Locomore ist insolvent

    • Locomore

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    • Danke für die Mitteilung.

      Schade ist das sicherlich. Aber ohne Wunschbrille war Locomore für mich von Beginn an eine Seifenblase, die unweigerlich platzen musste.

      Der Fernverkehr ist in Deutschland hart umkämpft und Locomore hatte kaum eine Stimme in der breiten Masse. Für benötigte Werbemaßnahmen fehlen/fehlte sicherlich das Geld. Aber selbst wenn es vorhanden gewesen wäre, hätte es sicherlich nicht viel gebracht. Locomore bietet aktuell nur eine Strecke an und diese wird auch täglich nur einmal per Hin- und Rückfahrt bedient. Für Vielfahrer also nur interessant, wenn deren Zug zufällig die benötigte Strecke zur benötigten Zeit befährt. Alle Urlauber schauen doch vorzugsweise auf bahn.de oder einer der Fernbusseiten und dort taucht der Locomore nicht auf.Selbst wenn, und das war in der Anfangszeit oft der Fall, die Reisenden durch Funk- und Fernsehen auf das Angebot von Locomore aufmerksam gemacht wurde, werden die wenigsten ein für sie passendes Angebot gefunden haben ... und danach wieder bei bahn.de gesucht haben.
    • Genau das Problem ist und war weil die so selten fuhren. Hätten sie eine kooperation mit einen Fernbus Anbieter geschlossen der zu anderen Zeiten gefahren wäre.
      Wieso funktioniert bei uns die Westbahn? Ganz einfach billige Tickets und Stündlich ein neuer Moderner Zug mit Wlan und allen drum und dran.
      Klar bis heute macht die Westbahn nur wenig gewinn dafür fährt sie.
    • Mit der Westbahn in Österreich lässt sich das daher schon nicht vergleichen da diese auch ein ganz ganz reicher gegründet hat und auch sonst höhere Geldquellen dahinter stehen. Denn sonst wäre die bei rund 505 Preis der ÖBB auch schon längst pleite .. gemäß letzter Eintragungen in der Wikipedia müßte sie immer noch in roten Zahlen fahren ... jedoch von Jahr zu Jahr in erheblich schrumpfenden Millionen Defiziten. Es besteht also bei ihr eine große Chance das sie nicht in Insolvenz geht.

      Ein wichtiger Grund bei der Westbahn wäre auch, sie pendelt den kompletten Tag stündlich Wien - Salzburg - Wien was etwas hänzlich anderes ist wie Niur einmal Stuttgart - Berlien - Stuttgart. Das ist im wesentlichen nur für Stuttgarter bis Frankfurter am Morgen interessant .. so auch eher über mehrere Tage in Berlin verbleibend ... für Berliner / Hannoveraner ähnlich.

      Locomore hätte im Grunde mit einigen Zügen mehr starten müssen, zumindest soviel das alle Stund auch von den Haltebahnhöfen inklusive Fahrgädte aus angemessenen Einzugsbereich auch früh morgens starten müssen damit auch ein hohes Potential an Fahrgästen erreicht worden würde.
      Zusätzlich evt. auch aus verschiedenen Richtungen anfahren z. B. in Hannover so einige Kurswagen Aachen/ Köln in Fulda wären da auch Kurswagen aus München möglich.
      Und Zugbindungen nicht restrektiv haltend = z. B. wenn wer von irgendwo in Zufahrt mit anderer EVU auf Grund Verspätung den Anschluß nicht erreicht eine Weiterfahrt mit nächstem Locomore zu gewähren.

      Für interessenten an sonstiger Strecke daher viel weniger interessant, Ausflügler wie für mich schon gar nicht, da solche möglichst früh auch auf Teilstrecke starten müssen um nicht z. B. bereits nach 1,5 Stund oder so wieder return fahren zu müssen. Dazu würde mich auch noch eine Reservierung gewaltig stören, da ich in der Regel nicht plane .. also gerade Lust, Wetter passt usw, für einen Tagesausflug und los ... da würde es mir z. B. nicht mal helfen wenn ich dennoch auf gut Glück ein Platz einnehmen müßte und evt. sonst umsonst ein Zubringerticket bezahlt hätte weil ich nicht mit käme.

      Gerade jene Zielgruppe von Ausflüglern wird von der DB im Fernverkehr vernachlässigt, es ist auch jene die im Grunde am wesentlichsten auf Pünktlichkeit und auch ausreichend freie Sitzplätze angewiesen sind ... bei allen anderen mangelt es meist nur an unzureichener Planung z. B. keine verpatzten Anschlüsse usw. mit einzukalkulieren. Was mir jedoch meist immer gelingt, z. B. durch vorrausschauendes fahren .. mehr als sonst notwenig in Vorrausschau ala was wäre wenn in der Abfrage zu recherchieren um vorzeitig aus verspäteten Zug raus um den nächsten Anschluß schon ein Paar Stationen früher als im Reiseplan dann dennoch zu erreichen.

      Unterm Strich, wenn Finanzgeber da nicht gerade mindestens 100 Millionen ( möglichst ein Milliardär) schwer, umso mehr umso besser hätte Locomore besser gar nicht erst angefangen. Um so etwas wie bei Locomore aufzubauen muß man als Eigenkapital möglichst zuvor mindestens 3 besser 5 Jahre komplett abdecken zu können, zumal etwaige Gewinne aus laufendem Betrieb ja eher zur Expansion anstatt zur Deckung laufender Kosten benötigt werden.
    • demokratic schrieb:

      Ein wichtiger Grund bei der Westbahn wäre auch, sie pendelt den kompletten Tag stündlich Wien - Salzburg - Wien was etwas hänzlich anderes ist wie Niur einmal Stuttgart - Berlien - Stuttgart. Das ist im wesentlichen nur für Stuttgarter bis Frankfurter am Morgen interessant .. so auch eher über mehrere Tage in Berlin verbleibend ... für Berliner / Hannoveraner ähnlich.
      Genau das ist der Punkt.
      Die Westbahn wird bald mit ihren neuen Zügen Salzburg - Wien HBF fahren (zusätzlich zu Wien Westbahnho)!!!
      Das wird erst spannend. Wenn man in grossen stiel Trassen und anderes bucht siehen die Rabatte auch anders aus als wenn man nur einmal am Tag fährt.
    • Weil der feine Herr von Locomore die Leute geprellt hat.
      Ob aus unwissen oder grobe Fahrlässigkeit sei dahingestellt.

      Zb. Wie man langfristig die nach den EU Gesetz geltenden Fahrgastrechte bedienen will sprich Y fahrgäste x X€ pro verspätung.
      Wie man sich rechtlich von der DB Sparte die die gleise unterhält sich eine entschädigung rausholen will.

      Das man nicht mal 6Monate ohne einen Cent einzunehmen fahren kann...

      Sorry ich habe mit selber durchgerechnet was es kosten würde zumindestens in AT einen Zug zu mieten und unter den besten Voraussetzungen wäre es billiger bei der ÖBB die gesammte 1te Klasse von einen Railjet zu mieten.
    • @neo Verspätung war bei Locomore eigentlich kein Thema, da sie die Trassen nur in der freien Zeit nutzen konnten. Das bedeutete an einigen Stellen Pausen, mit denen man Verspätungen schnell wieder weg bekam.

      Ansonsten hat Locomore schon Geld verdient ... nur nicht genug. Auch ist mir nicht bekannt, das Locomore bis zur Insolvenzeröffnung die Rechnungen nicht gezahlt hat. Hast du dazu belege?
    • "FB" schrieb:

      Betriebsmeldung: LOC 1818 erreicht Berlin heute mit ca. 60 Minuten Verspätung. Auch die Abfahrt von LOC 1819 wird sich um ca. 15 min. ab Lichtenberg verzögern.

      "FB" schrieb:

      Betriebsmeldung:
      LOC 1819 ohne Wagen 3 - 5 und ca. 120 Minuten später!
      auf die schnelle...
      Ansonsten hat Locomore schon Geld verdient ... nur nicht genug.
      Genau man muss sich vorher überlegen wie man Geld verdienen will. Sage ja das man nicht genug Geld hat um 6 Monate durch zu halten ist schon fahrlässig in meinen Augen.
    • Sehr schade,

      ich bin einmal mit Locomore verreist. Fande das Konzept gut und spannend. Mein Neffe ist mehrmals damit nach Berlin gefahren, gerade für Studenten war das eine gute Sache.

      Aber na ja man muss mit Geld gut wirtschaften können. Schade, dass es nicht alle können. Ein bisschen Konkurrenzdruck auf der Schiene hätte der Bahn nicht geschadet ;)
      Lust auf einen kleinen Plausch? Dann schreib mir doch einfach! ^^
    • 30.05.17 — Kein Zugverkehr bis 13. Juni
      Liebe Fahrgäste des Locomore,
      aufgrund des laufenden Insolvenzantragsverfahrens müssen die untenstehenden Locomore-Züge bis Dienstag, den 13. Juni ausfallen.
      Locomore bemüht sich gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter weiterhin intensiv darum, eine möglichst zeitnahe Wiederaufnahme des Zugverkehrs zu ermöglichen. Es wurden mehrere Angebote von potenziellen Investoren beim vorläufigen Insolvenzverwalter abgegeben - wir sind guten Mutes und danken Euch für Euer Verständnis.


      locomore.com/de/aktuelles/2017-05-30/


      Na wer da rein investiert, muß aber auch Geld zum verschleudern übrig haben.
      Ohne richtige Konkurrenz sein zu können, im Beginn wenigstens im 2 Stunden Takt,
      und nicht bei so niederen Mondpreisen die Kosten gar nicht decken bleibt Chance
      eher recht gering.

      Hoffentlich wird da auch nicht vergessen das es im Grunde Investoren benötigt denen
      Geld recht nachrangig ist .. denn in der Regel kosten Investoren später auch Geld und
      würden sonst die Einnahmen schmälern.
    • Da so niedere Preise zu einem Beginn im Grunde viel zuviel Kapital im Vorlauf benötigen um unzureichende Auslastung finzieren zu können .. wäre es auch sinvoll in den Anfängen etwa zu 80% Flexpreis der DB zu fahren. Evt, schon so etwas wie eine BahnCard von jedoch nur 15% und 30% bei 50,- bzw. 80,- Jahresgebühr einzuführen .. dafür ein großzügigeres Punktsystem welches sich sozusagen meist erst ab 1 1/2 Jahren in Form von Freifahrten für den Kunden rechnet. Damit zunächst überhaupt erst einmal in die schwarzen Zahlen gekommen werden kann.

      4 Fahrten am Tage erscheinen mir jedoch eher noch zu wenig, eher mindestens 6-7 oder so, und Verzicht auf Zugbindungen .. oder Zugbindung nur via etwa 10% Rabatt. Der große Vorteil von flexiblen Tickets sollte nicht außer acht gewerden lassen.

      Mit der Zeit würde sich herausstellen ob man einen Zug um 1-2 Wagen verkürzen um damit einen anderen verlängern könnte. Auch wäre es eine Überlegung wert ob jeder Zug unbedingt über Darmstadt geführt werden müßte, sondern zu manchen Zeiten über Mannheim - Mainz (Kopf machen ) - Frankfurt Flughafen - Frankfurt statt Hbf über Süd wenn über Fulda .. oder eben Hbf Gießen - Marburg .. und nicht unbedingt jeder über Hanvoer sondern Hildesheim - Braunschweig - Magdeburg.

      Oder statt bisheriger Streckenführung Stuttgart - Berlin, die für nächste angedachte Strecke Köln - Berlin( teils über Magdeburg ) ... denn auf dieser liegen hohe Navhfragen bei vergleichsweise niederen Kapazitäten der DB vor. So erst Stuttgart - Berlin für später.
    • 4 Züge pro Richtung (egal welche Strecke) 2 in der früh und 2 am Abend. (Das ein Zug in der früh in und zu Mittag retour fahren kann).
      In Deutschland ist das mit den Karten schon irre...
      Bei uns bekommst du 50% Rabatt auf den Flex Preis und Punkt (am Schalter 45%) da braucht es keine 1te Klasse, 2te Klasse 25%, 50%,.. Karten.

      Die Westbahn hatte auch lange die 50% von der Vorteilscard rabatt jetzt sind die Preise (leicht) gestiegen.

      Der riesen nachteil ist weil sie eben alte Züge verwenden da ist es mit Bareierfreiheit nicht gut!
      Pensionisen und Kranke müssen in den Zug hinein klettern! Und von Reisenden mit Gepäck reden wir mal nicht.
      Ideen gäbe es ja dafür nur wenn ich das schreibe wollts mich sicher einweisen lassen *gg*.
    • Für mich ist das große Manko bezüglich der Flexibilität.
      Das wäre auch das einzigste was ich da dann bezüglich Ticket gegenüber der Westbahn nicht so toll fände, welche nach nunmehr 5 Jahren auch erstmalig schwarze Zahlen schreiben soll ...



      Will ja nun auch bald halbstündlich Wien - Salzburg unterwegs sein, dazu bereits stündlich nach Innsbruck und Südbahn ist in Zukunft auch angedacht. Im Prinzip böte sich da aus meiner Sicht, soweit Innsbruck innerlandes gefahren wird auch jeder zweite nach Innsbruck an der in Schwarzach St. Veit als Doppel unterwegs, und ab dort ein Teilzug übers Gasteiner Tal nach Klagenfurt führe ... dann kämen die im Gasteinertal auch aus ihrem mageren 2 Stund Angebot nur des IC´s heraus.

      Für mich wäre im Grunde da in der Regel nur Ausflugstechnisch unterwegs so etwas wie ein Trampertagesticket welches dann auch wirklich alle Bahnen einschließt ideal. Und da könnte ich dann z. B. so wie jetzt also zu private Bahnen die dann früher oder später das DB Angebot verringert schwerlich gebrauchen.

      Ich würde mich da z. B. auch gerne unterwegs flugs umentscheiden können, auch wenn es nur um Station machen zu können beträfe, und da störten mich dann zu private Bahnen mit auschließlich eigenen Tarif enorm.

      Ansonsten macht das die Westbahn ja schon recht vorbildlich ...
      ... nun gut die konnte ja auch bequem mit einer Kapitaldecke von 130 Millionen Euro einsteigen,
      mit solch einer Summe kommt man dann auch schon ein Paar Jahre in roten Zahlen über die Runden.