Sicherheitsrisiko "Zugbegleiter"

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    • Sicherheitsrisiko "Zugbegleiter"

      Ich habe dieses Thema in die Rubrik "Fahrgastrechte" gestellt, obwohl es auch genauso unter "Sicherheit" eingestellt werden könnte.
      Zum Sachverhalt:

      Am 16.09.2018 fuhr ich mit dem Regional-Express 30 von Frankfurt Main Hbf nach Kassel Wilhelmshöhe. Schon beim Einsteigen war der Zug brechend voll und so merkte ich, erst nach einer Weile, dass die Lüftungsanlage nicht funktionierte. Normaler Weise ist das kein Problem, denn die Züge verfügen ja über kleine Fenster, die sich problemlos kippen lassen, sofern - und genau da lag das Problem: Alle Fenster waren abgeschlossen! Einen Zugbegleiter konnte ich nicht auftreiben, denn die Hälfte des Zuges konnte von mir nich betreten werden, da die Tür angeblich defekt sei.

      Mit der Zeit wurde die Luft immer stickiger, mir wurde schwindlig und kriegte kaum mehr etwas mit. Ich bekam auch nicht mit, dass der Zugbegleiter im Eilschritt durch das Abteil rannte, um dann die "defekte" Tür mit seinem "Knochen" zu öffnen und wieder im vorderen Teil des Zuges zu verschwinden. Da ich Schlaganfallpatient bin war die Situation für mich ziemlich prekär.

      In Kassel Wilhelmshöhe angekommen schleppte ich mich aus dem Zug aus dem Bahnhof heraus und ging dabei einmal in die Knie, nur weil ich etwas zum Festhalten gefunden habe ging ich nicht zu Boden und wie ich zu meinem Auto gefunden habe, weiß ich immer noch nicht so richtig.

      Nachdem ich mich Zuhause halbwegs erholt hatte, war mir klar, dass ich das ignorante, verantwortungslose Verhalten des Zugbegleiters nicht auf sich beruhen lassen wollte. Als ich wieder zu Kräften gekommen war, wandte ich mich an die Bundespolizei, um Anzeige zu erstatten. Die erklärte mir jedoch, dafür nicht zuständig zu sein. Außerdem habe ich den Fehler gemacht, keine Mitreisenden um ihre Personalien zu bitten, um diese gegebenenfalls als Zeugen benennen zu können.

      Hat jemand eine Idee, wie man sich da am Besten verhält? Ich gehöre nun walte Gott nicht zur Familie der Querulanten, aber es muss doch Möglichkeiten geben, wie man sich in so einen Falle zur Wehr setzen kann, ohne dass man mit Larifari-Antworten abbgespeißt wird und letztlich müssen auch solche Zugbegleiter eindeutig zu spüren bekommen, was sie gerade kranken Fahrgästen oder kleinen Kindern durch ihre Faulheit und Ignoranz antun.