Mich interessieren meine Rechte als Radfahrerin hinsichtlich Erstattungen und die von der Bahn zu erbringende Leistungen im Falle eines Zugausfalls.

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    • Mich interessieren meine Rechte als Radfahrerin hinsichtlich Erstattungen und die von der Bahn zu erbringende Leistungen im Falle eines Zugausfalls.

      Auf dem Rückweg von einer Nordnorwegentour (2 Personen mit jeweils einem gut bepacktem Fahrad) strandeten wir samstags in Hamburg Hbf. Da es von Kiel (Ostseefähre) nach Hamburg keine reservierten Stellplätze in den ICs mehr gab, fuhren wir mit Regionalzügen nach Hamburg um dann in einen IC (ca. 16:30) einzusteigen, in dem wir 4 Wochen vorher 2 Sitzplätze und 2 Stellplätze für unsere Räder nach Darmstadt reserviert hatten. Dieser Zug wurde dann aber über 2 Stunden lang mit Verspätung angekündigt und verschwand irgendwann vom Monitor.

      Nach 2,5 Stunden Wartezeit und permanenten Vertröstungen von Fahrdienstleitern und Info-Points und der jeweiligen Aufforderung, auf dem Bahnsteig zu warten (alle anderen Passagiere konnten zwischenzeitlich beliebige ICEs nutzen) raffte sich dann jemanden beim Info-Point doch dazu auf (nachdem ich etwas nachdrücklich wurde), sich nach dem Verbleib des Zuges zu erkundigen.

      Nach insgesamt 3 Stunden wusste ich dann, der Zug kommt nicht mehr, alle Hotels, die die Bahn reservieren konnte, waren voll, in Hannover stünde ein Ersatzzug und wir "könnten versuchen, uns irgendwie dorthin durchschlagen", allerdings seinen unsere Chancen, ihn rechtzeitig zu erreichen, sehr sehr schlecht. Alle Hotels (laut Hotel.de und Booking.com) hatten nur noch Zimmer zu Preisen ab 300,- aufwärts frei, wahrscheinlich Folge des Christopher-Street-Days am gleichen Tag. Dann folgten 1,5 Stunden Wartezeit im Servicezentrum, bis ich mit meiner Nummer endlich an den Schalter kam und das Ergebnis war: Der nächste für uns nutzbare Zug (reservierbare Fahrradstellplätze) würde ca. 24 Stunden später fahren. Auf meine Frage, was ich denn nun machen solle, da wir montags wieder arbeitet mussten, folgte das bei BahnmitarbeiterInnen mittlerweile übliche Schulterzucken.

      Erreichbare Autovermietungen hatten an diesem Abend keinen Wagen mehr frei. Wir hatten Glück im Unglück und gerade als ich noch einmal bei Europcar nachfragte, wurde unerwartet ein Kombi vorzeitig zurückgegeben, so dass wir dann um 22:00 Uhr Hamburg verlassen konnten. Im Gegensatz zur Bahn bemühte sich der Mitarbeiter echt ums uns.

      Uns entstanden dann ca. 230,- Euro Mietwagenkosten inklusive Benzin, eine nicht in Anspruch genommen Fahrkarte nebst Fahrradkarten und Reservierungen und Magengeschüre ob der "Hilfsbereitschaft" der BahnmitarbeiterInnen. Am frühen nächsten Morgen (nach einem 3-stündigen Stau) waren wir dann zu Hause.

      Ist die Bahn nun mit der Rückerstattung des Fahrpreises und den läppischen 80,- Euro Ersatzleistung fein raus (aufgrund unseres Vermerks mit der Verspätung auf der Fahrkarte)? Kennt jemand die Reaktion der Bahn?

      Ich hatte es früher mal in einer nicht so ganz krassen Situation erlebt, dass man uns einfach in einen ICE verfrachtete und der Zugbegleiter darauf hinwies, dass wir darauf achten müssten, dass durch unsere Räder niemand behindert, verschmutzt und verletzt würde. Das war´s, einfach und unbürokratisch. Hat jemand in neuerer Zeit das auch schon mal erlebt?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Monika W ()

    • Das ist freilich alles sehr bitter,
      doch ich befürchte viel mehr als wie übliche Entschädigung plus die 80,- Euro wird da kaum bei rum kommen.

      Dabei ginge es doch oft auch viel einfacher schneller weiter zu kommen.
      So wie Du schon geschildert hast, seid ihr in der Vergangenheit schon einmal mit Fahhrädern
      einfach in einen ICE verfrachtet worden. Solches sollte in extremen Ernstfällen immer möglich sein.

      Doch es sei Euch gesagt, selbst in einem ICE könnt Ihr ein Fahhrad als Gepäckstück den Bestimmungen nach
      grundsätzlich immer mitnehmen. Es darf nur nicht betriebsfähig sein, wie z. B. idealer weise gerade irgemdwo
      eines kekauft, noch in der Pappe ohne Pedale dranne under Lenker quer gestellt.
      Jedoch rein rechtlich reicht eine nicht betriebsfähigkeit aus > dies mal in ICE Zugbegleiters Ohr welchen es
      dann dennoch möglicher weise nicht ausreichen würde wenn Jemand Pedale abschraubt, und den Lenker quer
      stellt, denn so ist eine Betriebsfähigkeit garantiert nicht gegeben.

      Ansonten in solchen extrem Fällen sollte es eigentlich gereichen wenn Fahrrad in Bistroabteil abgestellt werden würde,
      was in den neueren ICE´s für etwa 8 Fahhräder ohnehin kein Problem darstellen würde da dort ja nur Standpätze
      vorhanden.