Stuttgart21: 120.000 Euro für zwei zerschossene Augen

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    • Stuttgart21: 120.000 Euro für zwei zerschossene Augen

      Wahrscheinlich ist es bei den meisten bereits in Vergessenheit geraten, aber am 30. September 2010 demonstrierten Stuttgarter gegen die Abholzung im Schlosspark. Die Zuständigen entschieden damals die Demonstration aufzulösen und setzten dafür unter anderem Wasserwerfer ein. Dadurch wurden mehrere Menschen verletzt. Am bekanntesten ist sicherlich noch das Bild eines älteren Herrn, der mit blutenden Augen nur noch gestützt gehen konnte.

      Dieser und andere Betroffene haben nun ein Schmerzensgeld erhalten. Dabei wurden Summen ab 300 Euro gezahlt. Der Mann, der auf den Bildern mit zwei blutenden Augen zu sehen war und seither nahezu blind ist, bekommt mit 120000 Euro die höchste Summe.
    • Das zeigt schon sehr schön auf wie sehr das Prpjekt aus ploitischem Willen anstatt aus Vernunft umgesetzt wird.
      Ein Auflösundg der Demonstration war so gar ncht notwendig, mit ein bißchen Fingerspitzengefühl und notfalls innert
      viertel Jahr später hätte es viertel Jahr später auch ohne solch Kolleteralschäden geklappt.

      Doch besser sie hätten statt dessen Bad Canstatt einen guten Fernbahnsteig spendiert durch bau eines Tunnels unter
      dem Rosenstein Park ( der ohnehin gebnaut werden soll ) , oder der Mecedes Benz Park Station dahinter wo ausreichend
      Platz .. die würde erreicht durch den Ausbau ( 3 gleisig ) des Gütergleises im Norden ... und einem kurzen Zubringer
      zum Hbf direkt vom Ferngleis ab Bad Canstatt innert 6 Min. dahinter 8 Min.

      Selbst für Anschluß zum Flughafen hätte man ohne Tunnel ähnlich verfahren können, so hätte es gereicht vor Wendlingeneinen
      Abzweig nach Filderstadt, so auch von Filderstadt Richtung Nürting - Tübingen von etwa bei 12 KM max zu bauen ... so hätten
      beide S-Bahn Linien des Flughafens sehr schön im Kreisverkehr laufen lassen können. Sowie zu bestimmten Zeiten wo viele
      Fluggäste zum Flughafen wollten es ähnlich machen können wie in Wien .. ausser S-Bahn noch zusätzlich einenCity Aitprt Train
      direkt Zug ohne Halt über Esslingen - Plochingen - Filderstadt zum Flughafen einzusetzen.... der muß ja nicht gleich soviel teurer
      sein wie in Wien, hier dann sozusagen nur dem 1 Kl. Preis entsprechen.
    • Eben, hier geht es mehr um das Prestige anstatt einen wirklichen Nutzen für die Nutzer zu erzielen.
      Klar wird es dann künftig schneller durch Stuttgart durchgehen, das steht ausser Frage. Doch im
      Grunde auch nur wenige Minuten wobei sich der Aufwand dafür eigentlich gar nicht rechnet.

      Vor Stuttgart haben sogar schon die die Städte Frankfurt und München so etwas ins Auge gefasst,
      jedoch wieder verworfen da viel zu teuer ... doch auch dort könnte man auch mein erwähntes Prinzip
      mit Zubringern umsetzen ..

      In München wäre sogar in Pasing wo ohnein der eine oder andere ICE hält noch genug Platz für einen
      weiteren Bahnsteig an dem ein Zubringer direkt zusätzlich halten könnte und ein ICE dann in alle Richtungen
      von dort weiter fahren .. bzw. ein ICE Doppelzug würde dort getrennt und ein Teil endete in München Hbf.

      In Frankfurt böte sich dafür Frankfurt Süd an, an dem nur sehr wenige ICE so ausschließlich der erste
      von Köln nach München hält ... also erst gar nicht in den Kopfbahnhof hineinfährt. Dort könnten eigentlich
      gar fast alle ICE ( mit Außnahme die zu jenen Zeiten wo Pendler ins Bankenviertel ein und ausfahren )
      ausschließlich halten .. vielleicht die U-Bahn in die City dort zumindest auf Züge bezogen verbessern
      sind ja nur 2 Haltestellen weit in die City von Frankfurt.

      Und statt horrende Kosten für Stuttgart 21, lieber so einiges in der Infrastruktur verbessern.
      Dabei denke ich an wenigstens drittes Gleis von Lüneburg - bis Hannover, so auch evt. Ausbaustrecke
      Gemünden (Main) - Aschaffenburg .. Verlängerung. So auch z. B. Würzburg - Heilbronn - Stuttgart
      für Fernzüge fit zu machen .. ist nämlich eigentlich Unsinn vom Norden über Frankfurt - Flugh - Mannheim
      nach Stuttgart in überfüllten ICE ... so wenigstens auch IC über Würzburg und Heilbronnn zu führen.
      Ist übrigens so auch in Min. nur marginal länger ICE bis Würzburg und ab da mit RE ...
      ( Und das auch nur weil längerer Aufenthalt in Osterburken )

      So auch mehr ICE´s einzukaufen,, denn nur als Beispiel ab Hamburg - München ist am Tage ICE so
      schon bei Start recht gut gefüllt ... da fände ich weiteren ICE auf Relation ab Hannover - München
      und der dann vielleicht ab dort im 2 Stund Takt bis Salzburg/Innsbuck hinaus sinnvoll.
      ( Nach Salzburg hier um den 2 Stund Takt des RJ zu 1 Stund Takt zu ergänzen, und Insbruck dann
      ebenso den EC Takt zu ergänzen. )
    • Das sehe ich etwas anderes. Alleine die Umstiegszeit in einem der anderen Bahnhöfe würde die Reisedauer doch schon mindestens um 10 Minuten verlängern. Bei einer Verspätung, zum Beispiel einem Zugausfall, dann auch gerne mal um über eine Stunde.

      Damit wäre die Bahn für Pendler schon viel unattracktiver.
    • Das ist halbwegs blödsinn, Pendler fahren meist sowiso aus der Fläche mit Regionalzügen in die Städte.
      Sind in der regel eher nur wenige welche da mit Fernzügen soweit pendeln. Zudem sind solche Pendler
      welche da von Karlsruhe, Mannheim, Ulm mit Monatsticket von 311,- bis 373,- im Monat dann schon
      ganz schön dumm soweit bei solchen Kosten welche ein Buttolohn /Gehaltsanteuil von 500,- bis 650,--
      Euro verschwenden nur um noch unnötog weit zu fahren, zeit zu verschwenden / für nix aufzuwenden
      viel besser bedient vor Ort für 500,- bis 650,- Euro weniger zu arbeitenwas in dieser Rechnung dann
      im Gehalt noch ebenso hoch im Netto ... doch schon viel Zeit im Monat zusäötzlich einspart.

      Außerdem würden sich viele Pendler gar Zeit einsparen, um erst gar nicht unnötig in Stuttgart Hauptbahnhof
      einfahren .. dort umsteigen .. und wieder ausfahren zu müssen. Einzigt im Nachteil wären jene wo in Stutggart
      City hineinpendeln müssen. - Doch dafür brauchte der Hauptbahnhof ja auch gar nicht abgerissen zu erden,
      wenn Nahverkehr überwiegend weiter ab HBF startet oder endet ... Start und in Stuttgart endende Fernzüge
      ebenso. Es beträfe dann ja mit Halt nur in einem anderen Bahnhof lediglich die Fernzüge.

      Tatsache ist das in Folge nach Berechnungen die Stuttgarter selbst eine Hauptlast von bei 90% der wahrscheinlich
      an die 10 Milliarden tragen müssen ... wobei die DB mit kaum mehr als 1 Milliarde zum Schnäppchenpreis bei
      herauskommen wird ... somit der Hauptgewinner sein wird, und der Stuttgarter Bürger der Hauptverlierer.
    • @demokratic Wie es in Stuttgart ist, kann ich nicht sagen, aber die Verbindung zwischen Hannover und Köln wird früh morgens von sehr vielen Pendlern genutzt. Klar, eine Wohnungsnahe Arbeitsstelle ist oftmals wünschenswert, aber mit Familie nicht immer umsetzbar. Außerdem gibt es genügend, die zwischen verschiedenen Arbeitsstätten pendeln oder als Berater arbeiten und entsprechend für den Auftrag zum Kunden pendeln.

      Bzgl. der Kosten: Die Stadt Stuttgart zahlt für den neuen Bahnhof "nur" ca. 250 Millionen Euro ohne den Wert für die überlassenen Grundstücke. Der Rest wird von Land, Bund, EU und Bahn bezahlt. Unabhängig was ich von Stuttgart 21 halte, finde ich eine Ablehnung alleine wegen der Kosten nicht gut, denn dann könnte kein Großprojekt mehr verwirklicht werden. Die ganzen S- und U-Bahnen wurden in den 50-70 Jahren auch stark subventioniert und viele wären ohne nie entstanden. Ähnlich sieht es bei dem neuen Hauptbahnhof in Berlin aus. Ohne Subventionen wäre auch der nie entstanden. Auch bei dem steht außer Frage, dass auch andere - viel günstigere - Lösungen das Verkehrsproblem gelöst hätten.
    • Meine Antwort hinsichtloch Kosten berufen sich auf eine ernst zu nehmndes Youtube Video welches NICHT von irgend einem Hinz und Kunz erstellt wurde sondern zumindest aus TV entsprungen ... in jenem Video wurden alle Kosten wie wer wann und was usw zu tragen hat inklusive Gegenrechnungen kamen für die DB dann unterm Strich nur noch eine Millarde für die DB bei heraus ... ein wenig der Bund und das Land .. und für Stutgart zu dem Zeitpunkt locker irgendwas bei über 4 bis 7 Millarden .. je nach dem as am Ende tatsächlich gesamt bei herauskommen wird.

      Im Grunde handelt es sich dabei um ein kompliziertes Finanzierungsgepflecht, wobei lediglich nur im Anfang die Kostenangaben für die DB hoch erscheinen .. doch am Ende sozusagen eher so Richtung Lapalie für die DB betragen sollen. Wobei hier auch beachtet werden muß, das die gigantischen Grundstücksverkäufe ja der DB zu gute kommen ... was es hier für Euch Leser ein kleines Stück erkennbarer werden lässt .. das dabei die DB quasi der Gewinner ist .. und der Rest im Grunde nur Zahlmeister und die Stadt Stuttgart aus finanzieller Hinsicht der große Verlierer sein soll.
    • Hast du einen Link? Im Grunde kann alles schön und auch schlecht gerechnet werden. Meine Zahlen beziehen sich auf die aktuell geplanten Kosten.

      Unabhängig davon sind fast alle öffentlichen Verkehrsmittel subventioniert. Ohne wäre hier sicherlich auch keine Weiterentwicklung möglich. Die Bahn konzentriert sich aktuell darauf wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Das ist von der Bundesregierung ja auch so gefördert worden. Außerdem hat die Bahn noch immer große Schwierigkeiten Ausschreibungen zu gewinnen. In vielen Fällen können die privaten Bahnunternehmen, auch weil die nicht so viele Altlasten mitschleppen, nicht alle ausbilden, etc. viel günstiger sein.

      Entsprechen sind aktuell bei der Bahn gar nicht die Mittel für solche Projekte vorhanden. Eine Weiterentwicklung des Schienennetzes ohne Subventionen ist also aktuell kaum vorstellbar. Die Frage ist also, auch unabhängig von Stuttgart 21, ob solche Projekte gewünscht sind.

      Außerdem sollte nicht außer acht gelassen werden, dass die Menschen in Baden-Württemberg für die Finanzierung von Stuttgart 21 gestimmt haben.
    • S21 hat klare, sinnvolle Ziele. Es wird seit den 80ern geplant, seit den 90ern der Öffentlichkeit präsentiert, es gab mehrere Abstimmungen darüber.
      Die meiste Kritik daran halte ich für verschwörungstheoretischen Unsinn. Warum jemand der vorsätzlich, mehrfach in einen Wasserstrahl rennt
      Anspruch auf eine Entschädigung erhällt, entzieht sich mir vollständig. Ich bin nur froh, dass die Generation meiner Eltern die S-Bahn nicht
      verhindert hat (und dass es meine hier auch nicht schaffen wird).
    • S-Bahn war ja auch etwas gänzlich anderes, da im Grunde ja nur ein Ausbau wie auch Ersatz von früheren normalen
      niedersten Personenzügen und so leicht in einem kurzen Takt erhebliche Verbesserungen erbringen zu können.

      Ein Stück bauliche Kultur die im Grunde ewiglichen Denkmalschutz bedarf einfach mal eben völig zu entfernen ist da
      schon etwas ganz anderes. Da ging mir selbst der 360 Millionen schwere Umbau vom Salzburger Hauptbahnhof viel
      zu weit. Dort hätte es z. B. locker gereicht zumindest den großen Mittelbahnsteig samt seinen Sackgleisen zu erhalten,
      die beiden anderen in Restauration meinetwegen zu verbreitern .. die Unterführungen ausubauen. Doch nun empfinde
      ich das Machwerk als eher als eine Katastrophe.

      Damalige Begründung Sackgleise wären nicht mehr zeitgemäß ist ein schmarnn, denn noch immer kommen zu genüge
      Züge aus München, Landshut und S-Bahn aus Bad Reichenhall ... so auch aus Richting Linz und Zell am See usw. dort
      endend an., welche nun wahrlich keine Durchfahrtmöglichkeit benötigen. Es wären dennoch noch 7 Durchgangsgleise
      für relativ wenige durchgehende Verbindungen vorhanden gewesen.

      Stuttgart 21 stößt für mich lediglich die Bahnhofskatastrophe Nummer 1 = Hauptbahnhof Berlin auf Nummer 2 zurück.
    • @Tolive

      Da nach Jahren noch bei Youtube bestimmte Videos wiederzufinden wäre ein scwieriges und langwieriges unterfangen.
      Tatsache ist jedoch offizielle Angaben sind generell mit Vorsicht zu genießen, teurer wird es j agrundsätzlich immer, und
      von dem internen Finanzierungswirrwarr wird die Öffentlichkeit in der Regel ohnehin bewahrt .. denn damit würden die
      Bürger zumindest ebenso mehr verwirrt als tatsächlich aufgeklärt ... und so lässt ich nebenbei auch recht gut einiges
      verstecken was der allgemeine Bürger besser nicht wissen sollte.

      Von den ganzen Aktionen bezüglich " Stopp von Stuttgart 21 ist billiger als weiterbau " bekommt der allgemeine Bürger
      ja auch fast nichts mit.

      @Honimbo

      Klar wer sich in Gefahr bringt, darf sich nicht wudern gegebenen Falles einen gesundheitlichen Schaden zu erleiden.
      Will auch heißen, zu heftiger Protest bringt in der Regel auch nicht mehr als ein friedfertiger Protest, und hat sich dann
      ein eher agressiver Demonstrant gegebenen Falles gesundheitliche Belange an seiner Person auch weitreichend selber
      zuzuschreiben.
    • Natürlich wird, insbesondere wegen Fehlplanung und Misswirtschaft, viel Steuer-Geld verschwendet, aber das per se zu verallgemeinern halte ich für falsch. Im konkreten Fall wurde die erste Kostenschätzung 1995 gemacht. Damals noch in DM, ohne Mindestlohn und weniger starken Bauvorschriften. Entsprechend war auch der offizielle Betrag damals viel kleiner. So ist das eben bei solch langwierigen und umfangreichen Projekten. Wobei hier zu gute galten werden muss, dass in den letzten Jahren viele neue Vorschriften hinzu kamen, damit solche Berechnungen auch zukunftsfähig sind. Allerdings lassen sich Dinge wie der Brexit oder ein Trump nur schwer vorhersagen ...

      Allerdings hast du mit deinem "verstecken" nicht unrecht. Wobei das viel mehr daran liegt, dass oftmals die Planer von den Politikern abstruse vorgaben bekommen und damit echte Berechnungen nicht mehr möglich sind. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist der neue Flughafen in Berlin. Anstelle von einer richtigen Planung gab es immer wieder Einmischungen von Politikern. Zunächst sollte der Flughafen möglichst günstig werden .... dann wieder alle gestrichenen Zusätze umgesetzt werden ...

      Unabhängig davon ist ja auch viel mehr die Frage, ob das Projekt gewünscht ist oder nicht. Billiger ist ja nicht gleich besser. In Hamburg wurde vor kurzem die Elbphilharmonie eröffnet. Die Kosten waren auch höher als geschätzt und billigere Lösungen hätte es auch gegeben. Nun ist es fertig und wird als neues Wahrzeichen von Hamburg gefeiert. Eine billigere Lösung, also zum Beispiel ein funktionaler Bau, würde das sicherlich nicht.

      Bei Stuttgart 21 sehe ich momentan eher das Problem, dass durch den Druck benötigte Anpassungen nicht mehr umgesetzt werden und dadurch am Ende nur ein mäßiger Bahnhof entsteht.