Bahnreform-kritische Bilanz

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    • Bahnreform-kritische Bilanz

      Liebe Lena, :)
      nun sind es 25 Jahre her,daß die ehemaligen Staatsbahnen,DBWest und DR Ost zur Bahn AG vereinigt wurden. Aus diesem Grund möchte ich diese Reform kritisch bilanzieren! Mein erster Kritikpunkt
      ist der Rückzug der Bahn aus der Fläche, d.h. voim einstmals großen Schienennetz wurden rund 16% stillgelegt,Nebahnen rückgebaut,Stückgutabfertigungen aufgelöst,Unsummen Geldes in meines
      Erachtens sinnlose Prestigeprojekte (Stuttgart 21!!!) investiert,anstatt erhaltenswerte Strecken infrastrukturmäßig zu ertüchtigen durch z.B. Verbesserung an den Gebäuden,moderne Sicherungstechniken
      einzubauen,neue Triebfahrzeuge etc. Auch den Punkt Personal muß ich kritsch bilanzieren: Der damalige Cheverhandler, ex-;Metaller-Gewerkschafter,Heinz Dürr, war,verzeih mitr bitte den Ausdruck:
      "Kotzbrocken". Du wirst fragen warum?Ganz
      einfach deshalb, weil er, als es um die Übernahme der ehemaligen Personale,sprich Lokführer,Rangierer,Lokführer etc. ging, diesen MitarbeiterINnen eiskalt
      ausrichten ließ,sie seien überflüssig und ihre Dienste würden nicht mehr gebraucht!

      Letzter Kritkipunkt von mir: Die Führungsetage der nunmehrigen Bahn AG:
      Eine solche Ansammlung von "Blindgängern" habe ich,der ich mich seit rund 3 Jahrzehnten mit der Geschichte der deutschen Eisenbahnen beschäftige ,noch nie gesehen!
      Die Namen wie Dürr,Ludewig,Clement,Mehdorn,Gohlke,Vaerst ,Grube, lösen bei immer noch ein gewaltiges Unbehagen und Brechreiz aus!

      Insbesondere in der "Aera, Ludwig,Stichwort :Eschede(ICE -Katastrophe) hat die Bahn AG eiinen immensen Imageschaden erlitten,der bis zum heutigen Tag anhält!
      Jetzt ,liebe Lena,freue ich mich auf Deine Meinung zu diesem mit gewissen Emotionen behafteten Thema!
      LG
      Erwin
    • Hallo Erwin,

      vielen Dank für Deinen Post, der in der Tat sehr emotional formuliert ist, aber im Kern völlig richtige Meinungen vertritt.

      Ungeachtet dessen gebe ich Dir unumwunden Recht, auch ich bin mit vielen Dingen unzufrieden, so wie diese seit Jahren bei der Bahn ablaufen.

      In der Tat ist die Führungsriege schon seit Jahren, oder besser eher seit Jahrzehnten,völlig glücklos am Werk.

      Außer einigen wenigen prestigeträchtigen Projekten hat es ansonsten überwiegend negative Entwicklungen gegeben.
      Hier sind vor allem die vielen Steckenstilllegungen ein falscher Weg.

      Ganz schlimm ist auch die Tatsache, dass die Verantwortlichen die Schieneninfrastruktur wissentlich vernachlässigen und soweit herunterkommen lassen, bis diese so marode sind, dass der Bund als Investor einspringen muss.

      In einer Zeit, in der immer mehr private Eisenbahnunternehmen in Konkurrenz zur DB stehen, versäumt es die Bahn sich zur Premiummarke zu mausern.
      Ganz im Gegenteil das eigene Image wird immer mehr beschädigt, die Pünktlichkeitsrate ist schlecht wie schon lange nicht mehr.

      Am Service und an Kundenfreundlichkeit wird zunehmend gespart (siehe Schließung von Reisezentren!)

      Ausgesprochen besorgniserregend ist für mich auch die Tatsache, dass inzwischen ein Schuldenberg von 20 Mrd € angehäuft wurde.

      Geradezu grotesk mutet die Tatsache an, dass die Eisenbahngewerkschaften selbst die Meinung vertreten, dass die DB in der heutigen Form nicht zukunftsfähig und überlebensfähig ist.

      Und völlig unbegreiflich ist für mich die Tatsache, dass der Bund sich bisher kaum in die Angelegenheiten der Bahn eingemischt hat. Dies ist m.E. ein großer Fehler.

      Hoffentlich sind die derzeitigen Initiativen von Verkehrsminister Scheuer keine Eintagsfliegen.

      Trotzdem möchte ich auch erwähnen, dass nach meiner Einschätzung ein großer Teil des Bahnpersonals sehr engagiert und motiviert arbeitet und damit viele Defizite im technischen Bereich auffängt.

      Auch ist positiv zu vermerken, dass in Bezug auf Barrierefreiheit von Bahnhöfen und Zügen in den letzten Jahren sich viel verbessert hat, aber dennoch auch hier gibt es "WeißGott"noch jede Menge zu tun.

      Ich würde mich freuen, wenn auch noch andere Forumsmitglieder zu diesem Thema ihre Meinung äußern.

      Einstweilen viele Grüße von M nach SR

      Lena
    • Hallo zusammen!

      Ich kann die Posts von Lena und Erwin im Prinzip vollumfänglich unterschreiben.
      Die dort vertretenen Meinungen sind im Prinzip auch meine.

      Ergänzend möchte ich jedoch noch etwas anmerken:
      In Anbetracht der riesigen Summen Geldes, die der Staat laufend bei der Bahn zuschießt, müsste die Politik die Verwendung der Geldmittel genauestens überwachen.

      Dies ist bisher nicht der Fall. Die fehlende Kontrolle der Bahn durch die Politik wurde deshalb auch schon vom Rechnungshof beanstandet.

      Übrigens es gibt ein gut gelungenes Video bei you tube, dort wird anschaulich erklärt, weshalb die Bahn in einem solch schlechten Zustand ist.


      Viele Grüße
      Michael
    • Auch ich bin der Meinung, dass bei der Bahn schon seit Jahren ziemlich viel schief läuft.
      Als Berufspendler ist es für mich eher die Ausnahme, wenn ich ab und zu mal pünktlich an meine Arbeitsstelle komme oder am Abend pünktlich zu Hause bin.
      Ziemlich krass fand ich vor kurzem die Aussage eines führenden Gewerkschafters, der sinngemäß sagte:
      wenn die Bahn eine Autohersteller wäre, dann kämen Autos vom Band, bei denen die Räder am Dach montiert sind und das Lenkrad im Kofferraum angebracht ist. Das klingt zwar erst mal lustig, in Wahrheit aber ist es schon ziemlich erschreckend, dass nicht mal mehr die Mitarbeiter an ihr Unternehmen glauben.
    • Hallo goofy,
      die beiden letzten Beiträge möchte ich hier gar nicht kommentieren,da sie von einer ,in meinen Augen erschreckenden Unkenntnis,was die
      Vorgänge bezüglich der Bahnreform betrifft,geprägt sind!
      Leute wie z.B. Dürr,Ludewig,Clement,Mehdorn,Grube und der neue Bahnchef ,sind für die heutige Katstrophe im Konzern(finanziell,strukturpolitisch) verantwortlich!
      Letzter Punkt:, den ich besonders kritisch sehe,den Rückzug der Bahn aus der Fläche. Das einstmals große Schienennetz ist innerhalb
      der letzten 25 Jahre um sage und schreibe 16% geschrumpft
      Das haben obem genannte Vorstände mitzuverantworten!
      Wünsche dir ein schönes WE!
      LG
      Erwin
    • Hallo Erwin,

      ich hoffe, dass Verkehrsminister Scheuer endlich am Ball bleibt und die Bahn künftig penibel kontrolliert.

      Mich persönlich hat der neue Bahnchef Lutz bisher sehr enttäuscht, bislang hab ich noch nicht viel konstruktive Vorschläge von ihm gelesen, wie die Dauermisere endlich mal behoben werden könnte.

      Seinen lockeren Spruch, dass Verspätungen zu den Kernkompetenzen der Bahn gehören, halte ich für völlig daneben. :thumbdown:

      Zu wünschen wäre auch, dass der Rechnungshof künftig mehr Augenmerk auf die Aktivitäten der Bahn richtet.

      Gruß, Michael
    • Hallo Michael, :)
      also,ums kurz zu machen: Der Spruch vom neuen Bahnchef Luutz,daß Verspätungen zu den Kernlompetenzen der Bahn gehören,
      ist,wie du schon geschrieben hast,ja wohl total daneben! Mich wundert ja nur,daß er für diesen Spruch noch keinen Anschiß vom
      Obersten Chef,nämlich Verkehrsminster Scheuer erhalten hat!
      Letzter Punkt: Der größte Fehler der ganzen Bahnreform aber war aus meiner Sicht die regelrechte "Zerschlagung und Aufsplitterung der <Bahn
      in unterschiedliche Geschäftsbereiche(DB-Netz,DB -Bau, DB-Fahrweg etc.)
      Aber letzendlich war der allergrößte Fehler des Konzerns,daß die Bahn es jahrzehntelang versäumt hat, sich für den Wettbewerb auf dem
      freien Markt zu öffnen,umso auch privaten Dienstleistern die Möglichkeit zu geben,ehemalige DB-Strecken käuflich zu erwerben,günstigere
      Angebote ,insbesondere im Personennahverlehr anzubieten und dem Staatskonzern die Möglichkeit zu geben,sich im freien Spiel des
      Marktes zu behaupten und in den angebotenen Leistungen besser zu werden!

      Positivbeispiel ist hier unser österreichischer Nachbar mit der ÖBB! Auch die ÖBB hat sich jahrzehntelang geweigert,Konkurrenz im eigenen
      Sektor zu erluaben,bis dann das private Schienenverkehrsunternehmen Westbahn auf den Plan trat und somit der staatlichen ÖBB gehörig
      Dampf unterm Kessel machte! Positiver Nebeneffekt des Ganzen, die ÖBB ist,gerade was den Personentransporbereich betrifft,in en
      Bereichen:Nahverkehr,Fernverkehr,Service etc.um Klassen besser geworden ist!
      LG
      erwin
    • Hallo Erwin,

      vielen Dank für Deinen Post.

      In Ergänzung zu unserer Diskussion über die DB wollte ich Dich gerne auf folgenden Artikel hinweisen:

      t-online.de/finanzen/boerse/ne…an-im-zug-schneller-.html

      Die Tatsache, dass in der Schweiz und in Österreich fast alle Züge pünktlich sind, ist ja hinreichend bekannt.

      Neu für mich war jedoch, dass auch in Russland und in China die Pünktlichkeitsquote deutlich über der deutschen liegt.
      Eigentlich ziemlich beschämend oder?

      Ich bin mal gespannt wie ein Regenschirm, ob sich irgendwann mal noch was verbessert. :?:
      Ich wünsch Dir einen schönen Sonntag!

      Grüße, Michael
    • Hallo Michael, :)
      herzlichen Dank für Deine Antwort an mich! Mir sind noch zwei Punkte bezüglich der Bahnreform vor 25 Jahren eingefallen,
      die mir nach wie vor sauer aufstoßen:
      1. Die Aufsplitterung der Bahn in unterschiedliche Geschäftsbereiche(DB Bau,DB Cargo,DB Netz,DB Regio,DB Fahrweg etc.)
      2. Die Berufung vom ehemaligen Bundestagsbgeordneten Roland Pofalla in den Personalvorstand des Konzerns.
      3. Die fehlende Transparenz für uns Bahnfahrer bei Entscheidungen des Konzerns.
      4. Die z.T. oftmals katastrophalen hygenischen Zustände in den Personenwägen,ganz gleich ob sie im Fern-oder Nahverkehr
      eingesetzt werden(verstopfte Toiletten,Ausfall von Klimaanlagen in den ICE während der heißen Sommermonate.

      5. Der Vandalismus in den Zügen,wo der Konzern offembar nicht in der Lage ist,diese Mißstände zu beseitigen!
      Wie siehst du diese von mir angesrochenen Punkte?
      Freu mich schon sehr auf deine Antwort!
      Wünsche Dir einen schönen Sonntag!
      LG
      >Erwin
    • Hallo Erwin,

      danke für Deine Antwort.

      Du fragst mich um meine Meinung zu den von Dir angesprochenen Themen.

      Also was die Aufspaltung der Bahn in die unterschiedlichen Geschäftsbereiche anbelangt, muss ich gestehen, dass ich hierzu nicht die einschlägigen Vor- bzw. Nachteile kenne. Deshalb kann ich mir auch keine endgültige Meinung hierzu bilden.

      Ganz anders ist es bezügl. Punkt 2 Deines Posts.
      Ich fand es von Anfang an völlig unerträglich, dass man Hr. Pofalla einen Platz im Vorstand zuschacherte.
      Dies hinterlässt einen ausgesprochen schlechten Eindruck und birgt die Vermutung, dass man ihm den Abschied aus der Politik versilbern wollte.

      Was die Sauberkeit und die Hygiene in den Zügen anbelangt, so bin ich hier ganz auf Deiner Seite. Die Zustände sind alles in allem sehr oft völlig unbefriedigend.
      Ich kann mich dunkel erinnern, dass einstmals in den D-Zügen Reinigungskräfte mit an Bord waren, die während der Fahrt die Toiletten sauber hielten.
      Ich kann mich aber nicht erinnern in den letzten Jahren im ICE mal eine Reinigungskraft gesichtet zu haben.
      Also hier herrscht unbedingt Verbesserungsbedarf.

      zu Punkt 5 Deines Posts, also der Vandalismus, denke ich muss man der Bahn zugestehen, dass es praktisch fast nicht möglich ist, solche Schäden zu verhindern.
      Allerdings sollten mutwillige Beschädigungen, ebenso wie Graffiti, schnellstmöglich behoben bzw. beseitigt werden.

      Ich wünsche noch einen schönen Restsonntag.

      Viele Grüße, Michael
    • Hallo Michael, :)
      als zu Zeiten der Bahnreform das schwere ICE-Unglück mit dem ICE"Wilhelm Conrad Röntgen",mit 100 von Toten,Schwerst-
      und lebensgefährlich verletzten Passagieren ,in der Nähe von Brühl,dem Wohnort von Ex-Tennisprofi Steffi Graf,passierte,
      fand es der damalige Bahnchef Ludewig es nicht einmal für nötig,sich bei den Hinterbliebenen Angehörigen zu entschuldigen!
      Dies hab ich damals wie heute als beschämend und unverschämt empfunden!
      Offenbar ist die Bahn bis heute nicht fähig,bei solchen äußerst tragischen Unglücken,denjenigen ,die gerade einen lieben
      Angehörigen verloren haben ,ihr Beileid auszusprechen!
      So etwas ist in meinen Augen pietätlos bzw. unverschämt.
      Nach dem von mir oben erwähnten Unglück,wurde seitens des Konzerns kein Gedanken an das Leid der Angehörigen verschwendet,schlimmer
      noch man ging,so weit ich mich noch erinnern kann,zum Tagegeschäft über und betrieb:Business as usual!
      Freu mich schon sehr auf deine Antwort!
      LG
      Erwin
    • Hallo Erwin,

      selbstverständlich erinnere ich mich an das schlimme ICE Unglück.
      Ich weiß noch genau, wie sehr mich dieser schlimme Unfall berührt hat.
      Allerdings war mir bis heute unbekannt, dass sich die Bahn den Angehörigen der Opfer gegenüber derart unangemessen verhalten hat.
      In diesem Zusammenhang fällt mir jedoch ein, dass ein ähnliches pietätloses Verhalten 2015 von der Lufthansa gezeigt wurde.
      Es geht hier konkret um den vorsätzlich herbeigeführten Absturz einer Germanwings-Maschine, dabei kamen damals 150 Menschen ums Leben.
      Die Lufthansa als Muttergesellschaft von Germanwings hat sich genauso herzlos und pietätlos verhalten, wie es die Bahn anscheinend auch bei der ICE Katastrophe damals.
      Offenbar hat dieses beschämende Verhalten nicht zuletzt auch den Hintergrund jede Mitschuld von sich zu weisen um entsprechenden finanzielle Entschädigungen zu entgehen.

      Grüße, Michael
    • Hallo Michael, :)
      mir fallen zur Bahnreform noch einige Punkte ein,die ich äußerst kritisch sehe:
      1. die Auswahl des Personals für die Führung des Konzerns
      2. Bei jedem Fahrplanwechsel Preiserhöhungen im Schnitt 3,9 %
      3. die häßlichen Triebfahrzeuge
      4. Rückzug der Bahn aus der Fläche
      5. die Verlagerung des Güterverkehrs von der Schiene

      zu 1) seit der Bahnreform fällt mir auf,daß die Vorstandsetage des Konzerns immer wieder mit Leuten besetzt wird,die sich entweder
      mit der Bahn und deren Erfordernissen nicht auskennen; Politiker sind, die politisch nichts gerissen haben aber sich kurz vor
      der Pensionierung sich noch schnell mit Millionenabfindungen die Taschen ungerechtfertigt vollstopfen,siehe die Herrn Pofalla,
      Ludewig,Grube,Mehdorn,Dürr,Clement,Vaerst)
      zu 2) Die ständigen Preiserhöhungen immer zum Wechsel der Fahrpläne; hier braucht sich dann der Konzern nicht zu wundern,
      wenn sich viele Kunden(zukünftige bzw.Stammkunden) wieder dem Auto statt der Bahn als umweltverträglichstem Verkehrsmittel
      zuwenden!
      zu 3) Vor der Bajhnreform hatten fast alle eingesetzten Triebfahrzeuge hohe Wiedererkennungswerte:E 94,E 103, V200(West),V 120("Taigatrommel,DR-Ost),V 60("Dreibein-DB) um nur einige Vertreter zu nennen. Und heute: gesichts- und schmucklose TFZ
      in div. Farben(orientrot,verkehrsrot,grau-gelb- Agilis-privates EVU,Vossloh G 2000BB, Vectron und Co.
      zu 4) Gerade in Flächenstaaten, wie z.B. Bayern hatte der Rückzug der Bahn für die Bewohner dieser Staaten gravierende Folgen in#
      Form von Streckenstillegungen,Ausdünnung der Fahrpläne . Dies ging dann in manchen Fällen sogar soweit,daß überhaupt keine
      Züge mehr fuhren!
      zu 5) Dieser Punkt ist auch äußerst kritisch zu sehen: Dadurch,daß die Bahn ihrer einstigen Domäne,nämlich des Gütverkehrs durch
      die Straßenkonkurrenz(LKW!) beraubt wurde,haben wir heute die paradoxe Situation,daß es auf sämtlichen Straßen durch
      den LKW-Verkehr das totale Chaos(Stichwort hierzu:Verkehrsinfarkt) herrscht, der Güterverkehr auf der Schiene aber immer
      weiter abnimmt. Folge:Die Bahn hat dann offenbar resigniert und reihenweise Güterbahnhöfe,Stückgutverkehr etc. komplett
      aufgegeben! Hier muß die Regierung in Form von Verkehrsminister Scheuer endlich gegensteuern und geeignete Maßnahmen
      z.B. Verbilligung der Schiennentransporte,Senkung der Preise auf Güterverkehrstrassen, ergreifen.
      Auf deine Antwort freue ich mich schon sehr!
      LG
      Erwin
    • Hallo Erwin,

      vielen Dank für Deine Anmerkungen zur Bahnreform.

      Von allen Deinen Thesen liegen mir 2 ganz besonders am Herzen.

      Zum einen die seit Jahren permanente Ausdünnung des Personenschienenverkehrs, bzw. die Streckenstilllegungen generell.
      Es ist doch erklärtes Ziel des bayer. Heimatministers gleiche Lebensverhältnisse in Stadt und Land zu bieten.
      Wie soll das geschehen, wenn die ländlichen Räume immer mehr vom ÖPNV abgehängt werden?.
      Die Tatsache, dass der ÖPNV nicht kostendeckend arbeiten kann, ist ein Fakt.
      Trotzdem ist es auch aus umweltpolitischen Gründen nicht akzeptabel, dass die ländlichen Räume verkehrstechnisch abgehängt werden.
      Hier ist eben der Staat gefordert, die Defizite im Bahnbetrieb zu subventionieren.

      Zum zweiten liegt mir auch deine These Nr.5 sehr am Herzen.
      Es ist für mich überhaupt nicht hinnehmbar, dass die Güterbeförderung auf der Schiene immer mehr nur noch einen Nischenplatz einnimmt.
      Da können wir von unseren Nachbarn Schweiz und Österreich eine Menge lernen.
      Der Anteil der Güterbeförderung auf der Schiene beträgt in Deutschland grade mal schlappe 17 %.
      In Österreich sind es immerhin schon 30 %, in der Schweiz sind es respektable 50%!
      Hut ab vor den Eidgenossen.

      Ich kann da unseren Politikern nicht den Vorwurf ersparen, dass man seit Jahrzehnten geschlafen hat!
      Bin mal gespannt, ob Minister Scheuer endlich mal das Ruder herumreißen wird.
      Es wäre jedoch mehr als wünschenswert.

      Noch eine kleine Anmerkung zu Deiner These Nr.3 bezügl. Aussehen der Triebfahrzeuge:

      Die schönste und ästhetischste Lok, die die DB je in Betrieb hatte, ist meiner Meinung nach die "E 03 002"
      ein Original dieser Lok steht z.Zt. bei eBay zum Verkauf

      ebay.de/i/311769618273

      Ich wünsche noch einen angenehmen Tag!

      Viele Grüße
      Michael