicken.
      3) Sie ist jetzt ein wenig skeptisch geworden mit der Post. Was ist, wenn diese Tickets ebenfalls verloren gehen? Es wurde ihr geschrieben, dass sie sie nicht per Einschreiben schicken kann, weil die Bahn nur ein Postfach hat. Kann man auch nur Kopien schicken?

      Außerdem stellt sich das Problem, dass sie als Nicht-EU-Bürgerin und Studentin hier auch nur begrenzt Geld zur Verfügung hat.

      4) Was wenn die neuen Tickets so teuer sind, dass sie sie nicht bezahlen kann?

      5) Wie lange dauert die Rückzahlung?

      Außerdem habe ich noch was gelesen von einer Möglichkeit vom Kontrolleur irgendwas mit Code 33 (??) ausstellen zu lassen.

      6) Wäre dieses Formular auch eine Möglichkeit für sie?

      7) Wie macht sie verständlich, dass sie nicht nur schwarz fahren will, wenn sie nicht die Sprache spricht?

      Ich hoffe ihr könnt bei diesem Problem weiterhelfen. Oder wäre es besser gleich nochmal bei der Bahn anzufragen?

      Vielen Dank schonmal,

      Pennylie
    • AHOI AHOI

      Ok, ja du solltest dich dringendst mit der Bahn in Verbindung setzen. Lass dir alle Daten geben und versuche das zu klären.
      Frist setzen für die Ticketzusendung! Dann einen LÖSUNGSVORSCHLAG von der Bahn einfordern! Am besten, dass die Bahn die Tickets wegen Nichtzustellung storniert und das komplette Geld erstattet. Sollte die Bahn sich weigern darauf hinweisen, dass du einen schriftlichen Nachweis über den Versand haben möchtest incl. Tracking Nummer! Also einen BEWEIS, das der Brief tatsächlich aufgegeben worden ist. Der von der Bahn reicht nicht!

      1. Ja, die Tickets bekommst du auch regulär am Schalter, das ist kein Problem. Solltest du kein Sparpreis bekommen kann es aber verdammt teuer werden. Sollte ein Schlaf- oder Liegewagen gebucht worden sein, kann es auch passieren, dass diese ausgebucht sind.

      2. Ja, das ist die schwierige Frage grundsätzlich und überhaupt. Die Bahn muss beweisen können das die Tickets bei Ihr angekommen sind. Sonst kann sie das Geld für nicht erhaltene Tickets zurückverlangen. So einfach wird die Bahn aber das Geld nicht rausrücken.

      3. Bitte Bitte diese Tickets online buchen und ausdrucken lassen als Onlineticket Wer eine Karte online buchen kann, kann sie auch ausdrucken an der Hochschule/Uni oder im InetCafe!!! Das ist der sicherste Weg.
      Die Fahrkarten können storniert werden im Kundenkonto der Bahn. Bis ein Tag vorher kostet das 17,50€ Zwar ein Verlust aber besser als sich monatelang rumstreiten evtl.?

      4. So doof das klingen mag, dann kann sie nicht fahren.

      5. Wenn alle Daten und Unterlagen vorliegen durchschnittlich 4 Wochen bei klarer Sachlage.

      6. Vom dem Code 33 würde ich dringend abraten. Sie ist keine EU-Bürgerin und es kommt dazu das der Zug nicht von der DB betrieben wird. Es kann also durchaus passieren, dass sie dann sofort Sicherheiten für die Weiterfahrt hinterlegen muss, da eine Vollstreckung z.B. im Ausland nicht möglich ist.

      7. Auch hier wieder, das ist schwierig. Wer kein Ticket hat, fährt erst einmal "schwarz" wie gesagt bei nicht EU-Bürgern sehe ich das ehr kritisch.


      So, ich hoffe, dass ich dir etwas weiterhelfen konnte.
      Und bitte immer nett und höflich bleiben! Damit kommt man weiter als mit Gebrüll und so;-)!

      Beste Grüße

      USV
    • Im Grunde haftet die Deutsche Bahn für NICHT angekommene Fahrkarten,
      so ist es nun einmal im onlinen Handel gesetzlich geregelt das ein Verkäufer
      grundsätzlich auch für den gesamten Versandweg haftet !

      Hat dieses einer der Deutschen Bahn schon mal beigebracht ?

      Frelich wird der Deutschen Bahn dies insbesondere für Strecken außerhalb ihres eigenen Gebietes
      nicht so recht schmecken, wenn die Anteile an Dritte Bahnen bereits entsprechend mit jenen verrechgnet.
      Doch im normal Falle sofern es nur Ausnahmefälle bleiben = so das da nicht gleich mit Betrug gegenüber
      der Bahn gerechnet werden muß ... denn behaupten kann ja ein Empfänger eines Briefes ja auch viel ... oder ?

      Und ich denke bei den üblichen Versandkosten einer Fahrkarte von stolzen 3,50 Euro wo eine Einschreibegebühr
      zum normalen Porto nur mit 2,15 bei Einwurf nur mit 1,80 zu buche schlägt es ja auch im Interesse der Bahn
      sein, zu ihrer eigenen Sicherheit Fahrkarten grundsätzlich via Einschreiben zu versenden.
      Sagen wir mal bei Fahrkarten deren Gültigkeit bei Erhalt noch mindestens 8 Tagen in der Zukunft liegen das
      etwas teurere Einschreiben, und wenn die Zeit knapp ist wo der Kunde möglicher weise nicht mehr die Möglichkeit
      hätte den Brief rechtzeitig notfalls von der Post abzuholen per Einwurfeinschreiben zu verschicken.
      In solchen Fällen wäre auch Versandrisiko durch möglichen Betrug der Kunden ausreichend minimiert,
      obdem es sofern nur wenige Briefe sind die immer mall nicht ankommen können, könnte es der Bahn auch fast egal
      sein da schlimmsten Falles ein unberechtigter zusätzlich mit dem angeblich nicht angekommenen Ticket fährt.

      Tatsache ist jedoch das es auch einen kleinen Anteil nicht ankommender Briefe gibt, eine Barclay Kreditkartenabrechnung
      am letzten 23 Dezember abgeschickt, kam z. B. bei mir auch erst am 14 Januar an .... wer weiß schon welche Umwege
      oder so von Hamburg bis Südniedersachsen dazu nötig waren diesen Brief erst so spät zustellen zu können.
      Oder ein Paket von mir nach Hamburg benötigte auch schon mal vom 16 Juni bis etwa 5-6 August.
      Eine Sendung aus Großbritannien kam bei mir Anfang des Jahres auch nicht an.

      Doch die Haftung trägt IMMER der Verkäufer und NICHT der Empfänger, nur bei Privaties endet die Haftung
      für den Versand am Briefkasten und im Postamt. Das sollte sich die Deutsche Bahn vielleicht auch mal zu
      Herzen nehmen ... das da dann z. B. in der Regel z. B. die EBAY Verkäufer da KEINEN großen Terz drum machen
      und nach meinen Erfahrungen in der Regel dann sehr freundlich sind, und großzügig nochmals versenden oder
      eben die Zahlung schnell erstatten. ( So jedenfalls meine dortigen mehrfachen Erfahrungen. )

      Und die Deutsche Bahn hat da in diesem Sinne weniger Verlust zu erleiden, da meistens GAR KEINEN, ausser
      notfalls die Fahrkarte nochmals auszustellen und nochmals zu schicken oder notfalls hinterher zu erstatten.