Auslieferung der neuen ICE 4 Züge wegen Qualitätsmängeln gestoppt

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    • Auslieferung der neuen ICE 4 Züge wegen Qualitätsmängeln gestoppt

      Neuer Ärger für die DB:

      Wegen defekter Schweißnähte wurde die weitere Auslieferung neuer ICE 4 Züge gestoppt, obwohl die Bahn diese dringend benötigt.

      Diese Züge waren für einen reibungslosen Bahnbetrieb in diesem Jahr bereits fest eingeplant.

      Auch bereits übernommene ICE 4 Züge sollen die Mängel aufweisen.
      Die Reparatur dieser Garnituren wird wohl mehrere Monate dauern.
      In dieser Zeit stehen die Züge für den regulären Betrieb nicht zur Verfügung.

      Ich fürchte, da werden in nächster Zeit wieder eine ganze Reihe ICEs nur in halber Länge unterwegs sein. :(

      nähere Infos hier:
      http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bahn-defekte-schweissnaehte-im-neuen-ice-4-a-1261319.html

      Schönes WE an alle und LG
      Lena
    • In dem Spiegel Artikel steht, dass die defekten Schweißnähte durch den Fehler "eines" Schweißers entstanden sind.
      Ich halte es für ausgeschlossen, dass eine große Firma wie Bombardier "einen" Schweißer hat und der hat halt einen Fehler gemacht, so ein Blödsinn!
      Vielleicht ist die Entscheidung der Bahn gar nicht so falsch, mal probeweise Züge beim spanischen Hersteller Talgo zu bestellen.
      Möglicherweise sind die im Ergebnis besser als Siemens/Bombardier.

      hier nochmals das Video der Talgo Züge:



    • Wie dringend die Bahn ihre neuen ICE Garnituren braucht, hab ich heute wieder mal hautnah erlebt.

      Mein ICE von Frankfurt nach München verkehrte nur mit der halben Wagenanzahl.

      Folge:
      Chaos pur.
      Ich hatte zwar eine Reservierung und konnte meinen Platz auch erobern, aber eine Fahrt unter solchen Umständen ist weiß Gott zum Abgewöhnen. :thumbdown:

      Wenn mir das künftig öfter passiert, werde ich wohl wieder vermehrt auf das Auto umsteigen, selbst wenn ich da auch öfter mal im Stau stehe.

      Schönen Abend und LG an alle
      Lena

      P.S. Meine Grüße richten sich an alle, außer Bombardier und Siemens. :(
    • Ich denke auch, man macht es sich zu leicht, wenn behauptet wird, dass ein Schweißer bei Bombardier etwas falsch gemacht hat.

      Bombardier ist kein Krämerladen vorne an der Ecke.

      Wenn bei einem Unternehmen dieser Größenordnung über längere Zeiträume hinweg solch schwerwiegende Fehler passieren und keiner bemerkt es, dann sollte es allen Beteiligten zu denken geben.

      Ich teile Goofys Meinung, dass man durchaus auch mal anderen Herstellern eine Chance geben sollte. Mithin ist die Auftragsvergabe an Talgo aus meiner Sicht eine gute Entscheidung der Bahn.
    • Hallo Michael52, :)
      daß hier einem Schweißer ein Fehler unterlaufen sein soll,halte ich ,wie auch schon einer meiner Vorschreiber,für den größten Schwachsinn,den ich jemals gehört habe!
      Mein Standpunkt zu dieser Causa ist folgender:
      Wenn die oberste Chefetage von Siemens,repektive Bombardier,derartig grobe Fehler bei der Endabnahme-und Kontrolle der neuen 4er ICE`s beim Besteller dieser
      Fahrzeuge,nämlich der Bahn AG absichtlich verschweigt, dann macht sich der Konzern,also Siemens bzw.Bombardier strafbar!
      Ich glaube,daß man durchaus vom Tatbestand der arglistigen Täuschung ausgehen muß! Bei einem Unglück mit diesen neuen 4er ICE`s hätte sich dann Siemens/Bombardier
      zusätzlich noch den strafrechtlich relevanten Vorwurf der absichtlich herbeigeführten schweren Körperperverletzung gefallen lassen müssen!
      Man kann der DB AG hier nur raten,sich schnellstmöglich von Siemens/Bombardier zu trennen und andere Hersteller,die wesentlich sorgfältiger in solchen Sachen sind,
      auszusuchen;z.B. Alstom,Stadler,LHB in Erwägung zu ziehen und sich von den genannten Herstellern entsprechende Angebote machen zu lassen!
      Ich freue mich schon sehr auf deine Antwort!
      LG
      Erwin
    • Hallo Erwin,

      nochmal kurz zum Thema "Qualität" der von Siemens und Bombardier gelieferten Züge.

      Wir dürfen nicht vergessen, dass die zuletzt aufgetretenen Qualitätsmängel bei den Schweißnähten der neuen ICE 4 Züge nur eines von vielen Defiziten bedeuten, die die ICE Züge seit Jahren aufweisen.

      Ich erinnere hier nur an die zahlreichen Software-Mängel, die immer wieder Züge lahmlegen.
      Weiterhin nicht zu vergessen, permanent Defekte an den Klimaanlagen, Toiletten, Reservierungsanzeigen usw.

      Eigentlich gibt es keinen vernünftigen Grund, die seit Jahrzehnten bestehenden Geschäftsbeziehungen zwischen DB und Siemens/Bombardier um jeden Preis beizubehalten.

      M.E. ist es jetzt nötiger, als je zuvor, neue Bezugsquellen bei der Zugbeschaffung zu prüfen.
      Talgo könnte da ein guter Neuanfang sein!

      So wie es jetzt ist, meine ich: "schlimmer geht's nimmer"

      Viele Grüße
      Michael
    • Eine Lösung des Problems mit den mangelhaften Schweißnähten ist nach wie vor nicht in Sicht.
      https://web.de/magazine/wirtschaft/lieferstopp-ice4-bahn-umdisponieren-33783242

      Das ist ziemlich übel, denn die neuen ICE 4 würden dringend benötigt.
      Immer wieder sind ICEs mit nur halber Wagenausstattung unterwegs.
      Das ist auf Dauer für die Kunden mehr als lästig und führt dazu, dass sich die Gäste nach anderen Beförderern umschauen oder halt mit dem Auto fahren!

      Übrigens erinnere ich mich, dass es erklärtes Ziel der Bahn ist, die Fahrgastzahlen bis 2030 zu verdoppeln!

      Mit welchem Wagenmaterial bitteschön, lieber Herr Lutz?
    • Schönen Abend Michael :) ,
      deine gestellte Frage ist durchaus berechtigt! Warum ist noch keiner der Herren Bahnvorstände auf die Idee gekommen,sich bei der BOB=Bayrische Oberlandbahn,im Fuhrpark umzusehen?
      Dieses private EVU setzt seit ungefähr schon einer Dekade(10 Jahre!) erfolgreich Triebwagen des Typs "Integrale " auf folgenden Relationen mit großem Erfolg ein:
      MünchenStarnberg in weiterer Folge dann auch auf der Relation Murnau-Oberammergau, Starnberg-Prein und auf den Strecken der ehemaligen Chiemseebahn,
      sprich zwischen Prien und Starnberg ein.
      Die Triebwagen des Typs "Integral" sind fahrgastfreundlich,d.h. NF=Niederflurtriebwagen, behindertenfreundlich durch nach außen aufgehende breite Schwingtüren
      und innen kann man sogar Fahrräder und Rollstühle mitnehmen!

      Entwickelt und gebaut wurden diese Triebwagen seinerzeit von der österreichischen SGP=Simmering-Graz-Pauker- SFT=Schienefahrzeugtechnik.
      Eine andere vernünftige Alternative wären auch noch die Triebzüge aus der Talentreihe!
      Freu mich schon sehr auf deine Antwort!
      LG
      Erwin
    • Hallo Erwin,

      vielen Dank für deinen Post.
      Die von dir genannten Triebfahrzeuge kannte ich noch nicht.
      Habe sie jedoch gerade gegoogelt und muss sagen, die sehen optisch toll aus. Wenn sie auch technisch und preislich ok sind und dazu noch barrierefrei, dann sollte sich die DB mal überlegen, neuen Anbietern eine Chance zu geben.

      Ich selbst bin kürzlich auch mit einem mir bisher unbekannten Triebwagen gefahren.

      Es war ein "Coradia Continental" der HLB auf dem Weg von Darmstadt nach Wiesbaden.
      Der Zug war sehr überzeugend:
      völlig barrierefrei, sehr bequeme Sitze, fast geräuschlose Fahrt.

      Hier zu besichtigen:
      https://www.hlb-online.de/unternehmen/fahrzeuge/triebfahrzeuge/

      Ich wünsche noch einen schönen Tag und viele Grüße
      Michael
    • Hallo Kollegen,

      ihr habt recht, die von euch gezeigten Triebwagen sind echt cool.
      Aber:
      die Bahn hat doch das Ziel die Fahrgastzahlen bis 2030 zu verdoppeln oder hab ich da was falsch verstanden?
      Wie soll das gehen, wenn heute schon Zugmaterial an allen Ecken und Enden fehlt?
      Außerdem noch viel schlimmer: woher soll das Personal kommen, das für den Betrieb nötig wäre?

      Ich denke, die Verdoppelung der Fahrgastzahlen ist eine reine Luftnummer ;(
    • Letztendlich werden die Fahrgäste entscheiden, ob sie verstärkt auf die Bahn umsteigen: Dazu muss die Bahn - egal ob DB AG oder private Anbieter - zuverlässig, pünktlich und von Fahrpreis und Reisedauer her gegenüber den anderen Verkehrsträgern konkurrenzfähig sein.

      Ich selbst entscheide für jede Reise individuell: Je nach Reiseziel, Reisezweck und Gepäckmenge bin ich per Bahn, Flugzeug oder Auto unterwegs.

      Viele Grüße, Markus
    • Hallo Markus,

      noch vor nicht allzu langer Zeit hatte ich die Hoffnung, die DB könnte sich zur Premiummarke unter den dt. Eisenbahnunternehmen entwickeln (frei nach Martin Luther King: I had a dream!).

      Diese Hoffnung habe ich inzwischen längst aufgegeben.

      Zu groß ist die Menge und die Art der Qualitätsdefizite, die sich tagtäglich abzeichnen.

      Es sind nicht nur die "Kleinigkeiten", wie ausgefallene Klimaanlagen oder ICEs, die nur mit halber Wagenausstattung unterwegs sind. Daran hat man sich als Kunde zwischenzeitlich fast schon gewöhnt.

      Es ist das Gesamtbild, das die DB abgibt.

      Kein Wunder also , wenn die Bahn aus den negativen Schlagzeilen nicht mehr herauskommt.
      Auch Medienberichte über kundenunfreundliches Verhalten von Mitarbeitern zeigen die Stimmung bei den Bahnkunden, vgl.https://www.fr.de/frankfurt/deutsche-bahn-db-falsches-ticket-verkauft-umtausch-ausgeschlossen-zr-12366952.html

      Das "i-Tüpfelchen" war in letzter Zeit noch die Affäre um Beraterverträge. Zwar sind die Hintergründe noch nicht restlos aufgeklärt, aber immerhin, das ganze hat ein negatives "Gschmäckle".
      https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bahn-beratervertraege-105.html

      Mein Fazit ist mithin:
      ich entscheide auch von Fall zu Fall, welches Verkehrsmittel ich wähle.
      Meine einstmals gehegten Sympathien für die DB sind mittlerweile nur noch ziemlich bescheiden ausgeprägt.

      Schöne Grüße, Lena
    • Neu

      Hallo Forumskollegen :) ,
      wie ihr ja wißt ,hatte ich mit einem Post von mir,die Anregung gegeben,eine ähnlich gelagerte unabhängige Behörde,wie sie bei unseren österreichischen Nachbarn existiert,
      einzurichten! Diesbezüglich und das ist eine Meldung,die ich euch nicht vorenthalten möchte,hat mich unser zuständiger Minister,Andreas Scheuer vor ca.30 Minuten,
      angerufen und mir mitgeteilt,daß sein Ministerium bereits in Vorplanungen zur Errichtung einer solchen,von der Bahn AG unbahängigen Behörde steht!!!!

      Die Behörde,die bei unseren östereichischen Freunden existiert,heißt:Wirtschafts-und-Korruptionsstaatsanwaltschaft und ist beim Wiener Straflandesgericht angesiedelt
      und von politischer Seite aus gesehen unabhängig von Parteien,gleich welche Farbe die im Nationalrat,das ist das österreichische Parlament,vertretene Partei hat.
      Diese Behörde kann also unabhängig ermitteln und bei Vergehen,dementsprechende judikative Maßnahmen,Geldstrafen und im schlimmsten nachweisbaren Fall,z.B.
      bei unzulässigen Preisabsprachen zwischen ÖBB und EVUs bzw .Hersteller von Schienenfahrzeugen,Geld-und sogar Haftstrafen verhängen!

      Freu mich schon sehr auf Eure Antworten!!!
      LG
      Erwin
    • Neu

      Hallo Erwin,

      danke für deine Nachricht.
      Es ist bewundernswert, mit welchem Elan du dich für Belange rund um die Bahn einsetzt.

      Die von dir angesprochene Behörde nach österreichischem Vorbild scheint so eine Art Kontrollorgan zu sein, oder?
      Damit hätte diese Behörde aber einen ähnlichen Charakter , wie die Rechnungshöfe bei uns.
      Soweit ich das mitbekommen habe, ist der Bundesrechnungshof wegen der aktuellen Berateraffäre bei der Bahn bereits mit Ermittlungen betraut.

      Strafrechtliche Konsequenzen könnten aber , soweit ich das beurteilen kann, letztlich nur durch Gerichte erfolgen, richtig?

      Viele Grüße
      Michael
    • Neu

      Staatsanwaltschaften können auch Strafbefehle bei Gericht beantragen.

      Die Rechnungshöfe können dies nicht.

      Ein Strafbefehl hat den Charakter einer rechtskräftigen Verurteilung, jedoch ohne mündliche Hauptverhandlung.
      Das Ganze dient der Entlastung von Gerichten und Staatsanwaltschaften.

      Wenn die neu zu schaffende Behörde die Stellung einer Staatsanwaltschaft innehat, dann könnte diese Stelle tatsächlich Strafbefehle erwirken.

      So, wie Erwin dies beschrieben hat, scheint es in Österreich der Fall zu sein und es funktioniert anscheinend.
      Warum sollte man es hier also nicht auch versuchen?

      Viele Grüße an alle und ein schönes WE
      Lena
    • Neu

      Hallo Lena, :)
      dievon mir in meinem Post angesprochene österreichische Behörde heißt offiziell:Wirtschafts-und Korruptionsstaatsanwaltschaft und ist beim Wiener Landesgericht für
      Strafsachen angesiedelt. Derzeit läuft bei dieser Behörde ein Verfahren gegen einige Schienenfahrzeughersteller,u.a. Alstom,SGP=Simmering-Graz-Pauker Schienenfahrzeugtechnik
      und Siemens wegen illegaler Preisabsprachen bei der Vergabe von Aufträgen für Schienenfahrzeuge.
      Es wurden bei den oben angeführten Firmen bereits Razzien in deren Geschäfts-und Büroräumen durchgeführt und bergeweise Akten beschlagnahmt! Leider ist offenbar
      auch das österreichische Verkehrs-und Infrastrukturministerium davon betroffen,wie mir ein Insider,zu dem ich einen sehr guten und sehr freundschaftlichen Kontakt seit ca 10 Jahren(!) habe,telefonisch wissen ließ.
      Die Schadenssumme soll ich lt. meines Freundes auf einen Betrag von ca. 35 Millionen(!) Euro belaufen!
      Wünsche dir ein schönes WE!
      LG
      Erwin