MODELLEISENBAHN - Ecke

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    • MODELLEISENBAHN - Ecke

      Guten Morgen liebe Forumsmitglieder und Leser,

      ich würde heute hier gerne mal etwas Neues wagen.

      Ich weiß aus verschiedenen Diskussionen mit anderen Kollegen hier, dass es in unserem Forum nicht nur solche Mitglieder gibt, die sich intensiv für alles interessieren, was mit der "realen" Bahn zusammenhängt.

      Nein, ich hab herausgefunden, dass es auch eine Anzahl von Leuten gibt, deren Herz sehr für Modelleisenbahnen schlägt.
      Mir geht es ganz genauso , ich finde alles spannend, was mit der "echten" Bahn in Zusammenhang steht.
      Gleichzeitig geht mir aber auch das Herz auf, wenn ich etwas lese zum Thema Modelleisenbahn. Wenn ich Gelegenheit habe besuche ich auch ab und zu Modellbahnausstellungen.

      Ich hatte als Kind (etwa beginnend im Alter von 10 Jahren) eine Märklin Eisenbahn, Spur HO.
      Wie das so ist, es begann zunächst mit einem einfachen Oval, das ganze wurde im Laufe der Zeit etwas vergrößert und irgendwann hatte ich aus beruflichen und familiären Gründen für die Modelleisenbahn keine Zeit mehr.
      Ja und dann wurde sie eines Tages als unmittelbare Folge eines Wohnungsumzuges verkauft.

      Ich würde jetzt gerne mal die Frage in die Runde stellen:
      War das bei Euch vielleicht ähnlich?
      Hattet Ihr auch eine Modelleisenbahn, habt Ihr im Laufe der Zeit die Anlage abgebaut, steht sie vielleicht heute sogar noch im Dachboden?

      Oder gehört Ihr zu der Gattung "Modelleisenbahn-Fans", die über die Jahre hinweg ihre Anlage weiter betrieben haben?
      Vielleicht sogar nach und nach weiter vergrößert?

      Ich würde mich riesig freuen, wenn der eine oder andere seine Meinung und Erlebnisse zur "Modelleisenbahn" mitteilt.
      Nur Mut, schreibt alles, was Euch einfällt.

      Hoffentlich auf bald, viele Grüße
      Michael
    • Hallo Michael,

      schön, dass Du dieses Thema eröffnet hast! Ich komme erst jetzt dazu, kurz ein paar Zeilen zu schreiben.

      Von 1979 bis 1989 war es ein festes Ritual in unserer Familie, dass in der Weihnachtszeit in meinem Zimmer eine ca. 2x1 Meter große Platte aufgestellt wurde, auf der eine kleine Märklin-Eisenbahn in Spur H0 auf K-Gleisen ihre Runden drehte. Es gab zwei Bahnhöfe, Abstellgleis, einen Bahnübergang und einen Tunnel - eine typische "Spielanlage" halt ohne hohe Ansprüche an Vorbildtreue und Detailreichtum.

      Ab 1989 ruhte das Thema komplett. Die Fahrzeuge und Häuser wurden am Dachboden aufbewahrt, die Platte im Keller.

      Zwanzig Jahre später ist das Modelleisenbahn-Virus dann plötzlich wieder "ausgebrochen". Zu einer festen Anlage hat es zwar noch nicht gereicht, aber es sind C-Gleise für fliegende Aufbauten auf dem Teppich und eine kleine Sammlung von Fahrzeugen zusammengekommen. Meine Kinder zeigen erstes Interesse am Thema Eisenbahn, so dass ich die Platte bald mal wieder aus dem Keller holen und mit etwas modernisierter Technik wieder in Betrieb nehmen möchte.

      Mein Interesse gilt vor allem der "guten alten Bundesbahnzeit", Loks und Wagen mit neueren Vorbildern habe ich keine. Ausnahme ist der neue ICE 4 von Piko, weil ich mit dem Vorbild fast jedes Wochenende unterwegs bin.

      Viele Grüße, Markus

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 4yg ()

    • Hallo Markus,

      vielen Dank für den link, bei Sichtung des SWR Beitrags geht einem wahrlich das Herz auf.

      Ich hatte schon mal berichtet, dass meine eigene kleine Anlage auch aus Märklin Teilen bestand.

      In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an damals weitere bekannte Hersteller: Fleischmann, Trix und Roco.
      Keine Ahnung, ob diese Hersteller heute noch alle existieren.
      Ich weiß nur, dass Märklin vor einigen Jahren wohl in finanziellen Schwierigkeiten war. Aber, soweit ich weiß, hat die Firma die Krise überstanden und produziert heute wieder.

      In dem Zusammenhang würde mich mal interessieren: weiß jemand, ob die Produkte der genannten Hersteller innerhalb der gleichen Spurweite, also z.B. HO kompatibel sind?

      Kann man also eine Lok von Märklin an Wagen von Roco oder Fleischmann anhängen. Und passen auch die Schienen beim jeweils anderen Hersteller?

      Schönen Sonntag noch an alle und einen guten Start in die neue Woche
      Viele Grüße
      Michael
    • Hallo Michael,

      grob gesagt steht Märklin (in der Baugröße H0) gegen den Rest der Welt:

      Grundlegender Unterschied sind zwei verschiedene Arten der Stromversorgung über das Gleis. Die allermeisten Loks können nur unter einem der beiden Systeme betrieben werden. Sehr schön wird es hier erklärt:

      stayathome.ch/stromsysteme.htm

      Bei H0-Wagen ist es eigentlich nicht problematisch. Die Kupplunsaufnahmen sind seit ca. 30 Jahren genormt, so dass man die bevorzugte Bauart verwenden kann. Ferner müssen die Wagen die richtigen Radsätze tragen. Für die beiden Stromsysteme sind jeweils unterschiedliche Bauformen und Innenmaße erforderlich.

      Viele Grüße und schönes Wochenende,
      Markus
    • Guten Morgen Markus,

      vielen Dank für Deine Antwort und den link

      Jetzt, wo ich mir das alles nochmal durchgelesen habe, erinnere ich mich auch daran, dass meine Märklin Schienen das Mittelleitersystem hatten.
      Ich hatte das schon fast vergessen, aber jetzt weiß ich auch wieder, dass meine Loks einen mittigen Schleifkontakt zur Stromabnahme hatten.

      Es ist wohl tatsächlich so, dass sich auf dem Modellbahnsektor in den letzten Jahrzehnten sehr viel verändert hat.
      Stichwort : Digitalisierung
      Da ging es bei meiner Eisenbahn noch geruhsamer zu. Die Weichen wurden "per Handbetrieb" gestellt.
      Heute wohl unvorstellbar, aber ich hatte trotzdem meine Freude an der Anlage.

      Viele Grüße und schönes WE!
      Michael
    • Hallo Michael,

      eine "analoge" Anlage ohne digitale "Extras" hat selbstverständlich auch heute noch ihren Reiz. Meine Anlage war in den 80ern ohnehin für den Digitalbetrieb zu klein und die Komponenten damals noch zu teuer.

      Heute sieht das anders aus: Märklin-Loks werden grundsätzlich mit Decoder geliefert, er ersetzt den früheren mechanischen Fahrtrichtungsschalter. Ältere Loks sind problemlos nachrüstbar.

      Infos zum (Wieder)Einstieg ins Hobby gibt es auch hier:

      wirmodellbahner.de/

      Viele Grüße, Markus
    • Liebe Modelleisenbahner!

      Wir haben hier kürzlich über die unterschiedlichen Schienensysteme von Märklin geredet , das Mittelleitersystem und das 2 Schienensystem. Der Link von Markus war hierfür sehr gut geeignet, die Unterschiede zu erklären.

      Jetzt nochmal eine andere Frage, keine Ahnung, ob jemand das weiß:

      In der Zeit, als ich meine Modelleisenbahn bekam (oh menno, das sind jetzt schon 50 Jahre!), da hatte ein Junge aus der Nachbarschaft schon eine, für mich damals tolle Anlage: da war schon eine Oberleitung vorhanden, keine Ahnung, ob das nur Staffage war, oder ob die Stromabnahme tatsächlich über die Oberleitung erfolgte.

      Weiß jemand, ob es dieses Stromabnahmesystem gab oder gibt?

      Viele Grüße
      Michael
    • Hallo Michael,

      "Marktführer" im Bereich der Modelloberleitungen ist wohl die Firma Sommerfeldt:

      sommerfeldt.de/de

      Auch Märklin und Viessmann bieten funktionsfähige Oberleitungen an. Oberleitungen können Strom führen oder nur Deko sein. Der Trend geht eindeutig zur stromlosen Oberleitung, da im Digitalbetrieb die Stromabnahme über das Gleis erfolgen sollte. Ferner sind Loks aus jüngerer Produktion oft nicht mehr für Oberleitungsbetrieb ausgelegt. Ihre Stromabnehmer sind sehr filigran und detailliert und bisweilen sogar ferngesteuert heb- und senkbar, aber elektrisch nicht mehr mit dem Decoder verbunden.

      Viele Grüße, Markus
    • Schönen Abend Michael,hallo Freunde, :)
      da ich schon 3 Jahrzehnte Erfahrung im Modellbahnbereich(AC,H0) und selber eine analoge 4,5 m² große Märklinanlage betreibe,möchte ich euch heute eine Reihe von
      Modelleisenbahnherstllern nennen,die es gab oder heute noch gibt. Darunter sind bekannte ,weniger bekannte oder auch erloschene Firmen dabei:
      1)Märklin-heuer:160 Jahre alt,praktisch der Marktführer schlechthin.Allerdings bekommt Märklin seit einigen Jahren gewaltig "Dampf" unterm Kessel durch einen anderen
      Hersteller aus dem thüringischen Sonneberg
      2.Arnold,Rivarossi:Die von mir genannten Firmen gehören nunmehr zum Firmenverbund des englischen Modellbahnherstellers Hornby.
      3. Röwa,Rokal: Diese beiden Firmen haben bis Mitte der 1960er Jahre existiert,wurden aber durch ihre verfehlte Produktpallette vom Markt verdrängt und existieren beide heute
      leider nicht mehr! Es gibt aber von diesen Firmen heute immer noch Liebhaber,die eigene IG=Interessengemeinschaften bilden und sich in unegelmäßigen Abständen zu
      Fahr-und Schautagen sowie im Rahmen von Modelleisenbahnausstellungen treffen.
      4. Fleischmann:Diese Firma existiert zwar heute noch,wurde aber nach dem gesundheitlich bedingten Rückzug des Firmengründers Horst Fleischmann in die Modelleisenbahn
      München GmbH eingegliedert. Gleiches gilt im übrigen auch für die österreichische Firma Roco.
      5. Lima-nicht mehr existent
      6.Rivarrossi-italienische Modellbahnfirma jetzt ,soweit die mir verfügbaren Informationen besagen,ebenfalls zur englischen Hornby gehörig.
      7. Electrotren-spanischer Hersteller-nicht mehr existent
      8. Jouef- ebenfalls nicht mehr existenter französischer Modelbahnhersteller
      9. Arnold-zur Hornby -Gruppe gehörender Modellbahnhersteller
      10. Liliput-ebenfalls nicht mehr existent
      11. Micro Metakit: Familienbetrieb mit Sitz im niederbayerischen Landshut-Kleinserienhersteller von H0-Lokmodellen,die ,jede Lok einzeln,mit Echtheitszertifikat versehen in
      in mühevoller Handarbeit(!) aus Messing herstellen. höherpreisig angesiedelt.

      Meine hier aufgestellte Liste erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit! Sollte ich den einen oder anderen Hersteller vergessen bzw. übersehen haben,bitte seht mir das nach!
      In den nächsten Tagen werde ich in meinem umfangreichen Fachbuchsortiment nachsehen,ob ich euch noch ein paar Hersteller nennen kann.

      Freu mich auf Rückantworten von Euch! Ihr dürft auch Fragen an mich richten! Keine Angst,ich beiße nicht!
      LG
      Erwin
    • Schicke Modelle in sehr guter Detaillierung haben auch die Firmen ESU und Brawa:

      esu.eu

      brawa.de

      Brawa bietet seine Loks in aller Regel in Varianten für Märklin oder das Zweileitersystem an. Loks von ESU können sogar auf beiden Systemen genutzt werden, da der Schleifer auf der Unterseite abnehmbar ist und die Stromabnahme dann über die Räder erfolgen kann.

      Viele Grüße, Markus
    • Servus Markus, :)
      gestatte mir eine kritische Anmerkung zu den Lokmodellen von ESU:
      Diese Firma ist eigentlich im Computerbereich tätig und entwickelt dort elektronische Bausteine für PC; die Modellbahnproduktion ist nur ein Nebengeschäft!
      Jezt zu den ESU-Loks:Diese sind zwar sehr hochstehend in Qualität und Formgestaltung,aber mit knapp 400 Euro nur etwas für finanziell besser gestellte
      Modellbahner!
      Freu mich schon sehr auf deine Antwort!
      LG
      Erwin
    • Hallo Erwin,

      die Modellbahn an sich ist ein teures Hobby geworden, Lokmodelle in der Preisklasse ab 300 Euro aufwärts sind keine Seltenheit mehr. Natürlich kann man auch preisgünstiger einsteigen, z. B. mit Gebrauchtware und/oder Material aus den Einsteigersortimenten diverser Hersteller. Wie gesagt muss es nicht immer gleich eine High-End-Lok sein, wobei ich die E 94, V 200 und V 60 von ESU schon faszinierend finde.

      Viele Grüße, Markus
    • Hallo Markus, :)
      sicherlich und da muß ich dir Recht geben,was nun die V 60 von ESU betrifft,aber andererseits stellt sich bei mir die Frage,ob man ,wie im Falle der V60 von besagter Firma, solch technische "Gimmicks",wie z.B. Bremsenquietschen,Dampfausstoß bei Fahrt,Zugbahnfunk etc. braucht.
      Möchte hier aber noch kurz,auf die V 60 des Marktführers Märklin eingehen ,die preislich noch etwas höher liegt,aber nicht nur preislich sondern auch komponentenmäßig Anlaß zur
      Kritik gibt,vor allem was uns,d.h. mich und etliche andere Analog-AC-H0-Fahrer betrifft:
      1. Märklin verbaut in seinen neuesten Modellen,also ab dem Zeitraum 2017-2019 die firmeneigenen sog. mfx+ Decoder und wirbt mit "mehr Spielespaß":
      Kritik:s.o. bei V 60 von ESU.
      2. Telex-Kupplung: Als Analogfahrer kann ich diese Funktion nicht nutzen,denn um den Funktionsumfang der Märklin V 60 voll zu nutzen z.B. die Telexkupplung müßte ich mir
      eine digitale Grundausstattung bestehend aus Mobile-Station III,Gleisanschlußbox+Schaltnetzteil zulegen und da ist man dann schnell bei ca. 250 (!) Euro dabei.
      3. Die Farbgebung entspricht nicht derjenigen der alten DB,sprich vor der Bahnreform,wo ja bekanntermaßen DB(West)+ DR(Ost) zur Bahn AG zusammengelegt wurden..

      Und jetzt kommts: Die Firma Piko aus dem thüringischen Sonneberg hat ebenfalls die V 60 im Programm! Entscheidender Vorteil der V 60 von Piko:
      1. Lok ist in der korrekten Farbgebung der DB(West) gehalten.
      2. Ausstattung: Fahrgestell+Aufbauten aus schwerem Zinkdruckguß,leicht nachzu rüstender Sounddecoder,sogar ein Lautprecher ist bei dem Modell noch möglich.
      Motor besitzt zwei Schwungmassen,PLUx 22 Schnittstelle (heutiger Stand der Mobatechnik). Keine Telex-Kupplung
      3. Preis: ca 190 ,Euro.Lok ohne Sound. Mit Sound kostet die Piko V 60 ca. 250 Euro ist also um einiges preiswerter als die Märklin V 60!

      Mein Fazit: die Piko V 60 der DB hat mein Herz "im Sturm" erobert und wird mein persönliches Modell des Jahres 2019!

      Kurze Anmerkung von mir noch zur Telex-Kupplung der Märklin V 60: Diese Kupplungsart ermöglicht das ferngesteuerte Abhängen von Waggons an jeder beliebigen Anlagestelle.

      Freu mich schon jetzt auf deine Rückantwort!
      LG
      Erwin
    • Hallo Erwin,

      die V60 von Piko ist in der Tat ein gelungenes Modell und preislich bleibt sie - trotz sehr guter Ausstattung - ebenfalls erschwinglich.

      Ich selbst habe mich im Frühsommer für das ESU-Modell der 260 in ozeanblau-beige entschieden, die Piko-Lok war da noch nicht lieferbar. Farb- oder Beschriftungsfehler habe ich keine feststellen können und bin mit der Lok ganz zufrieden. Die ferngesteuerte Kupplung ist eine nette Spielerei beim Rangieren.

      Die Mobile Station 2 (schwarze und graue Version sind technisch identisch) bekommst Du übrigens auch günstiger: Märklin bietet sie als Set mit Gleisbox, Netzteil und einem C-Gleis-Oval an (Artikel-Nr. 29000). Straßenpreis teilweise unter 150 Euro.

      Viele Grüße, Markus
    • Hallo Erwin,

      in der Tat ein schönes Modell und ein Vorbild mit interessanter Geschichte. Mir sind eher die größeren Ludmillas ein Begriff, die habe ich nach der Wende noch live erlebt, z. B. 1991 im Intercity-Verkehr. In Bebra wurde in Richtung Osten von DB-103 auf DR-132 umgespannt, in der Gegenrichtung war es umgekehrt.

      Viele Grüße aus dem ICE Köln-Berlin, Markus
    • Hallo Markus, :)
      ich hatte in meinem vorherigen Post noch vergessen,die leider nun nicht mehr existente Firma Gützold zu erwähnen,die,wenn mich nicht alles täuscht,etwa 1992/93
      auch die "Wumme" herausgebracht hatte und zwar in einer Einmalserie mit blauem Gehäuse und einem Sonnensymbol auf beiden Führerstandsseiten. Offenbar hatte
      die damalige DR(Ost) bei dieser Lok versucht ,mit Solarstrom zu fahren,wenn ich den Sloagan noch richtig in Erinnerung habe,hieß der Slogan:"Ich fahre mit Solarstrom".
      Wünsche dir noch ein schönes WE!
      GLG
      Erwin