Die Bahn kommt nicht aus den negativen Schlagzeilen

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    • Die Bahn kommt nicht aus den negativen Schlagzeilen

      Hallo zusammen,

      eigentlich erschütternd, dass es die Bahn einfach nicht schafft, aus den negativen Schlagzeilen rauszukommen.

      Heute meldet bild.de, dass die Bahn zwischen 2008 und 2018 insgesamt 13 Mio € Beraterhonorare an Manager gezahlt hat, für Leistungen, die zum großen Teil überhaupt nicht erbracht worden sind, oder nur zum Teil.

      Außerdem wurden die Beraterverträge zumeist ohne Zustimmung des Aufsichtsrates abgeschlossen.

      Die Untersuchungen des Vorgangs erfolgten durch die Beratungsgesellschaft Ernst & Young, die ein ausführliches Gutachten über 432 Seiten erstellt hat.

      näheres hier: https://www.bild.de/geld/wirtschaft/wirtschaft/bahn-13-millionen-euro-fuer-berater-vertraege-ausgegeben-65251638.bild.html
    • Lieber Michael. :)
      danke für deinen Pot! Als ich den von dir eingestellten Bericht gelesen habe,schwoll mir im wahrsten Sinn des Wortes "der Kamm!!! Solche Typen wie Bahnvorstand Lutz und Co.
      kassieren Millionengelder für Beraterverträge ,ohne einen Finger krumm zu machen! Engagment für die Bahn,wo diese Typen im Vorstand sitzen,Fehlanzeige!!!

      Diese Typen sind in meinen Augen nicht nur Felbesetzungen,sondern schlicht und ergreifend es das Geld nicht wert,daß solche "Blindgänger" wie Lutz,Mehdorn,Grube,Dürr,
      Clement,millioenschwere Gehälter verdienen!

      Und wer zahlt für diese Typen? Wir die Vielfahrer der Bahn! Immer wieder wurde uns Bahnkunden eben von diesen Typen eingetrichtert,daß wir die Bahn als umweltfreundliches
      Verkehrsmittel nuten sollennutezn sollen und daß die Bahn sich auf die Fahnen schreibt,die Pünktlichkeit und Sauberkeit in den Zügen sowohl im Nah-als auch im Fernverkehr
      wesentlich zu verbessern,neue Relationen zu eröffnen,neues und zeitgemäßes Rollmaterial zu kaufen,WLAN-Anschlüße in Personen- und Eilzügen zu installieren etc.
      Was ist passiert:Nichts!!!

      In letzter Konsequenz werden wir Bahnfahrer reglrecht "abgezockt",d.h. bei jedem Fahrplanwechsel werden die Ticketpreise im Schnitt durchschnittlich um 3,9 % erhöht,ohne daß
      sich die von mir geschilderte Situation verbessert!

      Wie stehst du zu dieser Thematik?
      Freu mich auf deine Antwort!!!
      LG vonSR nach M!
      Erwin
    • Hallo Erwin,

      vielen Dank für Deine schnelle Antwort.

      Im Prinzip gebe ich Dir in allen wesentlichen Punkten Recht.

      Es ist schon sehr befremdlich, dass über einen Zeitraum von etwa 10 Jahren Beraterverträge für nicht erbrachte Leistungen abgeschlossen wurden.

      Und das krasseste ist für mich, dass man das Ganze noch am Aufsichtsrat vorbeigeschleust hat.

      Das Ausmaß der Verfehlungen lässt sich wohl auch aus dem Umfang der Prüfungsfeststellungen der Beratungsgesellschaft Ernst & Young ablesen. Wenn deren Prüfungsbericht 432 Seiten umfasst, dann kann man daraus ersehen, wieviel Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden.

      Aber trotzdem gibt es auch was Gutes zu vermelden:

      Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 wird es seit langem keine Tariferhöhungen geben. Sogar im Gegenteil, wegen der Absenkung des Umsatzsteuersatzes werden Fahrpreisverbilligungen von ca.10 % erwartet.

      handelsblatt.com/unternehmen/h…-TOAETAGx7pfjnaauNSAp-ap3

      Ich wünsche ein schönes, sonniges WE (angeblich bis 25 Grad!)
      Viele Grüße nach SR

      Michael
    • Schönen Abend,lieber Michael, :)

      ich möchte meinen Post um einen aus meiner Sicht wichtigen Punkt ergänzen; dabei geht es mir um den Güterverkehr auf der Schiene:

      Seit Mitte der 1950er Jahre wurde aus meiner Sicht bedauerlicherweise dem Gütertransport auf der Straße ständig der Vorrang vor dem umweltfreundlicheren
      Gütertransport auf der Schiene gegeben! In diesem Zusammenhang fält mir nur der Name des damaligen Bundesverkehrsministers ein,der diese Entwicklung
      "befeuert" hat, nämlich Hans-Christoph Seebohm.

      Und heute: für Spediteure,auf gut österreichisch Frächter gibt es leider auf Grund der hohen Trassenpreise/gefahrenen Schienenkilometer fast keine Alternative
      zum Schienentransport!

      Hier ist aus meiner Sicht dringend ein Umdenken bei den zuständigen Verkehrsministern notwendig!!!
      Aus meiner Sicht sollte auch wieder eine "Reaktivierung" bzw. ein weiterer Ausbau der RoLA=Rollende Landstraße,ins Auge gefaßt werden, um dem Schienengütertransport
      ggü. der Straßenkonkurrenz den ihm zustehenden Nachteil auszugleichen!

      Letzter Punkt: Die Trassenpreise/gefahrenen Schienenkilometer müssen unbedingt radikal gesenkt werde,um etwaige Nachteile für die Frächter auszugleichen!
      Wie siehst du meine Ergänzung zu diesem Thema?
      Freu mich schon sehr auf deine Antwort!
      LG von SR nach M!
      Erwin
    • Hallo Erwin,

      Du sprichst in Deinem Post einen ganz wichtigen Faktor an, der in der Tat seit Jahrzehnten von der Politik völlig stiefmütterlich behandelt wurde: den Güterverkehr!

      Ich hab das nochmal nachgelesen. der Anteil des Güterverkehrs auf der Schiene beträgt gerade mal schlappe 18,7%, während der Anteil der auf LKW transportierten waren weiter rasant steigt.

      Ich bin voll auf Deiner Seite, hier wäre ein rasches Umdenken der Politik dringend geboten.

      Nähere Zahlen hierzu habe ich einem Artikel der der Allianz pro Schiene entnommen.
      nachzulesen hier:
      allianz-pro-schiene.de/themen/gueterverkehr/Marktanteile/

      Beim "googeln" fand ich auch noch ein gutes Video, das die Problematik auch hilfreich darstellt.



      Viele Grüße und einen guten Start in die neue Woche!

      Michael
    • Hallo Michael, :)
      herzlichen Dank für deine Antwort an mich! Habe auch das von der eingestellte Video angesehen. Besonders bedenklich fand ich den letzten Satz im Video:"Im Koalitionsvertrag
      wurde ein Ausbau des Güterverkehrs festgeschrieben!"(Zitat Ende)
      Dann , lieber Michael,muß ich mich aber schon fragen,warum das Bundesverkehrsministerium nichts dafür unternimmt,dies was im Koalitionsvertrag schwarz auf weiß niedergeschrieben ist,auch beim eigenen Staatskonzern,sprich der Bahn AG,umzusetzen!
      Und es kommt noch ein Punkt erschwerend hinzu. Das regelrechte Verschlafen im Digitalbereich! Die Güterverkehrssparte der SBB,SBB Cargo,setzt seit etlichen Jahren
      schon auf Digitalisierung des Güterverkehrs,durch das ECTS=European Computer Train System und steigert damit sukzessive das Transportaufkommen von Gütern auf
      der Schiene!
      Und die Herren Vorstände der Bahn AG:Legen die Hände in den Schoß und tun:Gar nichts!
      Man sollte und das ist meine persönliche Meinung,diese Herren mal zur SBB Cargo in die Lehre schicken,damit diese Herrschaften mal sehen,wie man das Transportaufkommen
      von Gütern auf der Schiene steigern kann!
      Mir fällt dazu nur der Spruch ein:"Ist der Ruf erst ruiniert,lebts sichs völlig ungeniert"! Zweiter Spruch:"Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern!"

      Mir bleibt da nur folgendes Fazit:Die unfähigen Manager von DB Cargo fuern,Gehalt drastisch kürzen und durch Leute ersetzen, die Ahnung von der Materie haben!

      Ich hoffe,lieber Michael, du kannst auch hier meinem Post zustimmen!
      Freu mich schon sehr auf deine Antwort!
      LG von SR nach M!
      Erwin
    • Hallo zusammen,

      das Technikmonster heißt ETCS, European Train Control System und ist in Deutschland schon auf der Neubaustrecke zwischen Erfurt und Leipzig im Einsatz (im Personenverkehr).

      Andere Strecken, auf denen 160 km/h und schneller gefahren wird, sind noch mit LZB (Linienzugbeeinflussung) ausgerüstet.

      Infos zu ETCS hier:

      inside.bahn.de/etcs-europaeisc…sicherheitssystem/db-amp/

      Viele Grüße, Markus

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 4yg ()

    • Schönen Guten Morgen Michael, :)
      möchte zu meinen Posts betreffend Schienengüterverkehr noch einige Punkte erwähnen,die aus meiner Sicht auch noch in diesen Themenbereich passen:
      Lt. einer Presseaussendung(österreichisch für :Pressemitteilung) vom 9.10.2019 hat das BVMI=Bundesverkehrsministerium im Straßengüterverkehr
      die Einführung sog."GigaLiner",das sind LKW die bis zu 25 (!!!!) m oder noch länger sein können. Diese LKW sind außerdem noch viel breiter als der normale
      Speditions-LKW und können daher durch Autofahrer fast überhaupt nicht mehr überholt werden!
      Diese von mir erwähnten Riesen-LKW haben eine Ladekapazität,die offenbar so groß ist,um Leerfahrten zu vermeiden!

      Hier , an den von mir genannten Fakten zeigt sich meines Erachtens,daß das Ministerium offenbar nicht dazu bereit ist,die dringende Wende und ein Umsteuern im Gütertransport,also
      mehr Güter auf die Schiene,anstatt auf die Straße,einzuleiten.

      Ferner wird mit der beschlossenen Einführung dieser von mir erwähnten Giga-LKW vielen,kleinen und mittleren Speditionsbetrieben,die sich derartige "LKW-Monster" finanziell
      und auch wirtschaftlich nicht leisten können,buchstäblich das "Wasser " abgegraben,d.h. daß die von mir erwähnten Speditionen,ihre Betriebe zusperren und Mitarbeiter,die
      teilweise schon bis zu 30 oder 40 Jahren in diesen Betrieben tätig sind,entlassen müssen.

      So sieht also das Versprechen des Bundesverkehrsministers aus,der sich letztens für eine stärkere Verlagerung des Gütertransports von der Straße auf die Schiene stark gemacht hat,
      aus!

      Wie stehst du,lieber Michael zu dem von mir ergänzten Post?

      Freu mich schon sehr auf deine Antwort!
      LG von SR nach M!
      Erwin
    • Hallo Erwin,

      die sog. Gigaliner mit einer Gesamtlänge von bis zu 25.25 Meter sind ein Wahnsinn.

      Dieser Monstergefährte sind in Deutschland schon seit Januar 2017 grundsätzlich zugelassen.
      Das Gesamtgewicht beträgt bis zu 44 Tonnen. Dass dies für die Haltbarkeit der Straßen eher nachteilig sein dürfte, ist keine Frage.

      Allerdings muss man gerechtigkeitshalber auch dazu sagen, dass die Testversuche für diese Monster- Trucks schon seit 2012 liefen..
      Mithin kann man der jetzigen Bundesregierung insoweit keinen unmittelbaren Vorwurf machen, dass sich diese nicht für eine verstärkte Verlagerung des Gütertransports auf die Schiene einsetzt.

      Die von Dir zitierte Pressemitteilung betrifft offenbar den Einsatz von Gigalinern auf österreichischen Straßen.
      Mich wundert eh, dass die Österreicher die Gigaliner auf ihren Straßen nicht verhindert haben, weil die dortige Regierung dem Schienenverkehr deutlich höhere Prioritäten einräumt, als dies in Deutschland der Fall ist.

      Es bleibt weiter spannend, aber wir sollten der Absichtserklärung der deutschen Bundesregierung, mehr Güter auf die Schiene zu bringen, erst mal eine Chance geben und den weiteren Gang der Dinge weiter verfolgen.

      Ich wünsche noch einen schönen Tag und viele Grüße!
      Michael