Preiserhöhung der DB

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    • Das stimmt so nicht ganz. Die Deutsche Bahn arbeitet nur beim Fernverkehr Eigenwirtschaftlich. Dort bestimmt sie wann, wo und zu welchem Preis Zugleistungen erbracht werden.

      Der Nahverkehr bzw. Schienenpersonennahverkehr (SPNV) wird in Deutschland durch die Bundesländer organisiert. Die machen das jedoch nicht selbst, sondern haben diese Aufgabe an deutschlandweit 27 Verkehrsverbünde delegiert. Die Verkehrsverbünde erstellen deshalb im Auftrag der Bundesländer Nahverkehrsplänen, in denen Festgelegt ist, welche Verbindungen angeboten werden und wie häufig diese befahren werden. Ist alles festgelegt werden die Strecken einzeln oder als Konvolut europaweit ausgeschrieben.

      Außerdem bestimmen die Verkehrsverbünde die Preise. Dabei ist jedoch zu beachten, dass in Deutschland der öffentliche Nahverkehr nur in wenigen Fällen kostendeckend arbeitet. In den meisten Fällen wird er staatlich bezuschusst. Das heißt, dass die Verkehrsunternehmen wie die Deutsche Bahn unabhängig von den tatsächlichen Einnahmen immer mindestens den vertraglich vereinbarten Betrag erhalten. Um das leisten zu können, müssen die Verkehrsverbünde neben den stattlichen Zuschüssen so viel einnehmen, dass sie alle Posten bezahlen können.

      Da die staatlichen Zuschüsse immer für mehrere Jahre fest gelegt werden, müssen die Verkehrsverbünde bei Kostensteigerungen (z.B. gestiegene Strompreise, nicht eingeplante Bauten/Reperaturen oder zusätzlichen Verbindungen) das Geld selbst erwirtschaften. ... Preiserhöhung

      Zusätzlich gibt es zwar auch Schienenpersonennahverkehrs-Leistungen bei denen die Bahn die Preise bestimmt, aber auch diese Regel sind stark von denen der Verkehrsverbünde abhängig. Beispielsweise wenn die Bahn ein Fernverkehrsticket mit Anschluss, also Nahverkehr anbietet.
    • Vielen Dank an Tolive für die ausführliche Darstellung der Sachlage.

      Es ist richtig, man muss zwischen Fernverkehr und Nahverkehr innerhalb der Verkehrsverbünde unterscheiden.

      Meine verhaltene, vorsichtige Kritik an der Preiserhöhung vom 10.12.2017 bezog sich auf den Fernverkehr , dies hatte ich bedauerlicherweise nicht kenntlich gemacht.

      Aber ungeachtet dessen:
      Bei dieser Preiserhöhung von 2017 hat mich vor allem die mangelnde Transparenz gestört.
      Es war sehr schwierig nachzuvollziehen, auf welchen Strecken die Preise um jeweils wieviel angehoben wurden.
      Die Preise blieben in Einzelfällen unverändert, im Extremfall fiel die Steigerung mit 13,6% recht saftig aus.

      Schönes WE an alle!
      Lena