Mobilitätsservice

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    • Mobilitätsservice

      Meine ersten Erfahrungen mit der Deutschen Bahn und ihrem Mobilitätsservice




      Ich bin Rollstuhlfahrer und entschloss mich kurzfristig wegen des Winterwetters nicht mit dem Auto, sondern mit der Deutsche Bahn von Zossen nach Mindelheim im Allgäu zu reisen. Das war meine erste Bahnreise und damit auch das erste Mal, dass ich den Mobilitätsservice der DB in Anspruch nahm.

      Zuerst studierte ich die Fahrpläne undsuchte eine Verbindung mit den wenigsten Umstiegen aus. Dann las ich die mehrseitigen Bedingungen für den Mobilitätsservice der Deutschen Bahn durch und rief dort an. Die Mitarbeiterin nahm alle Daten auf, reservierte Plätze für mich und meine Begleiterin und versprach, dass mich Servicemitarbeiter auf den Ein- Um- und Aussteige-Bahnhöfen erwarteten und mir halfen. Die Daten erhielt ich per E-Mail.


      Die Abfahrt sollte am 15.01.2017 um 8 Uhr 16 sein. Am 14.01. gegen 20 Uhr rief eine Mitarbeiterin des Mobilitätservices an und teilte mir mit, dass die Abfahrt auf 7Uhr 51 vorverlegt wurde. Wegen des sich daraus ergebenden Aufenthaltes in Berlin-Südkreuz von 1 Std und 30 Min. bestellte ich den Service kurz vor 22 Uhr auf Berlin-Südkreuz am 15.01.17 um 9 Uhr 37 um. Ich hatte ein mulmiges Gefühl.

      An der Info am Bahnhof Berlin-Südkreuz erwartete uns der Service-Mitarbeiter, half beim Gepäck und professionell beim Einsteigen in den IC mittels des Hubliftes. Wegen eines Problems im Wagen Nr. 9 bekamen wir Plätze in der 1. Klasse in Wagen Nr. 11. Die Mitarbeiter gaben die Standort-Änderung an den Umsteigebahnhof München weiter.

      Der Zug hatte 5 Min. Verspätung, weshalb sich die Umsteigezeit in München von Bahnsteig 5 auf Bahnsteig 32 auf 11 Min verringerte. Die Servicemitarbeiterin mahnte zur Eile und lief voran. Meine Begleiterin hatte Schwierigkeiten, dem Tempo mit ihrem Gepäck stand zu halten. Nach gut einer Std. erreichten wir um 17 Uhr 24 den Bhf. Mindelheim. Die Rampe des RE wurde ausgefahren. Auf dem Bahnhof stellten wir fest, dass der Aufzug defekt und die Treppe für einen Rollstuhlfahrer unpassierbar ist.

      Der Zugführer bot nach Rücksprache mit seiner Einsatzstelle an, uns bis Memmingen mitzunehmen. Dann sollten wir mit einem Zug nach Mindelheim zurückfahren, der auf einem anderen – extra umgeleiteten- Gleis ankommen sollte.

      Inzwischen ging meine Begleiterin zum Bahnhofsgebäude, um Hilfe zu holen. Aber dort war niemand mehr. In der Bahnhofsgaststätte erklärten sich sofort drei Männer bereit, zu helfen, trugen meinen Rollstuhl und halfen mir die Treppe hinunter.

      Ich möchte der Deutschen Bahn und den Mitarbeitern des Mobilitätsservices meinen Dank und ein Lob aussprechen.
    • @Chris Erst einmal möchte ich dich hier im Forum begrüßen.

      Deinen Beitrag finde ich klasse. Nicht nur, weil in deinem Fall trotz Pannen alles geklappt hat, sondern auch weil er schön den Aufwand von Rollstuhlfahrern zeigt.

      Leider gibt es in Deutschland noch genügend Bahnhöfe, die nicht barrierefrei sind. In meiner Nähe werden auch gerade zwei modernisiert. Bis dahin sind die nicht oder nur über einen Umweg für Rollstuhlfahrer zugänglich. Ich würde mir wünschen, dass die Modernisierung schneller vorangeht.

      Ansonsten wünsche ich dir, dass du auch in Zukunft so gute Erfahrungen machst und immer hilfsbereite Mitmenschen trifst.