kostenlose Fahrradmitnahme für Bahnpendler in Mecklenburg Vorpommern

    • Mecklenburg-Vorpommern

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    • kostenlose Fahrradmitnahme für Bahnpendler in Mecklenburg Vorpommern

      Hallo Zusammen,

      Ende November 2011 bekam ich ein Schreiben von der DB AG, in welchem mir mitgeteilt wurde, daß ich mein Fahrrad ab 1.1.2012 nicht mehr kostenlos mitnehmen darf, sondern täglich 5€ für die Fahrradmitnahme zahlen soll.

      Ich bin seit ca. 5 Jahren Besitzer des DB Jobtickets und habe deses Ticket auch deshalb gekauft, weil ich damit mein Rad kostenlos im Zug mitnehmen darf. Auf das Rad bin ich angewiesen, weil ich von zu Hause bis zum Bahnhof 5 km und vom Bahnhof am Arbeitsort 3 km bis zur Arbeit mit dem Rad fahre. Die Busverbindungen kann man vergessen und 2 Räder jeweils an den Bahnhöfen stehen lassen geht auch nicht. Deshalb war dieser Brief nicht gerade ein Weihnachtsgeschenk:

      bahnforum.net/index.php?attach…f77429e6a3be3c19f4fa285d1

      Jetzt wird sich mancher fragen, warum ich das erst jetzt hier reinschreibe und wie die Geschichte weitergeht? Die Geschichte geht erstmal positiv aus und sie ist sehr lehrreich für alle Pendler. Aber sie ist noch nicht endgültig ausgestanden. Weiteres demnächst!
    • kostenlose Fahrradmitnahme für Bahnpendler in Mecklenburg Vorpommern - die 2.

      Nun war guter Rat erstmal teuer. Erstmal hab ich mir Verbündete gesucht und an alle möglichen Stellen geschrieben: Pro-Bahn, ADFC Mecklenburg Vorpommern und an die Fraktionen im Landtag. Und an den Petitionsausschuss des Landtages habe ich auch geschrieben.

      Dann ging auch eine Beschwerde an die UBB und an die DB Regio. Aber da biss ich mehr oder weniger auf Granit und wurde mit folgenden Worten abgewimmelt: " Die kostenfreie Fahrradmitnahme war ein zusätzliches Angebot zu Ihrem Jahresabo und ist somit kein Vertragbestandteil. Durchaus verstehen wir die Umstände, können aber an den Tatsachen nichts ändern und möchten den Vorgang hiermit abschließen. Weiterhin wünschen wir Ihnen, angenehmes Reisen mit der Deutschen Bahn."

      Es gibt auch eine Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personennahverkehr - SÖP. An diese Stelle habe ich auch geschrieben.

      Die erste Stellungnahme des Petitionsausschusses des Landtages Meckelnburg Vorpommern war sehr aufschlußreich:

      [pdf][/pdf]
    • Tolles Engagement! Es würde mich sehr interesieren, wie es noch weiter ging oder ob nach dem Schreiben des Petitionsausschusses Schluss war. Fünf Euro pro Tag für die Fahrradmitnahme ist wirklich ein hoher Preis. Im Berliner Nahverkehr darf das Fahrrad mit einer normalen Monatskarte auch nicht mitgenommen werden. Es gibt allerdings eine Fahrradmonatskarte . Diese ist erheblich billiger als Einzelfahrscheine für das Fahrrad. Vielleicht wäre ein solches Angebot der DB ein akzeptable (wenn auch schlechtere) Alternative zur bisherigen freien Fahrradmitnahme.

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    • kostenlose Fahrradmitnahme für Bahnpendler in Mecklenburg Vorpommern die 4.

      vor wenigen Tagen bekam ich die Antwort des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung über den Petitionsausschuss - siehe Anlage - oh 170 KB sind zu groß für eine Anlage. Nach dem Verkleinern kommt das Schreiben hier rein.

      Nun bin ich wiederum gefragt und kann meine Meinung äußern. Das werde ich auch tun.
    • Wird ja hier ein Riesenwirbel um die kostenlose Fahrradmitnahme gemacht.

      Habe übrigens bei der Lufthansa oder einer anderen Fluggesellschaft nicht erlebt das dort irgendwas kostenlos mitgenommen wird, bei Taxifahrten schon einmal ganz zu schweigen. Aber bei der Bahn? Natürlich dort muß das ja kostenlos sein.
    • Toddi schrieb:

      Wird ja hier ein Riesenwirbel um die kostenlose Fahrradmitnahme gemacht.

      Habe übrigens bei der Lufthansa oder einer anderen Fluggesellschaft nicht erlebt das dort irgendwas kostenlos mitgenommen wird, bei Taxifahrten schon einmal ganz zu schweigen. Aber bei der Bahn? Natürlich dort muß das ja kostenlos sein.

      Nein, die Fahrradmitnahme muss nicht kostenlos sein! Das Land hat die Fahrradmitnahme für Pendler in MV bisher bezahlt. Warum will das Land nicht weiter bezahlen?

      Warum ist die Fahrradmitnahme in Bayern, Thüringen und Sachsen-Anhalt generell kostenlos und woanders nicht?

      Das sind nur einige Fragen, die sich stellen und auf eine Antwort warten.
    • Hallo hstler,

      erst einmal möchte ich loswerden das ich dein Engagement für die Fahrradbeförderung bewundere.

      Beim lesen deiner Schreiben sind mir allerdings einige Passagen aufgefallen die nicht ganz korrekt sind:

      =>"„Die Deutsche Bahn ist ein Staatskonzern," <= Dies ist ein typisch deutscher Trugschluss. Der Staat hat das Schienennetz unter sich (Bundesnetzagentur), aber hat keinerlei Einfluss oder Anteile am Vertrieb (Preisgestaltung, Ausstattung, Personal usw). Der Staat steckt Fördermittel in den Schienenausbau bzw deren Wartung. Nur dort hat der Staat Einfluss weshalb Nahverkehrstrecken auch ausgeschrieben werden damit private Bahnen dort Anfahren dürfen.

      => "Nach meinem Verständnis ist damit der Steuerzahler der Geldgeber für die DB und sollte auch über die Leistungen der DB bestimmen.“" <= Das hingt ein wenig, wenn du danach gehst müsstest du als Bürger auch Einfluss auf sämtliche Netzbetreiber (Strom/Gas) in Deutschland haben. Schließlich steckt der Staat dort ebenfalls Steuergelder rein. Um in unserer Region zu bleiben müssten wir dann Einfluss auf die WEMAG AG haben, haben wir aber nicht weil es ein Unternehmen wie die Deutsche Bahn ist. Der Staat darf sich rein rechtlich schon nicht in Unternehmen (Bundeskartellamt ist in dem Fall natürlich ein anderer Schuh) einmischen.

      => "Sinngemäß gilt das auch für die Daten der Verkehrszählung. Sie wurden mit Steuermitteln bezahlt und sollten deshalb auch öffentlich gemacht werden. Ich frage: Was ist an diesen Daten geheim? Wenn wirklich Interessen von Privatunternehmen verletzt werden, dann kann man die Ergebnisse der Verkehrserhebung notfalls anonymisieren." <= Die Veröffentlichung von Personenbezogenen Daten wäre ein Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) weshalb diese auch nicht veröffentlicht werden dürfen da nicht gewährleistet ist das niemand diese Daten für eigene Zwecke nutzen würde.


      => "Lassen Sie den Bahnkunden zu Wort kommen und organisieren Sie ein Pendlerforum unter Verantwortung der VMV unter neutraler Moderation z.B. in Greifswald oder Stralsund." <= Nette Idee wäre was für ProBahn.


      Dies soll dich natürlich nicht entmutigen sondern ist einfach mal ein kleines Feedback zu deinen Äußerungen. Vielleicht kannst du davon ja etwas gebrauchen was dir weiterhilft.
      Wenn du weitere Fragen hast oder dir etwas unklar ist, ticker mich einfach an.
    • Chung schrieb:

      =>"„Die Deutsche Bahn ist ein Staatskonzern," <= Dies ist ein typisch deutscher Trugschluss. Der Staat hat das Schienennetz unter sich (Bundesnetzagentur), aber hat keinerlei Einfluss oder Anteile am Vertrieb (Preisgestaltung, Ausstattung, Personal usw). Der Staat steckt Fördermittel in den Schienenausbau bzw deren Wartung. Nur dort hat der Staat Einfluss weshalb Nahverkehrstrecken auch ausgeschrieben werden damit private Bahnen dort Anfahren dürfen.


      Hallo Chung,

      danke für deine ausführliche Antwort!

      Allerdings bin ich etwas anderer Meinung. Die Bahn AG ist - wie der Name es sagt - eine Aktiengesellschaft. Der Inhaber der Aktien hat das Sagen im Unternehmen. Natürlich wird das tägliche Geschäft nicht vom Eigentümer geführt. Aber die globale Ausrichtung kann der Bund natürlich bestimmen. Alles andere würde mich wundern.
    • Chung schrieb:

      => "Sinngemäß gilt das auch für die Daten der Verkehrszählung. Sie wurden mit Steuermitteln bezahlt und sollten deshalb auch öffentlich gemacht werden. Ich frage: Was ist an diesen Daten geheim? Wenn wirklich Interessen von Privatunternehmen verletzt werden, dann kann man die Ergebnisse der Verkehrserhebung notfalls anonymisieren." <= Die Veröffentlichung von Personenbezogenen Daten wäre ein Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) weshalb diese auch nicht veröffentlicht werden dürfen da nicht gewährleistet ist das niemand diese Daten für eigene Zwecke nutzen würde.

      Ich fahre seit ca. 7 Jahren fast täglich mit der Bahn und habe schon einige Verkehrszählungen/Befragungen mitgemacht. Dort wurde noch nie nach dem Namen gefragt. Also personenbezogene Daten werden nicht erhoben. Aus diesem Grund kann man die Veröffentlichung nicht ablehnen.

      Die Begründung für die Ablehnung der Veröffentlchung war folgender: "Eine Veröffentlichung der Daten aus der Verkehrserhebung könne ausschließlich mit der Zustimmung aller Eisenbahnverkehrsunternehmen erfolgen. Diese Zustimmung lege nicht vor." Das meinte ich mit anonymisieren - also anonymisieren der Eisenbahnverkehrsunternehmen.

      Ich frage mich, wozu macht man eine Verkehrszählung, wenn man sie nicht veröffentlichen kann oder will?
    • Chung schrieb:

      => "Lassen Sie den Bahnkunden zu Wort kommen und organisieren Sie ein Pendlerforum unter Verantwortung der VMV unter neutraler Moderation z.B. in Greifswald oder Stralsund." <= Nette Idee wäre was für ProBahn.
      richtig - alle sollten teilnehmen: ProBahn, VMV, interessierte Landespolitiker, Pendler, ADFC MV. Und man sollte mal neue Wege gehen, alte Strukturen aufbrechen. Dann entsteht auch was neues und das politische Feld wird nicht allen den Piraten überlassen.
    • hstler schrieb:

      Chung schrieb:

      => "Sinngemäß gilt das auch für die Daten der Verkehrszählung. Sie wurden mit Steuermitteln bezahlt und sollten deshalb auch öffentlich gemacht werden. Ich frage: Was ist an diesen Daten geheim? Wenn wirklich Interessen von Privatunternehmen verletzt werden, dann kann man die Ergebnisse der Verkehrserhebung notfalls anonymisieren." <= Die Veröffentlichung von Personenbezogenen Daten wäre ein Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) weshalb diese auch nicht veröffentlicht werden dürfen da nicht gewährleistet ist das niemand diese Daten für eigene Zwecke nutzen würde.

      Ich fahre seit ca. 7 Jahren fast täglich mit der Bahn und habe schon einige Verkehrszählungen/Befragungen mitgemacht. Dort wurde noch nie nach dem Namen gefragt. Also personenbezogene Daten werden nicht erhoben. Aus diesem Grund kann man die Veröffentlichung nicht ablehnen.

      Die Begründung für die Ablehnung der Veröffentlchung war folgender: "Eine Veröffentlichung der Daten aus der Verkehrserhebung könne ausschließlich mit der Zustimmung aller Eisenbahnverkehrsunternehmen erfolgen. Diese Zustimmung lege nicht vor." Das meinte ich mit anonymisieren - also anonymisieren der Eisenbahnverkehrsunternehmen.

      Ich frage mich, wozu macht man eine Verkehrszählung, wenn man sie nicht veröffentlichen kann oder will?


      Auch wenn nicht nach deinem Namen, Anschrift, Kontoverbindung samt Pin gefragt wurde sind es personenbezogene Daten. Es wird erhoben welches Geschlecht du hast, welches Alter du hast, wie oft du fährst, warum du fährst ect all das sind Daten die unter Umwegen auf dich zurück zuführen und damit personenbezogene Daten sind. Es muss daher gesetzlich das Einverständnis vorhanden sein sonst läuft in keiner Form etwas.



      Hallo Chung,

      danke für deine ausführliche Antwort!

      Allerdings bin ich etwas anderer Meinung. Die Bahn AG ist - wie der Name es sagt - eine Aktiengesellschaft. Der Inhaber der Aktien hat das Sagen im Unternehmen. Natürlich wird das tägliche Geschäft nicht vom Eigentümer geführt. Aber die globale Ausrichtung kann der Bund natürlich bestimmen. Alles andere würde mich wundern.


      Jaein dafür gibts den Kundenbeirat der DB AG in dem Kunden und Interessenten die Meinung der Kunden eine Stimme geben. Logisch ist es ja anzunehmen das nicht jeder Kunde der DB AG auch Aktien gekauft hat. Das wäre übrigens auch noch eine Anlaufstelle neben dem RAN-Team Mecklenburg-Vorpommern.
    • Chung schrieb:

      Auch wenn nicht nach deinem Namen, Anschrift, Kontoverbindung samt Pin gefragt wurde sind es personenbezogene Daten. Es wird erhoben welches Geschlecht du hast, welches Alter du hast, wie oft du fährst, warum du fährst ect all das sind Daten die unter Umwegen auf dich zurück zuführen und damit personenbezogene Daten sind. Es muss daher gesetzlich das Einverständnis vorhanden sein sonst läuft in keiner Form etwas.

      Wie will man aus Geschlecht, Alter, wie oft ich fahre und warum ich fahre meinen Namen bestimmen?

      Aber darum ging es gar nicht. Es ging darum, daß man aus der Verkehrszählung die verschiedenen Eisenbahnverkehrsunternehmen ersehen konnte und deshalb die Ergebnisse der Verkehrszählung nicht öffentlich machen darf.
    • Auch wenn das Thema schon alt ist für interessierte Leser hinzu !

      Im Grunde lässt sich im jedem Zug der Deutschen Bahn jedes Fahhrad kostenlos mitnehmen.

      Einzigste Bedingung, entsprechend eines Gepäckstückes im Rahmen soviel wie man mit zwei
      Händen zu tragen vermag. Und bezogen auf ein Fahrad ist das dann auch explizit in deren
      Begingungen erwähnt das es NICHT fahrbereit sein sollte !

      Z. B. eingepackt in Kartonage wie Du es z. B. bei auswärtigem Fahrradhändler, Fabrikverkauf
      es auch erwerben könntest KEIN Problem, solang Du möglicher weise nicht mit 4 sitzigem
      Tandem oder so daher kommst, gilt das dann sogar im ICE !
      Im Grunde ist es ja auch schon nicht mehr fahrbereit wenn da mal eben die Pedale abgeschraubt werden.

      Außerdem gibt es auch so genannte Klappräder, Falträder, und da nicht nur die Kleinen ja selbst welche
      im 24 und 26 Zoll Format habe ich schon zusammengeklappt im Metronom außerhalb seinem großem
      Fahrradabteil ( in dem Falle des Metronomes handelt es sich da gleich um ganzes Untergeschoß eines
      Doppelstockwagens gesehen ).

      Lediglich Zugbegleiter von ICE sollen sich dann und wann schon mal anstellen wenn dort dennoch
      einer ein Klapprad dabei hat. In diesem Falle jene Seite aus den Beföfderungsbedingungen wohl
      besser im Ausdruck dabei haben oder so.

      Andererseits jedoch gibt es auch Bahnen wo nicht gerade all zuviele Fahrräder hineinpassen, in diesem
      Sinne verstehe ich dann Thüringen nicht wo die Mitnahme von Fahhrädern ohnehin gänzlich kostenlos ist,
      wo in den sehr beschränkten kleinen Triebwagelchen der Erfurter Bahn die größten Teils Thüringen bedient
      ohnehin nur recht wenige Fahrräder hineinpassen, und da im Sommer die Radtouristen im Bereich des
      Thüringer Waldes oft genug des Zuges verwiesen werden müssen.