erhöhtes Beförderungsentgeld

    • erhöhtes Beförderungsentgeld

      Hallo Forum
      Meine Frau ( gelegentlicher Bahnfahrer) wurde bei einer Kontrolle mit einer falschen Karte angetroffen,hatte Karte für BahnCard 25 gelöst.
      Der Kontrolleur lies sich auf keine Diskusionen ein - erhöhtes Beförderungsentgeld 60€. Fahrkarte 4.10€ vorhanden, regulärer Preis 5.---???
      Anruf bei Beschwerdestelle mit Hinweis das Karte vorhanden war,meine Frau noch nie mit Ticketmissbrauch aufgefallen,u. mit Schwarzfahrer gleichgestellt wird hatte kein Erfolg.
      Habe jetzt die 60€ - 4.10€ für das Ticket überwiesen. mal sehen was die Bahn macht !!!!!!
      Wie seht Ihr das.Hat einer ähnliche Erfahrungen gemacht. Hätte gerne Info u. Meinungen !!????
      PS: habe 4 Kinder und habe schon etliche Fahrdienste geleistet wo Züge ausgefallen sind. Deshalb hat mich das schon etwas aufgerägt!!!!
    • erhöhtes Beförderungsgeld

      Hallo, :)

      also ich kann Dir aus meiner Sicht nur eines empfehlen: Beschwerdebrief an die Bahn AG schreiben, oder einen der am Ort ansässigen Lokalpolitiker

      über diese ausgesprochene Frechheit(!!!) der Bahn AG zu informeren und um Unterstützung bitten! Immerhin bist Du,wie ich Deinen Angaben

      entnehmen konnte, 4 facher Familienvater. Nur wegen einer falschen Fahrkarte erhöhtes Beförderungsgeld zu verlangen ist für mich, ich

      muß es so hart ausdrücken,eine Riesensauerei! Nachdem Deine Frau noch nie schwarz gefahren ist,erst recht! Nur eine kurze Frage an Dich:

      Ist Deine Frau vom Bahnpersonal darauf hingewiesen worden,daß sie die falsche Fahrkarte gelöst hat?

      Liebe Grüße

      Erwin(Moderator)
    • Erhöhtes Beföderungsentgelt

      Hallo dwhgg,

      was deiner Frau passiert ist, das ist wirklich tragisch und ärgerlich zugleich. Ich bin mir sicher, dass sie nicht vorsätzlich, sondern aus Versehen, wie auch immer die falsche Fahrkarte gelöst hat.

      Um so unverständlicher und absolut unangemessen erscheint mir die knallharte Haltung der Bahn, zumal es letztlich um einen Streitwert von ca. 1€ geht und deine Frau noch nie schwarz gefahren ist.

      Rein rechtlich ist die Rechtsauffassung der Bahn sicherlich gar nicht angreifbar. Man wird argumentieren, dass deine Frau nicht im Besitz einer gültigen Fahrkarte war und mithin das erhöhte Entgelt von 60 € zu zahlen ist. Wahrscheinlich wird sich die Bahn nicht einmal auf den Kompromiss einlassen , also Zahlung von 60 € abzügl. 4,10€ für die fälschlich gelöste Fahrkarte.

      Trotzdem teile ich die Auffassung unseres Moderators Erwin, dass es einen weiteren Versuch wert ist, einen gütlichen Vergleich anzustreben. Also nochmals Kontakt mit der Bahn aufnehmen und auf eine Kulanzlösung hinarbeiten.

      Beste Grüße, Lena
    • erhöhtes Beförderungsgeld

      Hallo Jürgen, :)

      was Deiner Frau passiert ist,zeigt mir wieder einmal ganz deutlich, daß das Personal der Bahn in Deutschland offenbar noch nichts von

      Begriffen wie serviceorientiert,kundenfreundlich,auskunftsbereit,ruhig erklären gehört hat! Man braucht sich daher beim Staatsbahnunternehmen Bahn deshalb auch nicht zu wundern,wenn sich viele potentielle Bahnkunden oder solche die es noch werden wollen,sich von der Bahn ab- und wieder dem Auto zuwenden!

      Daß es, was servicemäßig auch anders geht, soll Dir mein eigenes , erlebtes Beispiel zeigen: Ich bin vor etlichen Wochen berufsbedingt(Fortbildung

      für Rettungsdienst) nach Salzburg gefahren. Im Salzburger HBF, habe ich ,nachdem ich mein Zimmer in einer nahe gelegenen Pension bezogen habe,

      von meiner netten Wirtin auf einen Geheimtip hinsichtlich Museumsbahnen hingewiesen worden. Also, ich zum HBF,Ticket gelöst und eingestiegen.

      Kurz darauf,Fahrkartenkontrolle: Schaffner zu mir:"Geh hearns,des is des falsche Ticket!" Hams des ned gwußt? Ich: Nein. Schaffner:"Macht nix!

      Strafe brauchens ned zu bezahlen,sie können des richtige Ticket a bei mir nachlösen!".Hab ich natürlich dann gemacht. So konnte ich dann ohne

      Probleme weiterfahren,meinem Ziel entgegen.

      Du siehst also an meiner Schilderung,Jürgen,daß es wie gesagt,auch anders geht!

      NS:

      Solltest du mit der österreichischen Sprache nicht vertraut sein, liefere ich Dir gerne die Übersetzung ins Hochdeutsche nach!

      LG

      Erwin
    • Was für den einen Frechheit ist ist für das Gesetz jedoch völlig legal !
      Vom Gesetz her an sich mach die Bahn da nichts falsch !

      Vom moralischen Standpunkt aus jedoch schon, wenn so simple Mißgeschicke ungewollter art und weise
      passieren wie auch z. B. in Beipielen wenn sich wie z. B. beobachtet ein Fahrgast auf das Wort eines
      Zugbeleiter in einem verspäteten regionalen verlässt er dürfe mit seinem Sparticket auch den nächst
      erreichbaren Fernzug benutzen. ( In manchen regionalen taucht nicht mal ein Zugbegleiter auf, da oft
      keiner Anwesend. ) Gut, jener Fahrgast sich auch nie zuvor in Bahnbestimmungen sclau gemacht sich
      wenigstens vor Weiterfahrt in Würzburg am Service Point die abweichende Zugnutzung genehmingen zu
      lassen. ( Wofür in manchen Fällen nicht aml die Zeit bis zur nachfolgenden Verbindung gereicht, und
      Service Points gar zu oft mit überlanger Warteschlange versehen sind. )

      In solchen Fällen sollte doch eine Kulanz vor Recht ergehen !
      Bzw. wie im vom Threadersteller geschliderten Fall eine Nacherhebung von 4,10 vom Zugbegleiter
      durchaus völlig ausreichend sein. Meinetwegen kann die Bahn ja auch gerne eine Datenbank einrichten,
      mit derer Hilfe sie die Spreu vom Weizen unterscheiden kann. Fragte ein Zugbegleiter kurz ab unter
      welchem der angetroffene Fahrgast möglicher weise schon eingetragen sei ... würde schnell unterschieden
      werden können ob ein Mißgeschick vorliegt oder wie hier möglicher weise nur versucht werden sollte 25%
      einzusparen. Was wahrscheinlich eher seltenst der Fall sein dürfte.

      In diesem Sinne sollten sich im Grunde ALLE erhebslichst bei der Bahn beschweren, deren solch eine
      moralische Ungerechtigkeit zu Teil würde. Tun sie leider NICHT, und so wird sich Infolge weder bei der
      Bahn, noch über die Politk dazu etwas ändern. Diese Mehraufwand wird einfach gescheut !

      In obigen Sinne könnte auch unterschieden werden, wie oft schon Jemand z. B. wirklich schwarz fuhr.
      So das bei Führung eines Registers für erste ein/zweimal nur 20-30,- Euro Verwarnung ... bei dritten
      male 40 ... 4-6 mal 60,- Euro ab 7ten male 100,- Euro fällig würden.
    • Hallo Leute
      Die Sache geht in die nächste Runde.Habe heute einen Brief von den "Geiern"der DB bekommen, eine Mahnung mit 7.00Eur Mahngebühr u.4.10Eur Nachzahlung des Fehlbetrages.
      Hat jemant eine Idee was man da noch machen kann ausser Zahlen!!!!
      Suche auch noch Anlaufstellen zur Beschwerde?????
      Gruß Jürgen
    • Hallo Jürgen,

      die Angelegenheit, die Deiner Frau passiert ist, ist in der Tat super ärgerlich. Nach meiner Einschätzung wird im Ergebnis nichts übrig bleiben, als zu zahlen.

      Die These der Servicewüste Deutschland ist leider keine Mär, sondern traurige Realität. Begriffe wie Kulanz, Kundenfreundlichkeit oder gar Kundenzufriedenheit sind für die Bahn definitiv Fremdwörter, deren Bedeutung sich den dortigen Entscheidungsträgern nicht erschließt.

      Das einzige, was mir noch eingefallen ist, die Bahn betreibt ein sog. Beschwerdemanagement zu erreichen unter dbdialog/Beschwerdemanagement. Dort könntest Du Dein Anliegen nochmals vortragen, ich hab aber offen gesagt wenig Hoffnung, dass es was bringt. Einen Versuch wärs aber wert.

      Lass nochmal von Dir hören, ob Du etwas erreichen konntest.

      LG, Lena
    • Da wird ihm leider auch nichts anderes übrig bleiben ausser zu zahlen, da die Bestimmungen
      so nun einmal rechtlich so sind und zumindest entsprechend Gleichbehandlungsgrundsatz sogar
      als gerecht angesehen werden können.

      Einfach hier mal nachlesen ...
      db-fahrpreisnacherhebung.de/haeufige-fragen/

      Was frelich auf oben geschilderte art und weise gerecht ist, mag freilich in vielen unberücksichtigten
      Sonderfällen ... im Sinne von KEINEM Vorsatz, sondern nur unbemerkt aus versehen wiederum nicht
      gerade sozial gerecht sein. Und solchen bezüglich könnte da im ÖVP generell erheblich nachgebessert
      werden.


      Denn schaut mal, was wäre wenn ...
      Unerwartet reicht das Geld für Heimfahrt nicht mehr, oder Geldbörse wurde gar gestohlen ... was dann ?
      Wenn nicht mal mehr an vielen Stationen ein Ansprechpartner, Abend oft auch an größeren nimmer mehr.
      Wie dann nach Hause kommen wenn auch keine Abholmöglichkeit gegeben ?

      In solchen Fällen mag gar schnell ein MIT Vorsatz ohne Ticket zu fahren vorliegen,
      dann jedoch nur aus purer Notlage geschehend ... auch hier sei dem ÖVP gut beraten
      sich irgend etwas einfallen zu lassen das Bürger dennoch ihrer Heimfahrt nachträglich
      ohne 60,- Strafgebühr ... zahlen können.
      So etwas vor wenigen Wochen erst beobachtet, wo einem Fahrgast am Ticketautomaten
      das Geld ausging ... und so für seine Heimfahrt nur mit einem Ticket für Teilstrecke
      zweite Hälfte unterwegs wahr.