Tragikomödie mit der DB

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    • Tragikomödie mit der DB

      Sehr geehrte Damen und Herren,


      normalerweise schreibe ich keine solchen Beschwerdebriefe,
      da es sowieso gar nichts bringt, und ich eigentlich keine Zeit dazu habe. Aber
      jetzt habe ich mir extra Zeit aus meinem vollen Terminplan genommen, um Ihnen
      zu erzählen, was für ein Service Sie bei der Deutschen Bahn anbieten.


      Nach drei Mal Reisen mit der Deutschen Bahn würde ich
      nächstes Mal, trotz meines Flugangst, einen Flug nehmen. Der Grund dazu ist:
      das, was bei der Bahn abläuft, ist eine wunderbare Vorlage für eine
      Tragikomödie. Das einzige, was die DB gut machen kann – fleißig abkassieren.


      Und jetzt, meine Damen und Herren, zu Ihrer Unterhaltung - Geschichte
      Nr.1:


      An einem sehr kalten Februartag, dem 10.02 um 12:00, fuhr
      ich mit der EC los in eine „sehr lange Reise“ nach Warschau. Aufgrund meiner
      Müdigkeit, und der Äußerst anspruchsvoller Arbeitsperiode, habe ich mich
      entschlossen, ein 1-Klasse-Ticket zu kaufen, um mich während der Reise ausruhen
      zu können. In diesem Zug war ein einziger 1-Klasse-Waggon, der sich im hinteren
      Bereich des Zuges befand. Als wir die polnische Grenze passierten, fiel die
      Heizung aus. Bis zum nächsten Bahnhof fuhren wir in einem eisigen Waggon.
      Draußen waren es -18 Grad. Am nächsten Bahnhof versuchte man die Heizung zu
      reparieren, dazu wurde der ganzer Zug eine Stunde lang aufgehalten.
      Reparaturversuche misslingten, deswegen wird der Waggon einfach vom Zug
      separiert, und unser Zug fährt ohne uns nach Warschau! Wir mussten im eisigen
      Wagen warten bis der nächste Zug kam, und wir weiter nach Warschau fahren
      durften. Insgesamt 3 Stunden Verspätung! Wäre ich doch lieber zweite Klasse
      gefahren! Übrigens, weder im Service, noch in der Ausstattung habe ich keinen
      Unterschied gemerkt.


      Geschichte Nr. 2:


      Es war an einem wunderschönen warmen Frühlingsmorgen, gleich
      nach meinen Geburtstag – am 08.05.2012. Ich gönnte mir selbst ein Geschenk –
      eine Reise nach Zürich mit der DB. Ich nahm einen ICE nach Zürich über Hannover.
      Alles schien perfekt geplant, aber – womit ich nicht rechnen konnte – mein ICE
      Berlin-Hannover verspätete sich um 30 min, und mein Zug nach Zürich fuhr ohne
      mich. Ich musste zwei Stunden auf dem Bahnhof hocken, um den nächsten Direktzug
      zu nehmen. Ich ging zur Kasse, um meine Plätze umzubuchen, weil ich wieder die
      1-Klasse Tickets hatte. Ich dachte, die Geschehnisse aus der ersten Geschichte
      seien ein Missverständnis, und so etwas würde ganz besonders in Deutschland,
      einem Land der Ordnung und Pünktlichkeit, nicht wieder passieren. Ich habe mich
      leider geirrt – meine neue Reservierung war in einem 1-Klasse-Waggon, wo die
      Klimaanlage ausgefallen ist! Als ich den Zug betrat, spürte ich die stickige
      Luft. Die Außentemperatur betrag um die 30 Grad an dem Tag. Als ich den
      Zugbegleiter fragte, warum es denn so heiß sei, hatte er darauf nicht
      geantwortet, sondern einen großen Aufkleber auf die Glastür angebracht, wo
      stand, dass die Klimaanlage kaputt sei. Erst danach hat er mir angeboten, sich
      ein anderen Platz zu suchen. Und da die Anzahl der 1-Klasse –Plätze kleiner ist
      als die von den 2-Klasse-Plätze, waren schon alle besetzt. Bis Zürich musste
      ich mich mit einem 2-Klasse Platz zufrieden geben, obwohl ich die 1-Klasse
      bezahlt hatte.











      Geschichte Nr.3: HIGHLIGHTS


      Wieder ging es am 09.07.2012 nach Zürich über Hannover.
      Wieder 1-Klasse. Die Geschichte wiederholte sich: Verspätung von 20 min., mein
      Zug nach Zürich fährt ohne mich, ich muss wieder zwei Stunden in Hannover
      warten, wieder meine reservierten Plätze umbuchen. Gott sei Dank habe ich endlich
      Zürich erreicht, statt um 18 Uhr um 20 Uhr. Aber: ich habe mein geschäftliches
      Treffen um 19 Uhr vermisst, und dadurch hatte ich finanzielle Verluste
      getragen.


      Und jetzt das große Finale: (Apotheose)


      Zug ICE Nr. 370 Interlaken – Berlin. Ich nahm den Zug am
      11.07.2012 in Basel, es ging nach Berlin. Es gab kein Anzeichen vom nahenden
      Unglück. Ich fuhr mit leichtem Herzen nach Berlin, weil mich dort ein Treffen
      mit meiner Liebsten erwartete. Es war unser Abschiedsabend, weil sie um
      Mitternacht nach Budapest fahren musste. Es blieben uns nur wenige Stunden vor
      langer Trennungszeit. Mein Zug musste um 21:25 in Berlin ankommen. Aber der
      Schicksal wollte es anders: um 18:30 Uhr blieb der Zug kurz nach Fulda in einem
      dunklen, schwarzen Tunnel stehen, und stand still 1 Stunde 30 Minuten. Es gab
      immer wieder Ansagen: „Der Zug fährt in 15, 20, 30 min.“… Dann ging es wieder
      zurück nach Fulda. Dort mussten die Passagiere noch eine Stunde ausharren – es wurde
      versucht einen Waggon zu reparieren. Erst dann ging es weiter Richtung Berlin.
      Mittlerweile wurde ich von Hunger und Durst geplagt. Aber ich schwor mir nach
      all dem Zirkus keinen weiteren Cent mehr an die Deutsche Bahn zu geben.
      Dennoch, als ich es nicht mehr aushalten konnte, trieb es mich ins Bordrestaurant.
      Als ich – wie dreist von mir! – nach einer warmen Suppe verlangte, sagte die
      nette Schweizerin hinter dem Tresen: „Uns ist leider der Ofen kaputt gegangen.
      Wir können nur Käse und Rohschinken anbieten.“ Ich musste das trockene Zeug runter
      würgen, obwohl ich an einem Magengeschwür schon seit ich 17 bin leide. In
      Berlin kamen wir gegen 1 Uhr nachts an. Meine Liebste habe ich verpasst.


      Die Moral der Geschichte:


      Ich werde mein Brief nicht mit dem üblichen „Mit
      freundlichen Grüßen“ beenden, weil das Reisen mit der DB gefährlich für das
      Leben und die Gesundheit ist, Sie stehlen mir das teuerste was ich haben kann –
      das Treffen mit meiner Liebsten. Sie stehlen mir meine Zeit und mein Geld, Sie
      machen mich krank, und jagen mir Schrecken ein – ich leide unter
      Klaustrophobie, und das Stehen 1 Std.30 min. lang im Dunkeln, irgendwo unter
      einem Berg ist wirklich ein Horror!


      Ich erwarte kein Feedback von Ihnen, es ist mir egal, was
      Sie da schreiben. Sie müssen es einfach wissen, wie es einem DB-Reisenden so
      geht.
      A.Potozki
    • Ich muss sagen das du wahrscheinlich so ziemlich alles abgefasst hast was passieren kann - und das nur nach 3 Fahrten.
      Ich persönlich fahre jeden Tag und es ist schon relativ zuverlässig. Klar gibt es ab und an Verspätungen und Ausfälle, auch geht mal was kaputt aber im Großen und Ganzen ist es wirklich o.k.

      PS: in dem Moment wo die Bahn ausfällt oder in der Pampa stehen bleibt rege ich mich auch maßlos auf, aber man muss auch sagen das wirklich sehr oft die Bahn selbst nicht Schuld ist.

      Kopf hoch, Shit happens.
    • Pünktlichkeit

      Ja in Deutschland ist alles und jeder Ordentlich und Pünktlich.. ausser die DB. Ich fahre jeden Tag mit der S1, habe Gleitzeiten muss daher nicht immer zur selben Zeit zur Arbeit hin und zurück fahren. Man kann es eine Seltenheit nennen wenn mal an einem Tag auf Hin- und Rückweg kein Zug ausfällt/soviel Verspätung hat das der nächste früher da gewesen wäre. Als wär das noch nicht genug fährt der Zug bei so hoher Verspätung dann nicht durch sondern die (Entschuldigt die Ausdrucksweise) abgefuckten Fahrgäste/Kunden dürfen vor ihrer Station aussteigen und auf die nächste verspätete Bahn warten (Egal ob es 30°C oder -20°C, etc.) sind. Btw bevor irgendein Klugscheisser erzählt das is nur ein Tochterunternehmen der DB oder so ein Müll und sie könnten da nix für und sowieso sind nur die Kunden Schuld, FUCK YOU AND SUFFER IN HELL!

      Ich könnte mich hier noch Tage lang über die auslassen aber da hab ich besseres vor mit der Zeit die mir die DB lässt.

      In diesem Sinne
      FUCK OFF DB!!!!!!!!!!11
    • @dievx

      Zu Fall 1:

      Züge der Klasse EC sind Wagenparks aller EU Bahnen die von der jeweiligen Bahn auch gewartet und bereitgestellt werden. Für Ausfälle kann man daher die Deutsche Bahn nicht zwangsläufig verantwortlich machen.

      Zu Fall 2:

      Das Problem mit den Klimaanlagen ist weitreichend bekannt und in den neuen Modellen des IC-X bereits ausgebessert, so hofft man zumindest darauf.


      Zu Fall 3 und Fall 4: Extrem ärgerlich aber hier gilt, wie auch im Fall 1 und 2, du hast rechtlichen Anspruch auf Entschädigung.
      Nicht nur die Verspätung sondern auch das Klassendowngrade (1 Klasse bezahlt 2 Klasse gefahren).
      Weitere Informationen => Fahrgastrechte Übersicht


      @Hank:
      Auch wenn dein Unmut zu verstehen ist, bitte achte auf deine Umgangssprache, danke.

      @kfmej:

      Vielen Dank für deinen sinnlosen Kommentar der uns alle bereichert, wenn man von der Materie Bahn keine Ahnung hat, sollte man sich zurückhalten.
    • airliner schrieb:

      Wann soll denn der IC-X nun endlich kommen?
      Gelesen habe ich schon vor gut einem bis anderhalb Jahren was davon. Auch erste (virtuelle) Bilder waren zu sehen.
      Gibt es schon Termine zur Einführung? Und wenn, dann wahrscheinlich nur zum großen Fahrplanwechsel im Dezember oder?



      Tjaha einen offiziellen Termin gibt es tatsächlich noch nicht, wir müssen alle warten ^^
      Muss nicht zwangsläufig im Winter sein, kann auch zum Sommerfahrplanwechsel schon passieren, aber das steht noch in den Sternen.
    • preise steigen und der service geht immer mehr in den keller

      was die db sich erlaubt ist einfach die frechheit schlecht hin.
      buchungen nur möglich bis 8.12.12 aber wieder gibt es eine preiserhöhung. personal total unfähig und unfreundlich...ständig unerklärliche verspätungen.anschluss an den nächsten zug verpasst man und man soll dann selber noch strafe zahlen oder aussteigen?! das geht zu weit...
      aber noch krasser finde ich das man trotz ticket gebeten wird auszusteigen,weil der zug überfüllt ist ,da es vorher zu ausfällen kam.
      mal im ernst , für so einen null service zahlen, nein danke !!!
      aber da sieht man was passiert ,wenn einer die macht hat und alles privatisiert wird.

      klasse arbeit.
    • chaos pur bei der bahn schrieb:

      was die db sich erlaubt ist einfach die frechheit schlecht hin.
      buchungen nur möglich bis 8.12.12 aber wieder gibt es eine preiserhöhung. personal total unfähig und unfreundlich...ständig unerklärliche verspätungen.anschluss an den nächsten zug verpasst man und man soll dann selber noch strafe zahlen oder aussteigen?! das geht zu weit...
      aber noch krasser finde ich das man trotz ticket gebeten wird auszusteigen,weil der zug überfüllt ist ,da es vorher zu ausfällen kam.
      mal im ernst , für so einen null service zahlen, nein danke !!!
      aber da sieht man was passiert ,wenn einer die macht hat und alles privatisiert wird.

      klasse arbeit.



      Buchung sind derzeit nur bis zum 08.12.2012 möglich, da danach der Fahrplanwechsel statt findet. Die Preisanpassung ist wie jedes Jahr auch dieses mal gerechtfertigt auch wenn dies niemand akzeptieren will. Der liebe gute Staat langt nämlich, wie jedes Jahr aufs neue, ebenfalls kräftig zu weiterhin sind die Aussagen ebenfalls gestiegen und irgendwo muss das Geld ja auch herkommen denn selber drucken geht ja nicht ;) "personal total unfähig" mit solchen Äußerungen wäre ich sehr vorsichtig. Nach dem deutschen Recht ist dies bereits eine üble Nachrede und das kann sehr schnell sehr teuer werden. "unfreundlich" bezweifle ich ebenfalls aus eigener Erfahren, wie es in den Wald .. usw. "ständig unerklärliche verspätungen" Unerklärlich ist nichts, und wer die Suchfunktion nutzen kann, der lernt hier im Bahnforum sogar noch eine ganze Menge!
      "anschluss an den nächsten zug verpasst man und man soll dann selber noch strafe zahlen oder aussteigen?!" Wenn aufgrund einer Verspätung der Anschluss verpasst wird, kann mich sich das Ticket gültig schreiben lassen. Mehr dazu unter der Rubrik Fahrgastrechte. "ber noch krasser finde ich das man trotz ticket gebeten wird auszusteigen,weil der zug überfüllt ist ,da es vorher zu ausfällen kam." Sicherheit geht vor Bequemlichkeit. Wir sind hier nicht in Indien sondern in Europa!
      "mal im ernst , für so einen null service zahlen, nein danke !!!" Du zahlst nicht für Service sondern für die Beförderung, die erbracht wird also hast du auch zu zahlen.
      "aber da sieht man was passiert ,wenn einer die macht hat und alles privatisiert wird. " Na klar und wenn alles wieder Staatlich wird, wird alles sofort besser? Aufwachen bitte!
    • Mir lief es kalt den Nacken herunter als ich den ersten Beitrag von dievx gelesen habe. Ich/wir fahren 3-4mal im Jahr die Strecke Freiburg -Bremen oder Bad Waldsee- Bremen und das seit ca 10 Jahren. Und WIRKLICH es gab bis dato noch nicht eine Reise auf der Hin-UND Rückfahrt reibungslos funktionierten! Verspätungen ,Klimaanlagen-/Heizungsausfall , fehlende reservierte Plätze sind auf unseren Reisen schon Normalität. Am besten finde ich die Ausreden, die dann durch den Lautsprecher durchgegeben werden. Mittlerweile können wir sogar die "Verschlüsselung" der Durchsagen. "Böschungsbrand" bei nassen Wetter bedeutet Selbstmörder ca 1,5-2 Std. Aufenthalt. "Technische Störung im Triebwagen" bedeutet der Zug ist eigentlich kaputt, mit Glück kommt man mit halber Kraft und ein bisschen Verspätung in den nächsten Bahnhof, ansonsten je nach Standort 1-2Std warten auf freien Feld.
      Natürlich gibt es Ereignisse ( die 4 Jahreszeiten und die damit verbundenen Problematiken) auf welche die Bahn nur reagieren kann, aber wie mit den Kunden manchmal umgegangen wird, finde ich teilweise unter aller Kanone.
      Das krasseste Erlebnis hatten wir, als unser Tochter (damals 6Jahre) im Zug von einem Hund ins Gesicht gebissen wurden ist. Der Hund hatte die Größe, dass er einen Maulkorb hätte tragen müssen. Dem Hundehalter wurde auch kurz vorher die Fahrkarten kontrolliert.
      Trotzdem hatte der Bahnmitarbeiter keine Schuld (obwohl ja eigentl. die Bahn zur Sicherheit beitragen sollte) Es kam auch kein Schreiben mit Genesungswünschen oder sonst irgendetwas in der Art.
    • AHOI AHOI



      Ich möchte "Chaos pur bei der Bahn" nicht wirklich recht geben aber es werden durchaus Themen angesprochen die die Bahn nicht vernachlässigen
      sollte. Das Thema Fahrplanwechsel ist so eins, warum die Bahn es nicht schafft den Vorlauf zu verlängern. Mitte Oktober gebe ich bekannt wie die Züge ab ca. Mitte Dez. fahren. Mir ist noch nicht einmal bei einem Unternehmen aufgefallen die so etwas so kurzfristig bekannt geben.

      Zum Thema Preisanpassung. Ja eine Erhöhung der Tarife ist tatsächlich nötig wird und würde auch akzeptiert werden. Aber die Frage nach dem warum ist durchaus berechtigt. Die Bahn erwirtschaftet einen immer größeren Gewinn es ist kein Einbruch und keine Abschwächung zu erkennen. Statistisch gesehen sind die Strompreise für Großabnehmer nicht wesentlich gestiegen und teilweise gesunken, weiterhin ist die DB von der EEG Umlage befreit. Die Strukturmittel sind weiterhin vom Staat an die DB geflossen. Trotz geringerer Fahrgastzahlen im FV ist der Ertrag vor und nach Steuern letztes Jahr gestiegen. Das der Staat als Eigentümer übrigens, ich glaube erst seit 2011, eine Dividende fordert ist völlig normal und verständlich, da es auch die Pflicht eines Staates ist ihm zustehende Einnahmen auch tatsächlich zu generieren. Die für den Kunden sichtbaren
      Veränderungen bei der Bahn sind aber mehr negativ als positiv und in solch einer Situation die Preise zu erhöhen ist nicht logisch. Immer ältere Züge, ja durchaus eine Ausdünnung des Angebotes. Bis auf ein paar Prestigeobjekte ein schlechter Zustand der Bahnhöfe und Haltepunkte. Ja die fühlbare steigende Unpünktlichkeit der Züge und das allgemeine Gefühl das die Bahn unzuverlässiger wird. Ein weiterer Spaß den die Bahn sich leistet sind die Sparpreise, die tatsächlich nie angehoben werden. Falls es sich tatsächlich um eine zwingende Erhöhung aufgrund von Energie-, Personal- und Investitionskosten handelt, dann die Frage woher die stetig steigende Quersubventionierung bei den Sparpreisen kommt.

      Also zu behaupten, dass die Aussage eine üble Nachrede ist, muss im Fall dann immer ein Gericht entscheiden. Hier ist sicherlich nicht jeder Mitarbeiter gemeint. Aber die Unfähigkeit der Preisauskunft an den Schaltern ist wirklich nicht zu leugnen. Im Umkehrschluss wäre es dann eine wahre Aussage wenn sie die Anforderung nicht erfüllen. In vielen Fällen ist das auch so. Lokführer und Zugpersonal habe ich noch nicht wirklich unfreundlich erlebt.

      Unerklärliche Verspätungen gibt es tatsächlich und ich möchte sagen es sind ja immer Momentaufnahmen und wenn man seinen Anschluss in Gefahr sieht kann man durchaus auch die Aufgeregtheit verstehen. IC Schwerin - HH 5.10.12 Die Ansage das der Zug verspätet ist um 15 Minuten ist ja gut und schön, dann die Information das der Zugbegleiter nicht weis warum und er auch nicht sagen kann ob und evtl. wann noch Anschlüsse erreicht werden können ist erstaunlich. Er hatte nämlich keine Möglichkeit bei der Leitstelle oder der 3 S Zentrale etwas zu erfahren, die wollten nicht ihm reden.
      Das ist eine unerklärliche Verspätung.

      Wie ein Nachtzug in HH HBF eine Verspätung von 90 Minuten einfahren kann wenn er in Altona eingesetzt wird ist wohl ebenso unerklärlich.
      Ja das habe ich schon erlebt.

      Sicherheit geht vor keine Frage.
      Auch hier allerdings die Frage warum ein Zug überfüllt sein kann. Ich kann ja irgendwann auch den Zustieg verhindern wenn es erforderlich wird. oder?!
      Ich habe den Fall der Überfüllung aber noch nicht erlebt!

      Ja rein formal gesehen ist es richtig das man nur eine Beförderung bezahlt. Diese schließt in den meisten Fällen tatsächlich aber den Service mit ein. Wie bei allen anderen Unternehmen auch. Und ja für die teilweise absurd hohen Preise kann man Service verlangen.

      Na ob die Bahn nun in Staatsform oder als ein freies Unternehmen agieren soll muss ein Staat selbst entscheiden. In beiden Fällen gibt es gute wie schlechte Beispiele. Japan und Großbritannien sind wohl gute Beispiele dafür.

      Allg. ist nicht alles gut und nicht alles schlecht bei der Bahn. von daher ist Schwarz-Weiß denken nicht wirklich förderlich.

      von daher: Ich fahre weiterhin mit dem Zug und auch ich werden mich freuen wenn alles klappt und auch weiter meckern wenn was schief läuft oder mir etwas nicht passt.

      Beste Grüße
    • Moin Moin usvoyager,

      Ich möchte "Chaos pur bei der Bahn" nicht wirklich recht geben aber es werden durchaus Themen angesprochen die die Bahn nicht vernachlässigen
      sollte. Das Thema Fahrplanwechsel ist so eins, warum die Bahn es nicht schafft den Vorlauf zu verlängern. Mitte Oktober gebe ich bekannt wie die Züge ab ca. Mitte Dez. fahren. Mir ist noch nicht einmal bei einem Unternehmen aufgefallen die so etwas so kurzfristig bekannt geben.


      Das ist ganz einfach zu erklären, die Baustellen für das Jahr 2013 werden in den Winterfahrplan eingearbeitet, die ja ebenfalls von Regierungsstellen genehmigt werden müssen (kostet Zeit), Die Wagenparks müssen eingearbeitet werden, es werden allerdings Wagen ausgetauscht bzw neue eingesetzt und auch diese Planung kostet Zeit. Weiterhin wird in den Winterfahrplan nicht nur der deutsche Fahrplan eingearbeitet sondern die Fahrpläne der anderen Bahnen in der EU und darüber hinaus ebenfalls. Das heißt die Deutsche Bahn wartet auf die anderen Länder die natürlich zu anderen Zeiten ihren Fahrplanwechsel haben. Einige sind da echt vorbildlich und teilen den neuen Fahrplan sehr früh mit, andere sind da sehr langsam weswegen es auch hier zu Verzögerungen kommt. Der Eisenbahnverkehr in Deutschland ist extrem komplex und mit keinem anderen Dienstleistungswesen vergleichbar.


      Zum Thema Preisanpassung. Ja eine Erhöhung der Tarife ist tatsächlich nötig wird und würde auch akzeptiert werden. Aber die Frage nach dem warum ist durchaus berechtigt. Die Bahn erwirtschaftet einen immer größeren Gewinn es ist kein Einbruch und keine Abschwächung zu erkennen. Statistisch gesehen sind die Strompreise für Großabnehmer nicht wesentlich gestiegen und teilweise gesunken, weiterhin ist die DB von der EEG Umlage befreit. Die Strukturmittel sind weiterhin vom Staat an die DB geflossen. Trotz geringerer Fahrgastzahlen im FV ist der Ertrag vor und nach Steuern letztes Jahr gestiegen. Das der Staat als Eigentümer übrigens, ich glaube erst seit 2011, eine Dividende fordert ist völlig normal und verständlich, da es auch die Pflicht eines Staates ist ihm zustehende Einnahmen auch tatsächlich zu generieren. Die für den Kunden sichtbaren
      Veränderungen bei der Bahn sind aber mehr negativ als positiv und in solch einer Situation die Preise zu erhöhen ist nicht logisch. Immer ältere Züge, ja durchaus eine Ausdünnung des Angebotes. Bis auf ein paar Prestigeobjekte ein schlechter Zustand der Bahnhöfe und Haltepunkte. Ja die fühlbare steigende Unpünktlichkeit der Züge und das allgemeine Gefühl das die Bahn unzuverlässiger wird. Ein weiterer Spaß den die Bahn sich leistet sind die Sparpreise, die tatsächlich nie angehoben werden. Falls es sich tatsächlich um eine zwingende Erhöhung aufgrund von Energie-, Personal- und Investitionskosten handelt, dann die Frage woher die stetig steigende Quersubventionierung bei den Sparpreisen kommt.


      Es ist richtig das die Bahn von der EEG-Umlage befreit ist, die demnächst um 5 Cent steigen wird (JIPPI >.>) allerdings hast du einen kleinen Denkfehler drin.
      Der Staat steckt für die Infrastruktur des Schienennetz Geld in die DB, das ist richtig. Aber der Staat ist nur Eigentümer der des Netzes nicht der Bahn selbst.
      Der Staat langt dafür aber auch doppelt wieder zu. Nicht nur das der Staat schon länger als nur 2011 Dividenden bekommt, er bekommt natürlich auch noch die Steuern/Abgaben auf die Fahrkarten/Verkäufe der Bahn algm. sowie die Miete für die Strecken die die Bahn bedient. Der Staat zahlt 1 mal für die Gleise und holt es sich gleich 3 mal wieder zurück.

      Schlechter Zustand der Bahnhöfe? Mh kommst du doch aus einem anderen Wismar? Allein die Bahnhöfe in Schwerin sind modern, sicher, hell und mobilitätsgerecht. Berlin Hbf ist ganz klar ein Prestigeobjekt aber auch besser als der alte Bahnhof. Auch die anderen Berliner Bahnhöfe sind in Ordnung, okay sie sind nicht das neuste vom neusten aber sie Funktionieren, sind sicher und sauber (Meistens). Ffm Hbf ebenfalls in Ordnung, genauso wie der Leipziger oder der Hamburger Hbf. Okay beim HH Hbf riecht es im Sommer sehr streng nach Urin wenn es warm ist. Liegt aber an der Stadt, die haben ja das Urinal dort vor einem der Ausgänge aufgestellt. An den Bahnhöfen wird also schon etwas gemacht. Und gerade für die mobilitätseingeschränkte Reisende wurde viel in den letzten Jahren gemacht. Überall dort wo es keine Fahrstühle dafür Treppen gibt, wurde ein Serviceteam eingerichtet oder ein mobiles Serviceteam steht bereit um diesen Reisenden aus dem Zug aufs andere Gleis zu helfen. Dafür ist die MSZ die Mobilitätsservicezentrale zuständig. Dieser kostenlose Service wird sehr gut angenommen. Auch in Sachen Kinderbetreuung hat die Bahn nachgelegt so gibt es betreute Zugreisen für Alleinreisende Kinder. Kids on Tour entdecken die Bundesrepublik sicher und in Begleitung von Mitarbeitern der Bahn oder der Bahnhofsmission.
      Dies sind natürlich Serviceleistungen die die meisten von uns nicht beanspruchen und daher das Gesamtbild Deutsche Bahn nicht mal erahnen können.

      Servicewüste Deutschland bei der Bahn? Seh ich anders. Gestern ist die Abfahrt/Ankunftstafel in der Haupthalle des Schweriner Hbf ausgefallen. Dafür gab es als Ausgleich vermehrte Durchsagen damit alle Reisenden immer informiert sind. Oder darf ich an das Winterchaos von 2010 erinnern wo stellenweise nichts mehr ging? Die Bahn holte sofort das Personal aus dem Weihnachtsurlaub die dann bis Neujahr freiwillig durchgearbeitet haben um für die Kunden da zu sein, aber das ist ja in Deutschland eine Selbstverständlichkeit das andere kein Frei haben dürfen, wenn man selbst betroffen ist. Im Gegenteil das erlaubt einem sogar die Mitarbeiter zu beleidigen oder gar handgreiflich zu werden? Ich spare mir jetzt meinen politischen Beitrag darüber das Deutschland arrogant und herablassen geworden ist.

      Also zu behaupten, dass die Aussage eine üble Nachrede ist, muss im Fall dann immer ein Gericht entscheiden. Hier ist sicherlich nicht jeder Mitarbeiter gemeint. Aber die Unfähigkeit der Preisauskunft an den Schaltern ist wirklich nicht zu leugnen. Im Umkehrschluss wäre es dann eine wahre Aussage wenn sie die Anforderung nicht erfüllen. In vielen Fällen ist das auch so. Lokführer und Zugpersonal habe ich noch nicht wirklich unfreundlich erlebt.


      Mehrere Gerichte haben bereits, für die Bahn, darüber entschieden. Egal wie kompetent ein Mitarbeiter im Reisezentrum auch sein mag. Er ist und bleibt ein Mensch und hat mit Respekt behandelt zu werden. Niemand hat in Deutschland das Recht jemanden anzuschreiben, zu beleidigen oder gar zu verletzten weil es einem in den Kram passt.
      Darüber wird gar nicht weiter Diskutiert. Hinweis der Forenadministration: Beachtet dazu in diesem Forum auch die Nutzungsbestimmungen. Verstöße dagegen werden geahndet!

      Unerklärliche Verspätungen gibt es tatsächlich und ich möchte sagen es sind ja immer Momentaufnahmen und wenn man seinen Anschluss in Gefahr sieht kann man durchaus auch die Aufgeregtheit verstehen. IC Schwerin - HH 5.10.12 Die Ansage das der Zug verspätet ist um 15 Minuten ist ja gut und schön, dann die Information das der Zugbegleiter nicht weis warum und er auch nicht sagen kann ob und evtl. wann noch Anschlüsse erreicht werden können ist erstaunlich. Er hatte nämlich keine Möglichkeit bei der Leitstelle oder der 3 S Zentrale etwas zu erfahren, die wollten nicht ihm reden.
      Das ist eine unerklärliche Verspätung.

      Wie ein Nachtzug in HH HBF eine Verspätung von 90 Minuten einfahren kann wenn er in Altona eingesetzt wird ist wohl ebenso unerklärlich.
      Ja das habe ich schon erlebt.



      Das ist keine unerklärliche Verspätung sondern ein Fehler in der Kommunikation. Kommunikationsstörungen zwischen Menschen treten so häufig auf, das glaubt man gar nicht. Die Verspätung hatte einen Grund, jede Verspätung hat einen Grund.

      Dein Nachtzug kann später bereitgestellt worden sein weil die Reinigung länger gedauert hat, etwas defekt war, ein Wagen getauscht werden musste oder die Freigabe nicht erteilt worden war. Jede Verspätung hat einen Grund.
    • Sicherheit geht vor keine Frage.
      Auch hier allerdings die Frage warum ein Zug überfüllt sein kann. Ich kann ja irgendwann auch den Zustieg verhindern wenn es erforderlich wird. oder?!
      Ich habe den Fall der Überfüllung aber noch nicht erlebt!


      Wie willst du den Zustieg verhindern? Hundertschaft der Bundespolizei? Das ergibt Chaos und Verspätung.

      Ja rein formal gesehen ist es richtig das man nur eine Beförderung bezahlt. Diese schließt in den meisten Fällen tatsächlich aber den Service mit ein. Wie bei allen anderen Unternehmen auch. Und ja für die teilweise absurd hohen Preise kann man Service verlangen.



      Nein nicht formal gesehen sonder Realität. Der Kunde zahlt für die Beförderung nicht für den Service. So steht es auch in den allgemeinen Beförderungsbedingungen. Mit einer Fahrkarte erwirbt man das Beförderungsrecht nicht mehr. Wenn du eine Reise in den Urlaub buchst mit Flug und Hotel, zahlst du Serviceleistungen extra. Manchmal sind sie mit drin ja klar aber diese sind dann gekennzeichnet.

      Na ob die Bahn nun in Staatsform oder als ein freies Unternehmen agieren soll muss ein Staat selbst entscheiden. In beiden Fällen gibt es gute wie schlechte Beispiele. Japan und Großbritannien sind wohl gute Beispiele dafür.


      Das hat zum Glück nicht mehr der Staat zu entscheiden. Die Bahn muss endlich komplett privatisiert werden. In anderen Bereichen in Deutschland läuft es seit dem viel besser. Beispiel Strom, Gas usw.

      Allg. ist nicht alles gut und nicht alles schlecht bei der Bahn. von daher ist Schwarz-Weiß denken nicht wirklich förderlich


      Es gibt kein Schwarz-Weiß es gibt nur Bunt. So sagt es die Kommunikationspsychologie ;)

      von daher: Ich fahre weiterhin mit dem Zug und auch ich werden mich freuen wenn alles klappt und auch weiter meckern wenn was schief läuft oder mir etwas nicht passt.


      Solang du mich mit deinem Meckern nicht morgens um 3 weckst, passt mir das :D
    • surprise of badness

      Hello all, I am the first time in Germany and the German rail company was really bad. I took once a train and it was cancelled. Another time it stopped during driving because of technical errors and so on. So what is here wrong with your train company?! Sorry, but if I spent money it should much better!
    • Das hat zum Glück nicht mehr der Staat zu entscheiden. Die Bahn muss endlich komplett privatisiert werden. In anderen Bereichen in Deutschland läuft es seit dem viel besser. Beispiel Strom, Gas usw.




      Ist ja wohl nicht Dein ernst oder? Gerade hier läuft der Rauptierkapitalismus ja aus der Bahn. Viele Kommunen wollen daher ja Ihre Stromversorgung wieder zurückkaufen und bereuen den Schritt der Privatisierung.
    • Toddi schrieb:

      Das hat zum Glück nicht mehr der Staat zu entscheiden. Die Bahn muss endlich komplett privatisiert werden. In anderen Bereichen in Deutschland läuft es seit dem viel besser. Beispiel Strom, Gas usw.




      Ist ja wohl nicht Dein ernst oder? Gerade hier läuft der Rauptierkapitalismus ja aus der Bahn. Viele Kommunen wollen daher ja Ihre Stromversorgung wieder zurückkaufen und bereuen den Schritt der Privatisierung.



      Das ist sogar mein voller ernst.
      Die Kommunen können sich in die regionalen Anbieter einkaufen wie sie möchten. 75% des Strompreises wird trotzdem von Berlin bestimmt.
      Aber darum geht es hier ja gar nicht. Ich habe zum Glück den direkten Vergleich zwischen staatlichem Energieversorger, einem reinen privaten Energieversorger und einem Energieversorger in kommunaler Hand.

      Die Sprung vom reinen Staatlichen Unternehmen zum reinen privaten Unternehmen war gewaltig. Mehr Mitarbeiter, besserer Service, bessere Angebote für die Kunden. Seit die Kommunen mitmischen gab es keinerlei Veränderung im Fahrplan. Es wird auf Service und Angebote gesetzt. Der Kunde steht im Mittelpunkt und nicht der Gewinn.

      Eine reine Verstaatlichung wäre ein massiver Rückschritt.

      Was allerdings tatsächlich aus der Bahn läuft sind die beiden Riesen eon und Vattenfall bzw deren Subfirmen für die Netze.
      Ein Beispiel: Hamburg, Gas, Netzbetreiber ist hier die Hamburg Netz GmbH, Anteilseigner die Stadt selbst und eon. Und siehe da, ein Netzentgeltvon 15,50 EUR
      Ein weiteres Beispiel Schwerin, Gas, Netzbetreiber Netzgesellschaft Schwerin mbH (Kommunale Hand), Netzentgelt: 14,56 EUR.

      Die gleichen Beispiele mal für Strom:

      Hamburg: Netzbetreiber bleibt gleich: 8,94 EUR Netzentgelt.
      Schwerin: Netzbetreiber bleibt gleich: 9,96 EUR Netzentgelt.

      Das Netzentgelt wird in der Regel auf den Grundpreis aufgeschlagen. Viele Unternehmen haben die Erhöhung dieser Netzentgelt per 01.10.2012 (Gas) bzw 01.01.2013) auf ihren Grundpreis aufgeschlagen. Andere Unternehmen sparen dann lieber Personalkosten und ähnliches ein und drücken damit den Grund und Arbeitspreis wieder runter. Der Service bleibt bei solchen Anbietern häufig auf der Strecke.

      Wie man es nun also drehen und wenden möchte, es bleibt jedem selbst zu überlassen ob man eine Privatisierung der Strom und Gasnetze bzw Anbieter gut oder schlecht findet. Für die Unternehmen die sowieso eine Fair Play Einstellung haben, ändert sich auch durch den Einkauf der Kommunen nichts. Für Unternehmen die nur auf den Gewinn aus sind, würde sich eine ganze Menge ändern.

      Und nun würde ich vorschlagen, gehen wir wieder zum Thema zurück. Wir sind ein Bahnforum und kein Energie-Gas-Forum. ggf. einfach ein separates Topic im Bereich Vermischtes aufmachen.