Bahnstreik: der ganz große Bluff

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    • Eben ...

      ... heute ward gar zu erfahren das auf Grund Bahnstreik gar der eine oder andere Auszubildende
      NICHT zu ihrer Prüfung anreisen konnten. Ergebnis ist nun ein halbes Jahr länger lerenen, nebst
      Einkommensverluste für ein halbes Jahr !
      Warum jenen Firmen, notfalls Familie oder so das nich einfach mal mit dem PKW gelöst haben ist
      mir jedoch schleierhaft.

      Vielleicht benötigt Deutschland auch noch so etwas wie eine Verbrauchergewerkschaft als ein
      inzwischen notwendiges Gegenstück zu solch Spartengewerkschaften von Firmen welche erheblichen
      im öffentlichen Belange tätig sind ??? ( Oder gleich für ganz Europa ? )

      Es ward im Grunde schon eine Farce in solch einem Bereiche von ereheblich öffentlichem Belange
      wo längst die Briten die Privatsierung ihrer Eisenbahn zu jener Zeit bereut auch hier bei uns diese
      mehr schlecht als recht privatisiert wurde.

      Wenn sie wenigstens auf die wichtigsten Belange in der Wirtschaft Rücksicht nehmen würden, und
      dafür meinetwegen eben länger in Austand gingen, was sie eh wenn schon besser im Winterhalbjahr
      getan hätten wo nicht allzuviele per Bahn bezüglich Urlaub angewiesen sind.

      Und wenigstens die wichtigsten Verbindungen für Pendler aufrecht erhalten würden, so das jeweils
      erste beide Verbindungen morgens, zweie zum Schichtwechsel ... und zweie am Abend zu jeweiligen
      Haupfeierabendszeiten aufrecht erhalten würden ...
      ... dazu noch das wesentlichst wichtigste 1/3 an Gütern an Gütern wo nicht mal schnell ädequater
      Ersatz mit LKW bereitgestellt werden können ... ebenso aufrecht erhalten würden, wäre es noch
      weniger als halb so schlimm sofern auch Betriebe notfalls vorübergehend so gut es geht ihre
      Arbeitszeiten anpassen ... dazu noch im Fernverkehr alle Strecken vergleichweise das wenigstens
      die Paar Frühjahrsurlauber welcheNICHT ausweichen können zumindest am Morgen und Abend
      zu Zeiten wo die ersten Verbindungen aus der Fläche bediente Bahnhöfe erreichen und abends dito ...
      ...braucht nur die wo NICHT wirklich fahren müssen, schlichtweg freiwillig zu Haus ...
      ... denn simple Ausflüge oder Verwandtenbesuche lassen sich ja verschieben, notfalls auch Arbeigeber
      dann auf Grund höherer Gewalt hier und da Urlaubsverschiebungen zu Verwandten besuchen zustimmten,
      wäre der Schaden schon viel geringer ... wenn im Ausgleich dafür auf Grund höherer Gewalt ein
      Rechtsanspruch nach Fahrgastrechten für Verspätungen je nach länger der Strecke bis max 2 Stunden
      auf Zeitdauer eines Streikes ausgesetz werden würden ... sofern Fahrgast zum Ausgleich KEIN Taxi
      oder so zwingend benötigt.

      Ohne Privatisierung der Bundesbahn, hätte man auch die Lokführer wie eh und je weiter verbeamten können, *
      Zugbegleiter ja nicht unbedingt, denn da ließen sich relativ kurzfristig auch relativ unausgebildete Arbeitslose
      welche wenigstens ein bißchen Freundlichkeit gegenüber Kunden aufbringen können, notfalls zu vereinfachter
      Fahrscheinüberprüfung einsetzen. Jene könnten dann getrost auch sagen wir mal je Stund 6,- Euro Steuer
      und Anrechnungsfrei Netto dafür erhalten ... die Politik bräuchte da nur einen rechtlichen Rahnen für zu geben.
      Dann würd sich so schnell auch keiner beim Jobcenter so schnell davor drücken ...

      * oder ihnen dabei die Wahl lassen, ob gesichert verbeamtet oder lieber doch nur angestellt.
      Vielleicht macht es auch Sinn, einige Zugbegleiter zusätzlich eine Lokführerausbildung angedeihen zu lassen ???

      So wie jetzt, das jedwede Bahn extra erst Trassengebühren bezahlen muß, entfiele dann wenn wieder alles
      aus einer Hand ... so das die Bahn auch wieder selbstätiger Entscheiden könnte ob z. B. zu bestimmten Zeiten,
      Ereignissen entlastungszug benötigt würde, oder ein Zug mit mehr Kapazität bereit gestellt werden würde.
    • AHOI AHOI

      Ich kann Herrn Jörges nur zustimmen!

      Das es in der Hauptsache die Pendler trifft, ist sehr ärgerlich aber anders ist ja anscheinend kein Druck mehr aufzubauen.
      Und ja, auf das Grundgesetz darf sich auch eine Spartengewerkschaft beziehen.
      Also gilt dann wohl weiterhin die Devise: Auf in den (Arbeits-)Kampf.........

      Beste Grüße

      USV
    • Das Grundgesetz garantiert jedoch auch Rechte für ALLE, so für Pendler so auch für Reisende ....

      Würde z. B. auch nur ein einziger Pendler auf Grund da er wegen zu spät kommens schon mehrfach
      abgemahnt wurde, in Folge von Bahnstreik seinen Arbeitsplatz verlieren zudem möglichst noch seine
      Familie darunter leiden müssen ....

      ... ist das Grundgesetz bereits durch unverhäktnismäßigkeit der Mittel hinsicht ein Recht auf Arbeit
      bereits in den allerwertesten getreten worden. Und ein Recht auf Arbeit, wie auch ausreichende
      Erholung/Urlaub usw. ist im Grundgesetz Artikel 1 Satz 2 vollwertig enthalten.

      Es geht in dem Satz um die Menschenrechte, in denen jedem ein Recht auf Arbeit und noch viel mehr
      zugestanden wird .... und nebenbei wird die Würde des Menschen aus Satz 1 gegenüber Pendler und
      Reisende welche notwendigst reisen müssen ebenso NICHT gewahrt.

      Wer sich nur mal die Rechte aus der Menschenrechtsresolution anschaut, wird unweigerlich feststellen
      können das das Urproblem in gesamter Gesellschaft liegt, und nicht nur bei einem Herrn Weselsky an sich.
      Denn die wahren Menschenrechte, lassen sich mit unserer Wirtschafts und Gesellschaftsform NICHT im
      geringsten umsetzen ... wo bleibt das Recht auf Arbeit ? Wo bleibt das Recht auf einen Mindestlohn
      welcher es ermöglichlicht das EINER davon seine ganze Familie auch nur mit zwei Kindern im ausreichenden
      bescheidenen Umfang zu versorgen ... so auch ausreichendin bescheidenen Umfang am sozialkulturellem
      Leben Teil zu haben ... wozu ja ein ausreichender Erholungsurlaub ebenso gehört ... nebst auch ein Auto
      sofern wenigstens ein zu erwitschaftender Verdienst davon abhängt ... das lässt sich alles oft genug selbst
      für eine Einelperson von der Farce 8,50 Mindestlohn ( der selbst noch löcherig ist wie Schweizer Käse )
      in unserer Gesellschaftsform gemäß Grundgesetz Artikel 1 Satz 1 - 2 für jeden in unserem Lande NICHT erfüllen.

      Folglich ist der oberste verantwortliche für Streiks jeweilige Regierung in Berlin, und in Gesamtverantwortung
      ebenso alle in unserer Gesellschaft ... Arbeigeber welche einerseits ihrer Gier andererseits den massiven
      Beschränkungen unserer Wirtschaftsordnung unterliegen ... und weiters die Totale noch Ohnmächtigkeit
      der Einwohner unseres Landes welche noch nicht fähig selbst ihre Rechte ( ohne Tumulte usw. ) in voller
      Selbstverantwortung für sich einzufordern.

      In diesem Sinne ist auch ein Herr Weselsky nur ein Opfer und Täter zugleich in seiner handlungsfähigen Persönlichkeit.
      Was ihn jedoch ebenso NICHT von seiner vorrangigen Tätermanier Verantwortung befreit, da er nicht die Verhältnismäßigkeit
      der Mittel wahrt.
    • Ein wenig Augenmaß wäre angebracht

      Liebe Forums Kolleginnen und Kollegen,

      es sei mir an dieser Stelle der Hinweis erlaubt, dass es mich in der Tat reichlich bizarr anmutet, welche abstrusen Thesen von manchen Diskussionsteilnehmern hier aufgestellt werden.

      Aber, was solls, schließlich existiert in unserem Lande die Meinungsfreiheit und da kann jeder dann alles vortragen, was ihm richtig erscheint ungeachtet dessen, ob die aufgestellten Behauptungen zutreffend sind oder nicht.

      Aber:

      jedes persönliche Recht, also auch das Streikrecht, erfährt seine Grenzen, wenn und sobald die Ausübung des eigenen Rechts die Rechte anderer in unangemessener Weise und unzumutbarem Umfang beeinträchtigt. Genau an diesem Punkt sind wir längst schon angelangt. Die kruden Handlungsweisen der GdL zeugen von einer Chuzpe, die ihresgleichen sucht.

      Dass es auch anders geht und dass man auch mit Augenmaß, Verantwortungsbewusstsein und Rücksichtnahme auf unbeteiligte Dritte agieren kann, zeigt das Beispiel der EVG, die stets respektable und angemessene Ergebnisse für ihre Mitglieder erzielen konnte. Vielleicht sollte sich die Gdl-Führung mal vergegenwärtigen, dass es das Ziel von Gewerkschaften sein sollte,gemeinsam an einem Strang zu ziehen und sich nicht verbissen gegenseitig zu bekämpfen. De facto geht es hier ja nur noch darum, dass Weselsky als Narziss seine eigenen Machtstrukturen sichern und ausbauen möchte. Hierfür wäre ihm wohl am liebsten, wenn die EVG komplett verschwinden würde.

      Schönes Wochenende an alle, auch an Herrn Weselsky!

      Lena
    • Lena schrieb:

      jedes persönliche Recht, also auch das Streikrecht, erfährt seine Grenzen, wenn und sobald die Ausübung des eigenen Rechts die Rechte anderer in unangemessener Weise und unzumutbarem Umfang beeinträchtigt. Genau an diesem Punkt sind wir längst schon angelangt. Die kruden Handlungsweisen der GdL zeugen von einer Chuzpe, die ihresgleichen sucht.

      Lena
      Eben das meine ich ja, es werden massiv Rechte zig Millionen potentioneller Dritter in absoluter dreistigkeit verletzt,
      nur verdammt viele bemerken es nicht, da in unserem Gesellschaftssytem die meisten in ihrer Ohnmacht bereits soweit
      abgestumpft noch nicht mal die Tiefe diverser Gesetze und Regelungen je verstehen zumal die meisten ohnen wenn
      schon immer nurvorrangig auf eigenen Vorteil bedacht.

      Für mich ist eine Streikerei unter Bedingungen der Unverhältnismäßigkeit der Mittel schlichtweg gar von Menschen
      entwürdigendem Belang. Die schon noch aus Bundesbahnzeiten mitgeschleppte Problematik der extrem Überstunden
      vor sich hin Verschieberei ist selbst von den Gewerkschaften seither völlig verschlampert worden.

      Da können sie sich nun nicht einfach mal soeben hinstellen, und soviel auf einmal auf einem Schlag wollen.
      Dann doch besser alle Jahre wieder in bißchen davon, das wenigstens in 5-6 Jahren erwünschter Zustand
      eintreten kann ... anstatt möglicher weise ausser den gigantischen Gesamtschäden solcher Streiks der
      Bevölkerung zusätzlich erhöhte Beförderungskosten in ungeahnter Höhe zuzumuten, welche sich in Folge
      wiederum auch in Verbrauchpreisen wiederfinden können.

      Zumal Millionen Deutsche ohnehin vom ÖPV gänzlich abgekoppelt weil sie horrenden Tarife der Tickets gar nicht
      bezahlen können, obdem zumindest über die Grenze hinweg ( siehe * Westbahn Salzburg - Wien ) im Vergleich
      zu Metronom gar zu halben Preisen fahren lässt auch wenn dazu aus jedwedem Gemeinschaftstarif
      ausgeschert werden muß. Erst so bringt eine Privatisierung der Bahn, den Kunden überhaupt Vorteile.

      Hannover - Salzburg ... bei Normalpreis von 284,- Euro ( hin+retoure) ist ja wohl für viele eher der totale
      Preishorror, insbesondere wenn zum Beipiel nur ein Ausflug getätigt würde. Das geht sogar als Tagesausflug,
      wenn auch nur mit 5 Stund Nachmittags Aufenthalt. ( Wenn kein Nachtzug in Verwendung genommen wird. )

      ( * Im Vergleich zu Deutschland, dort jedoch eher ein IC mit Doppelstockwagen der nicht so oft hält wie der
      Metronom, da fast so schnell wie der Intercity und der Railjet dort auch am Ziel, hält eben nur wenig mehr. )

      Diesen Blickwinkel von Beispiel 284,- Euro (Normalpreis) bei einer statistischen Stagnierung der Einkommen
      der Arbeitnehmer in Deutschland auf Niveau von etwa 1983 wo selbige Verbindung vermutlich umgerechnet
      etwa 120,- Euro gekostet hat ( auf Schätzungsbasis von mir etwa gut 70 KM südlich von Hannover - Salzburg
      um 1980 herum 200,- DM eine Rückfahrkate = 100,- Euro gekostet hat. = also um etwa 164,- Euro mehr bei
      statitischen Durchschittslohnniveau von 1983 heute ! Freilich gab es damals nicht so etwas wie Sparpreise
      oder gar die BahnCard. Nur für die Jungend bis 22 das Tramperticket Ende der 70ziger z. B. um 180,- DM
      Monat soviel man viel man will zuzüglich 6,- DM IC Zuschlag. = 90,- € + 3,- € im Vergleich zu heut.

      In welchem Lohnniveau die Eisenbahner wenigstens zu recht heut auf der Gewinnseiter stehen,
      Exschwiegervater zu jener Zeit in 2400,- DM Netto in höchster Stufe bereits, = wohl etwa max 3500,- DM
      ( Brutto zuvor höher angeben um Vergleich zu heute statt damals Beamte zu heute Angestellte vergleichbarer
      zu machen, da Beamte ja im Grunde nur steuerliche Abzüge haben. Also um etwas zu bereinigend darzustellen. )
      Brutto ...= 1750,- Euro heute so ich gerade sehe höchste Stufe bei DB gemäß seiner Verwendung 3454 Brutto.

      Wir ersehen daraus das z. B. Lokführer in diesem Beispiel seit 1983 mit immehin etwa 100% mehr an Einkommen
      haben, als wie der statistische Durchschnitt aller Arbeitnehmer welcher seit irgendwann spätestens bei Euro
      Einführung soweit gesungen auf statistisches Niveau von 1983. <<< Quelle der statistischen Angabe MDR TV,
      und irgendwo im WWW.
      In diesem Sinne sehe ich es als absolut vorrangig an, die von der Gewerkschaft völlig verschleppte Überstunden
      Problematik anzugehen und vorrangig das Einkommensgefälle innert der Lokführer Tätigkeiten sowie nach
      Dienstjahren zu glätten ... denn gleicher Lohn für gleiche Arbeit bedeutet für mich NICHT das eine routinierte
      Arbeitskraft der alles locker vom Hocker von der Hand geht mehr leistet, zumal ein Rangierlokführer z. B.
      verdammt viel Drecksarbeit und eher Schwerstarbeit gegenüber jener auf der Strecke leistet.
      In diesem Sinne gehe ich zumindest in letzter Aussage immehin mit Herrn Weselsky irgendwie konform.
      Halte es jedoch ehr für sinvoll wenn oberste Einkommensgruppen auch mal eine Nullrunde einlegten
      wie im sonstigen öffentlichen Dienst mehrfach geschehen .. und die untersten Lohngruppen mal einen guten
      Schluck aus der Flasche um 10% und die der mitleren in Stufen 6,5 bis 3% mehr bekämen ...