Güterverkehr auf der Bahn

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    • Güterverkehr auf der Bahn

      Liebe Lena,liebe Forenkollegen, :)
      am letzten Samstag kam eine Sendung mit dem Titel:Bahnmagazin Südwest. Darin wurde u.a. auch über die Milliardenprojekte berichtet. Als es dann aber innerhalb dieser Sendung um den Güterverkehr bei
      der BahnAG ging,bin ich über die Zahlen,wie wenig Güter auf der Schiene in Deutschland transportiert werden,richtig erschrocken! Folgende Zahlen die den Güterverkehr auf der Schiene betreffen,wurden
      genannt:
      Bahn AG : 17 Prozent
      ÖBB : 30 Prozent
      SBB: 50 Prozent

      Allein diese Zahlen machen deutlich, daß in der Güterverkehrssparte der Bahn AG einiges im Argen liegt. Meiner Meinung nach wurden zu den Zeiten der alten Bundesbahn riesige Fehler im
      Güterverkehr gemacht, die die jetzige Bahn ausbaden muß.Es liegt meiner Meinung nach aber auch am Versagen der jeweiligen Verkehrsminister,die dem dem Gütertransport auf der
      Straße den Vorrang vor der wesentlich streßfreieren und umweltfreundlicheren Schienenvariante eingeräumt haben und es bis heute tun!

      Hier muß bei den zuständigen Verkehrspolitikern schleunigst ein Umdenkprozeß einsetzen,denn sonst droht ein Verkehrsinfarkt auf der Straße!
      Freu mich auf eure Antworten!
      LG
      Erwin
    • Hallo Erwin,

      vielen Dank für deinen Beitrag.
      Es ist in der Tat unfassbar, dass der Anteil des Güterverkehrs auf der Schiene in Deutschland einen derart geringen Anteil ausmacht.
      Leider haben die politisch Verantwortlichen in den letzten Jahrzehnten den Ausbau des Schienennetzes und damit die Attraktivität für Güterverkehr auf der Schiene sträflich vernachlässigt.

      Zu diesem Thema gibt es eine interessante Studie der "Allianz pro Schiene".

      Nach dieser Studie wäre es realisierbar, den Anteil des Güterverkehrs mit der Bahn bis zum Jahre 2025 wenigstens auf 25% zu steigern.

      allianz-pro-schiene.de/themen/gueterverkehr/

      Schöne Grüße, Lena
    • Hallo Michael52,
      recht herzlichen Dank für Deine Antwort! Ich kann nur hoffen,daß jetzt endlich mal unsere Verkehrspolitiker im Bund die Zeichen der Zeit erkannt haben, und endlich dem Güterverkehr
      auf der Schiene ggü. dem Güterverkehr auf der Straße Vorrang einräumen!
      Dir wünsche ich auf jeden Fall schon mal ein schönes WE!
      Und sollte sich im angesprochenen Thema etwas Neues ergeben,wirst du als erster darüber von mir informiert!
      LG und schönes WE
      Erwin
    • Hallo Michael52, :)
      recht herzlichen Dank für Deine Antwort! Ich kann nur hoffen,daß jetzt endlich mal unsere Verkehrspolitiker im Bund die Zeichen der Zeit erkannt haben, und endlich dem Güterverkehr
      auf der Schiene ggü. dem Güterverkehr auf der Straße Vorrang einräumen!
      Dir wünsche ich auf jeden Fall schon mal ein schönes WE!
      Mittlerweile habe ich Zweifel,ob der neue Bundesverkehrsminister Scheuer( :D )sich wirklich dafür einsetzt,mehr Güterverkehr auf die Schiene zu bringen,oder ob er wie schon seine
      glücklosen Vorgänger den gleichen Fehler begeht,dem Güterverkehr auf der Straße ggü. dem Güterverkehr auf der Schiene Vorrang einzuräumen und so bewußt oder unbewußt
      den Verkehrsinfarkt zu provozieren!
      Ich kann Dir dazu aus meiner näheren Umgebung einige Beispiele nennen:
      A92/A93 Regensburg-Passau täglicher Stau von im Schnitt 10 km(!!!!) Länge,auf der gleichen Strecke überfüllte LKW-Parkplätze,so daß es hier auf besagten Autobahnen häufig zu äußerst
      gefährlichen Situationen gekommen ist, da die Auflieger der Trucks fast in die Fahrbahn hineinragen und schwere Unfälle dadurch ausgelöst wurden.
      Daß man mit der Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene, für eine Entlastung der Bundes-,Landstraßen und Autobahnen sorgen kann,beweisen die ÖBB!!! Daran sollte sich
      meiner Meinung nach die deutsche Bahn AG ein Beispiel nehmen!!! Ich hoffe, daß du meinen Standpunkt zu diesem Thema teilen kannst!
      LG
      Erwin
    • Hallo Erwin,

      ich sehe es genauso, wie du auch, der Ausbau der Bahnstrecken wurde in vielen Bereichen in Deutschland über Jahrzehnte sträflich vernachlässigt. Und heute ist es soweit, dass wir den Verkehrskollaps auf der Straße längst haben.

      Eine der Trassen, auf denen wenig bis nichts passiert ist, das ist die Verbindung von Bayern über Tirol nach Italien.
      Während die Italiener und Österreicher den Brennerbasistunnel intensiv vorantreiben, ist auf bayerischer Seite bisher kaum was passiert.

      Die Folge ist, dass auf der Inntalautobahn der LKW Verkehr ins Unermessliche steigt.

      Ich kann da die Österreicher verstehen, wenn sie den LKW Verkehr immer wieder ausbremsen und nur noch ein festes Kontingent pro Stunde über die Grenze lassen.

      Immerhin wird dem Ausbau der Bahn im Koalitionsvertrag der neuen GroKo hohe Priorität eingeräumt.
      Hoffentlich bleibt es hier nicht bei bloßen Absichtserklärungen, sondern ich hoffe sehr, dass sich da endlich was tut.

      Gruß, Michael
    • Servus Michael,
      Daß was du mit dem begriff: bestimmtes Kontingent beim Frächterverkehr auf der Straße meinst, nennt man Blockabfertigung. Eine der wohl am meisten belasteten Routen
      im Transitverkehr ist wohl die Strecke auf der Inntalautobahn. Staus von bis zu 40 km Länge sind da keine Seltenheit,leider!
      Ich hab durch Eigenrecherche bei der SBB-Güterverkehrssparte Swiss Cargo erfahren,daß die SBB den Güterverkehr auf der Schiene von derzeit ca. 50 Prozent bis
      zum Jahr 2020 auf ca. 70-80 Prozent steigern wollen! Und die Schlafmützen, entschuldige bitte den Ausdruck, im Bundesverkehrsministerium verpennen,man kann
      es nicht anders sagen, die einmalige Gelegenheit, dem Negativimage der Bahn in der Güterverkehrsbeförderung ein Ende zu bereiten!
      So , lieber Michael, jetzt wünsche ich Dir noch fröhliche Ostern im Kreise deiner Lieben und freue mich auf Deine Antwort!
      Liebe und herzliche Ostergrüße
      Erwin