Wieso Darf die Bahn sich eigentlich alles erlauben?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Wieso Darf die Bahn sich eigentlich alles erlauben?

      Ein fröhliches "Hallo" an alle Menschen da draußen,

      seit mehreren Jahren bin ich ein treuer und ehrlicher Bahn-Kunde gewesen, bis diese mir mehr mals grundlos auf die Füße getreten ist. Früher fuhr ich täglich mit der Bahn zur Schule und hatte stets ein Monatskarte im Besitz. Der Preis für diese Monatskarte erhöhte sich in meinen 4 Jahren die ich dort zur Schule ging, um fast 25%. Trotzdem verbesserte sich die Bahnverbindung oder der Comfort nicht, im Gegenteil, wesentlich öfter viel die Bahn zum Ende meiner Schulzeit aus oder verspätete sich. Vorallem im Winter hatte man fast schon täglich mit verspätungen und ausfällen zu rechnen und stand stundenlang wartend in der Kälte. Ich denke von solchen Zwischenfällen kann jeder sein eigenes Lied singen.

      Ganz anders erging es mir im Sommer vor 2 Jahren. Letzter Schultag, alle Klassen meiner Schule hatten nach der 6 Stunde Schluss. Eine ältere Ausgabe der DeutschBahn-Zügen, bei denen man gerade mal das DR durch das DB-Logo geändert hat, erreichte den Bahnhof und die Horde Schüler quälte sich in die zwei Waggons. Da es wirklich unangenehm ist in diesen Zügen die ganze Fahrt über zu stehen, vorallem wenn dieser komplett überfüllt ist, konnte ich mir einen Platz in der ersten Klasse sichern, obwohl ich wusste das ich das mit meiner 2ten Klasse Monatskarte für 140€ nicht durfte. Nach kurzem kam ein Kontrolleur, ich fragten ihn ob ich aufstehen sollte, aber er sagte das er heute ein Auge zu drückt. Er nahm meine Monatskarte in die Hand und wollte die Karte meine Nachbarn sehen. Da dieser ohne gültigen Fahrschein fuhr, schrieb er sich dessen Personalien auf und gab mir meine Karte wieder.

      Keine 2 Wochen später erhielt ich eine Fahrpreisnacherhebung von der Deutschen Bahn über 40€, welche ich, auch, nachdem ich den Vorfall der Bahn erklärte, bezahlen musste, da ich die Fahrt in der ersten Klasse saß.

      Eine andere Situation erging mir am 20.04 diesen Jahres. Spontan musste ich 2 Station mit der Bahn fahren. Die Fahrt sollte 3,50€ kosten, jedoch hatte ich kein Kleingeld passend bei mir und der Fahrkartenautomaten nahm meinen 20€ -Schein nicht an. Da der Automat auch keine EC-Karte annimmt und auch keine Geschäfte mehr auf hatten, bei denen ich mein Geld hätte wechseln können, machte ich ein Beweisfoto vom Display des Automaten und schrieb mir dessen Nummer auf. Als ich dann in den Zug einstieg, ging ich unverzüglich zum Kontrolleur und erklärte ihm meine Situation. Dieser schrieb sich den Sachverhalt und meine Personalien auf und versicherte mir auf meine Frage hin, ob ich mit einer Fahrpreisnacherhebung von 40€ zu rechnen hätte, das ich lediglich den Fahrpreis von 3,50€ bezahlen zu habe.

      Wenige Tage darauf erhielt ich Post von der DB AG. Eine 40€ Fahrpreisnacherhebung wegen fahrens ohne gültigen Fahrschein. Da hätte ich auch mit einem Taxi fahren können, da wär ich günstiger bei rumgekommen. Nun ja, Ich schilderte erneut bei der Fahrpreisnacherhebungsstelle sowohl telefonisch, als auch im Internet meine Situation und überweiste die 3,50€ für den Fahrpreis der Bahn. Anfangs wurde ich per Post mit unpassenden Antworten und Argumenten wie "Sie konnten bei der Prüfung der Fahrausweise keinen bzw. keinengültigen Fahrausweisvorzeigen. Leider haben SIe es bisher versäumt den noch zu ahlenden Betrag vollständig zu begleichen." oder "Anhand Ihrer Angaben haben wir bei unserer Fachabteilung ,Technischer Dienst' Informationen bezüglich einer Störung des von Ihnen genannten Fahrkartenautomaten bzw. Entwertergerätes eingeholt. Die Prüfung hat ergeben, dass zum angegebenen Zeitpunkt keine Störung vorlag. Danach bekam ich nur noch höhere Mahnungen, obwohl ich der Bahn stetig auf ihre Briefe antwortete. Als die Kosten fast über 100€ waren, bekam ich Post von einem Inkasso Unternehmen der DeutschenBahn. Diese wollte noch mehr Geld von mir. Ich weigerte mich weiterhin dies zu bezahlen, da ich mich komplett von der Bahn abgezogen fühlte, Schüler bin und ohnehin kaum Geld habe.

      Irgendwann fand meine Mutter mal einen dieser Briefe und hat das Geld gegen meinen Willen, vor zwei Wochen bei der Deutschen Bahn bezahlt.

      WIESO LÄSST DIE BAHN NIE MIT SICH REDEN UND HÖRT EINEM NIE ZU?

      WIESO DARF DIE DEUTSCHE BAHN SOETWAS MIT JAHRENLANG TREUEN KUNDEN MACHEN?

      WIESO ZOCKT DIE GROSSE MONOPOLISTISCHE AKTIENGESELLSCHAFT DIE BAHN SOGAR DAS LETZTE GELD VON DEN KLEINSTEN LEUTEN?

      WEIL SIE ES KANN! KEINE MACHT DER BAHN!
    • Leider gebe ich ihnen die gleiche antwort.

      in den agb´s der kommunalen unternehmen steht leider ausdrücklich , das der fahrgast für passendes geld zu sorgen hat und ihre geschichte mit der ersten klasse kann ich zwar nicht ganz nachvollziehen , allerdings wußten sie ja , das ihre fahrkarte nicht für die 1.klasse bestimmt ist und haben somit bewusst gehandelt und mussten mit der konsequenz leben.

      zu den preisen möchte ich ihnen aber noch etwas sagen :

      die preise werden von den kommunalen unternehmen und verbünden gestalltet und nicht von der bahn , außer sie besitzen ein überregionales schülermonatsticket.
    • Ich kann den Ärger, der sich hier aufgestaut hat sehr gut verstehen. Die beschriebenen Situationen lassen sich im ganz normalen Alltag nun einmal nicht verhindern. Vor allem im ersten Fall wäre etwas mehr Kulanz sicher hilfreich gewesen, da ja zu mindest ein gültiger Fahrausweis mitgeführt wurde. Auf der anderen Seite kann ich nachvollziehen, dass es nunmal Beförderungsbedingungen gibt, die in einigen Fällen vielleicht ungerechtfertigt erscheinen aber dennoch ihre Berechtigung haben. Ob bei einem Schüler aber mit dieser Härte durchgegriffen werden muss, ist moralisch gesehen, sicher zweifelhaft. Schließlich hat er, wenn man der Schilderung glauben darf, in beiden Fällen Bemühungen gezeigt, seinen Verstoß gegen die Beförderungsbedingungen auszugleichen. Wenn es dann zu einer solchen Auseinandersetzung kommt und man sich unsicher ist, ob man im Recht ist, sollte man sich eventuell bei einem unbeteiligten Experten wie einem Rechtsanwalt für Verkehrsrecht z.B. aus Böblingen Rat holen und nicht, wie im vorliegenden Fall geschehen, auf eigene Faust handeln und damit noch Mahngebühren herauf beschwören.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Weltenbummler ()