Sperrung der Rheintalbahn zwischen Rastatt und Baden-Baden

    • Sperrung der Rheintalbahn zwischen Rastatt und Baden-Baden

      Seit Samstag Nachmittag stellte die Bahn den Verkehr zwischen Karlsruhe und Basel ein.

      Es war zunächst die Rede von einer "technischen Störung" und dass die Züge wohl ab Montag wieder planmäßig verkehren würden.
      Rasch wurde deutlich, dass der Hintergrund für die Sperrung ein anderer war:

      Bei Bauarbeiten für den sog. Rastatter Tunnel sind Gleise abgesackt.

      Fest steht inzwischen: die Strecke bleibt für mindestens 2 Wochen gesperrt.

      Gut, bei Baumaßnahmen kann es immer zu unvorhergesehenen Problemen kommen, gleichwohl erscheint mir der Informationsfluss der Bahn zumindest fragwürdig und optimierungsbedürftig.
      Transparenz und zeitnahe Information der betroffenen Kunden ist das A und O.
      Genau hieran mangelt es wohl im vorliegenden Fall.
    • Ich teile die Meinung, dass man bei Baumaßnahmen gleich welcher Art nie vor unvorhergesehenen Überraschungen sicher ist.
      Allerdings muss ein Bauherr vom Kaliber der DB für evtl. Überraschungen gefeit sein und ein entsprechendes Krisenmanagement vorhalten.
      Dazu gehört vor allem eine zeitnahe Information der Kunden.
      Der Informationsfluss erfolgte hier wohl erst mit gehöriger Verspätung d.h. aus den lokalen Medien war früher der aktuelle Sachstand zu ersehen, als aus den Publikationen der DB .
    • Drum erwähnte ich das ja, bezüglich den höheren Verantwortlichen bis die aus ihrem
      Wochenende heraus erscheinen .. also jene welche dazu auch zu sprechen bemächtigt sind.

      Reporter vor Ort haben es da einfacher, die Schnappen an Unglücksorten schnell was auf
      berichten was .. und aus Sensationslust müssen jene Aussgen auch nicht gleich auch noch
      100% stimmig sein.

      Weshalb eine Sperrung ist den Betroffenen im Grunde auch egal, die möchten ja nur so gut
      und schnell es geht weiter .. nur das muß dann ja erst alles auf die Beine gestellt werden.

      Die Albachtal Bahn erlebte es ja kurz angebunden direkter vor Ort, und stellte wohl von sich
      aus zusätzlich Kapazitäten im NV bereits .. so eine konnte da schnell reagieren, obdem sie
      nicht dazu verpflichtet war. Somit so einige Straßenbahnen zusätzlich zwischen Rastatt und
      Karlsruhe unterwegs sind da dann kein Problem. ( Andere Züge haben die ja nicht, womit sie
      in Spitze bis weit hinter Heilbronn nach Öriingen hinaus unterwegs sind.
      Und sonst vorrangig dort wo die DB den Verkehr in den Schwarzwald eingestellt hatte. )
    • Die Bahn hat ein Krisenmanagement und auch Pressesprecher die durchaus berechtigt sind Information nach außen zu geben.
      Aber oftmals ist es für ein Unternehmen nicht ratsam frühzeitig Informationen nach außen zu geben. Insbesondere dann, wenn das Unternehmen noch keine Lösung für das Problem hat.

      Auch in diesem Fall gab es auf der Pressekonferenz gleich eine Lösung, auch wenn diese nicht besonders befriedigend ist. So soll der abgesackte Teil desTunnels verfüllt werden. Dabei wird auch die ca. 18 Millionen teure Bohrmaschine zurückgelassen. Ansonsten wirkten alle Beteiligten, obwohl die Pressekonferenz erst recht spät war, ziemlich ratlos. Entsprechend hätte ein Pressesprecher direkt nach dem Unfall wahrscheinlich nichts Sinnvolles sagen können.

      Ansonsten haben Mitarbeiter der Presse nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Unter anderem müssen Sie für das Berichtete gerade stehen. Deshalb sind die meisten Redaktionen auch, gerade bei größeren Themen, sehr gewissenhaft. Das am Ende dann einige Medien Themen überspitzt darstellen, liegt auch daran, dass dadurch Nachrichten für viele Interessanter sind.
    • Gut, natürlich hast Du recht ...
      .. die Bahn könnte für Ernstfälle so oder so auf allmögliches besser vorbereitet sein,
      bzw. gegebenen Falls zumindest die Regios oder die Verkehrsverbünde ebenso
      schneller Ersatzweise reagieren würden.

      Den meisten Reisenden wäre ja schon geholfen, wenn nach 3 Stunden solch eines
      Vorfalles von denen wenn auch nur zusätzliche Nahverkehrsangebote recht schnell
      unkompliziert und vor allem gut ausgewiesen bei Bussen möglichst nah vor Bahnhofsausgang
      ersichtlich wären.

      Mich wundert es dagegen hier bei mir vor Ort wo auf Grund guter Fehlplanung der DB Netze
      sich keiner beschwert ... Oder wie kann man das verstehen wenn seit Anfang des Jahres auf
      Schnellstrecke zwischen Hannover/Hildesheim für kompletten August Großbaustelle mit eingleisiger
      Führung schon fest steht das die ICE Linie Berlin - Hildesheim - Basel auf Altbaustrecke umgeleitet
      werden wird ..
      und ausgerechnet dann keine 6 Wochen vorher erst regional bekannt wird auf der Umleitungsstrecke
      ausgerechnet in einem Abschnitt wo 3 Regio Linien unterwegs plötzlich zeitgleich Gleisarbeiten
      stattfinden .. und so schon einen SEV auf 50 Kilometer auslösen.
      Sowas gab es nicht mal letztes Jahr, wo die Schnellstrecke 2x komplett gesperrt war, und alle
      Fernzüge umgeleitet wurden.

      Und fragst Du dann mal beim Busbetreiber oder Verkehrsverbund hier an, ob hier bei mir die Busse
      von Stadt zum Bahnhof berücksichtigt werden .. kommt nix Antwort. Ist dann toll für die frühesten
      Pendler die dann gegen 05:17 am Bahnhof ankommen um 05:22 zu fahren doch der SEV dann
      bereits seit 04:55 zuvor unerreicht auf und davon ...
      .. davon abgesehen da der SEV von Bahnhof zu Bahnhof hier ebenso zumindest die Stadt selbst
      berührt brauchte der lediglich kaum 10 Min. früher zu fahren .. die Paar Pendler gleich in der Stadt aufzunehmen .. dann nicht direkt am Bahnhof vorzufahren sondern statt dessen nur die anderen
      Haltstellen im Vorort zu bedienen was so allen Frühpendlern sehr entgegen käme, anstatt am
      Bahnhof 5 KM vor Stadt auf den nächsten SEV zu warten.. dafür einen Monat täglich zur spät
      auf Arbeit zu erscheinen.

      Denn hier wird eine totale Fehlplanung sehr ersichtlich.
    • Ob jetzige Lösung die 40 Millionen Bohrmaschine als Propfen zuzüglich 150 Meter davor einzubetonieren sowas von
      sinnvoll hinsichtlich der danach für Neuplanung und all der zusätzlichen Kosten so etwas von sinnvoll sein mag ???

      Im Grunde da Tunnel sehr knapp vorm Durchstich, wäre es da nicht eher sinnvoll die Bormaschine noch zu retten ?
      Ich meine da in dem Bereich der Boden drüber ohnehin nur wenige Meter, braucht dieser ja nur ausgebuddelt werden,
      und auch sonst nur eine ausreichend sichere Länge auf geplanter Tunneltrasse nachträglich in offener Tunnelbauweise
      weitergebaut werden. Verzögerung und Planung blieben so überschaubar kurz und günstiger anstatt letztendlich
      kompletten neuen Tunnel aufgeben zu müssen.

      Offene Bauweise meint hier schlichtweg dem kurzen Abschnitt von oben abzubrechen, dann ist er frei für offene Bauweise
      und das vorhande Abbruch Materiel braucht auch nicht weit fortgeschafft zu werden, da vor Ort nach innerer Fertigstellung
      des Tunnels oben zur Aufschüttung verwendet werden kann. Zumal es sich ja ohnehin nur um eine der beiden Röhren handelt.

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      Und wärend der Zeit eine sinnvolle Umleitung des Fernverkehrs der betroffenen Linien einzurichten.
      Alle ICE Linien ( meisten ohnehin zwei Zugteile ) ersten Zugteil ab Mannheim über Stuttgart und die
      Gäubahn > Singen > Schaffhausen > Zürich > führen .. hinterer Zugteil endete in Karlsruhe.
      Reisende nach Basel - Freiburg - Offenburg - Basen Baden .. bekämen über den Weg Sonderkondition
      zu normalen nicht höheren Preis auf Grund Umweg ab Schaffhausen oder schon zuvor ab Singen
      Hohentwiel mit einer vorübergehender Ersatz mit zusätzlicher IC Linie.

      Bei IC´s ähnlich, jedoch über die Strecke umgeleitet bis Basel, bzw. vielleicht ein Paar Wagen länger
      als üblich .. so das hier der vordere Zugteil bis Baden Baden hoch führe. Oder falls möglich mit der
      Schwarzwaldbahn ab Singen kombinieren .. an diese vielleicht 3 1 KL. IC Wagen dranne gehängt
      damit käme man auch ab Singen übern Schwarzwald nach Offenburg und Baden Baden, wäret
      der IC aus Richtung Stuttgart kommend statt bis Basel bis Endpunkt Freiburg führe.

      Alles jedoch ohne Umwegekosten für die Reisenden, damit wäre das Nadelöhr SEV jedenfalls entlastet.
      Frelich dauerte die Umleitung so länger als bisher angedacht, denn ein Pfropfen unter Absackstelle auf
      der Strecke ist schneller angelegt als wie ein Stück Tunnel in offener Bauweise. Also so eher dann wohl
      bis ins nächste Frühjahr hinein.( bis Jahresende mindestens )

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    • Eines ist schon mal klar:

      es geht jetzt nur noch darum, den Schaden und vor allem den Imageverlust so klein wie möglich zu halten.

      Zielvorgabe Nr.1:
      der Zugbetrieb muss so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden, deshalb wird hier auch ganz bewusst die Tunnelbohrmaschine geopfert, um keine weitere Zeit zu verlieren.

      Trotzdem:
      ganz abgesehen davon, dass die Wahrheit nur scheibchenweise ans Licht kommt, der Imageverlust für die DB im besonderen und für die deutsche Ingenieurskunst im allgemeinen, ist geradezu unermesslich.

      Es geht ja nicht nur um das gescheiterte Projekt "Tunnel Rheintalbahn" . Es gibt ja noch mehrere weitere Projekte, die Deutschland zur Lachnummer werden lassen, man denke hier nur an den legendären Hauptstadtflughafen "BER".

      Dass das Projekt "Rheintalbahn" den Gegnern von Stuttgart 21 im übrigen neuen Auftrieb verleiht, versteht sich von selbst.
    • Uhrsache an sich soll ja möglicher weise zu schnneller Vortrieb der Maschine gewesen sein,
      so meine ich war es wohl in der Wikipedia eingetragen worden ?

      Ob da der Versuch einer kurzfristigen Imagepolitur da wirklich irgendwie Sinn macht ?

      Im Grunde brauchte ja nur überprüft zu werden, ob ein weiter boren der kaum noch letzten 3 Meter
      noch etwaige Schäden an den nahliegenden Häusern generiert hätte, und sie wären bei weiter Boren
      ohnehin durch. Und schon könnte die Bohrmaschnie sowiso raus.

      Da es sich ohnehin um letzte 150 Meter im Tunnel handelt, oben Schienen runter, 2-3 Meter Boden
      einstürzen lassen .. Erde rausfahren .. und schnell irgendwie mit Kränen oder Helikopter die Paar
      notwendigen Tunnelröhren rein .. verbunden, Erde drauf, Trasse wieder drauf. Eventuell wäre das
      so auch schon bis Ende Oktober machbar gewesen. Ginge so ja dann nur um ein Teilstück von einer
      Schienenlängen was wieder hergestellt worden würde.

      Das hätte man hinteher sicher in Geschwindigkeit auch noch als positiv verkaufen können,
      und bei Stuttgart 21 werden zur jetzigen Zeit die Gegner ohnehin nicht mehr mit ihrer Idee
      ines Abbruches durchkommen können ... da Baufortschritt nun schon zu weit ist ja bald schon
      alles untertunnelt, einzigst wo es da nun noch sehr viel kostet ist nur ja der Bahnhof und ab
      den Fildern betrifft es ja ohnehin nicht. Neue Querung der Alb ist denen ja nicht unbequem.

      Ein Rückbau und Umplanung auf Ersatz z. B. an der Station Daimer Benz Park käme nun sicher
      teurer als weiter so.
    • Zu diesem Thema habe ich eine Frage. Habe eine Verbindung für den 22.09.2017 gebucht. Von Baden, CH nach Butzbach. Abfahrt Baden 17:54 über Waldhut nach Basel Bad Bf. Dort Abfahrt ICE 100 um 19:23 Uhr nach Mannheim, dort weiter ICE 698 um 21:32 Uhr nach Frankfurt. Wie wird das praktisch aussehen. Wo muss man wann in den Ersatzverkehr umsteigen? Was wird die tatsächlich geplante Ankunftszeit sein.
      Normalerweise wäre ich um 23:10 in Butzbach.
      Umgekehrt geht es am Sonntag zurück . 14:44 Uhr ab Butzbach. Dann 15:50 ICE 599 nach Mannheim, dort 16:36 Uhr ICE 109 nach Basel Bad Bf, danach Waldhut und Baden.
      Das wird ja ein Horrortrip.
      Weiss ja jemand was genaues?
      lg
    • Hallo Engelsmutter,

      ich selbst kenne auch nur die Infos der Deutschen Bahn, die sie auf ihrer Internetseite veröffentlicht hat.

      Hiernach ist es so, dass die Bahnstrecke zwischen Rastatt und Baden-Baden mindestens bis 7.Oktober gesperrt ist und jeweils nach Ankunft eines Zuges Ersatzbusse verkehren.

      Die Fahrzeit verlängert sich dadurch um jeweils etwa eine Stunde.

      Es gibt hierzu auch Ersatzfahrpläne, die in der Auskunft abgerufen werden können.

      LG Lena
    • Hallo Engelsmutter,

      Tickets zum Flexpreis können sowieso bis vor dem 1.Geltungstag kostenfrei zurückgegeben werden.

      Tickets zum Sparpreis können im vorliegenden Fall kostenfrei zurückgegeben werden, wenn sie vor dem 22.August gekauft wurden, ansonsten gelten die üblichen Rückgabebedingungen.

      An deiner(eurer) Stelle würde ich diesmal wirklich die Reise im Auto bevorzugen.

      LG Lena